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Auf den Spuren des heiligen Franziskus - Orchesterfahrt nach Assisi 2017

am 20. Oktober 2017.

Assisi PanoramaIn diesem Jahr war es endlich wieder so weit - die beliebte Fahrt nach Assisi im italienischen Umbrien war, wie auch in den vergangenen Jahren, ein voller Erfolg und eine unvergessliche Erfahrung für alle Schülerinnen und Schüler und die begleitenden Lehrerinnen und Lehrer.

Franziskus - Bruder WindNeben den Orchestermitgliedern hatten diesmal auch neun weitere Interessenten die Möglichkeit, uns zu begleiten.

Der Schwerpunkt der Fahrt war eine Reise auf den Spuren des dort gebürtigen Franziskus, bei der uns das Leben, das Wirken und der Tod des Heiligen in Assisi sehr anschaulich nahegebracht wurden. So erklärte uns unter anderem die Sießener Schwester Anke in San Damiano viel Wissenswertes über die Berufung des Franziskus und die Lebensweise der heiligen Klara. Auch Frau Monreal, unsere Schulleiterin, wusste viel über den Heiligen und die Stadt Assisi zu berichten und begleitete uns auf den Führungen.

Bei all unseren Streifzügen und Wanderungen auf den Spuren des Franziskus erstaunte uns immer wieder, wie ähnlich wir Jugendliche mit all unseren Fragen diesem Heiligen doch sind.

Wir erfuhren, wie anders das Leben vor 700 Jahren im Vergleich zu heute gewesen ist. Aber trotz aller Verschiedenheit hatte Franziskus auch Probleme, die wir als Jugendliche im 21. Jahrhundert kennen. So stehen auch wir ständig vor schwierigen Entscheidungen, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen. Alleine die Frage „Was möchtest du später einmal werden?“ bereitet uns Schülerinnen und Schülern oft Kopfzerbrechen.

Franziskus stellte sich diese Frage bereits im 12. Jahrhundert, doch er tat erstaunlicherweise genau das, was sich viele von uns heute nicht trauen: loslassen, neue Wege einschlagen und den eigenen Träumen und Wünschen nachgehen.

San Francesco 685

Sr. Anke  2 SuS 1x1San Damiano 3x2Gruppenbild 9a 1x1Bruder Thomas Freidel führte uns durch die Basilika San Francesco, eine der beeindruckendsten Kirchen in ganz Assisi. Über dem Grab des Franziskus errichtet, besteht sie genau genommen aus zwei übereinander gebauten Kirchen: der Unterkirche, in der man u.a. das berühmte Bild mit der Vogelpredigt und das einzige Porträt des Franziskus sehen kann, und der Oberkirche, die Giotto di Bondone nach 1296 mit fantastischen Fresken schmückte.

Nach einer anstrengenden Wanderung noch am Nachmittag desselben Tages zu den Einsiedeleien, auch Carceri genannt, wurden wir mit einer sensationellen Aussicht und einer wiederum sehr aufschlussreichen Besichtigung der Höhlen, in denen auch Franziskus einige Zeit hauste (und in denen wir auch mal probeliegen durften), belohnt.

 Spaƒ an Rocca 685

Einer der größten Höhepunkte unseres Aufenthalts war aber die Wanderung durch die Olivenhaine hinunter zur Kirche „Santa Maria degli Angeli“ einer gewaltigen Kirche, die seltsamerweise über einer kleinen Kapelle, der „Portiuncula“ errichtet wurde. Diese Kapelle spielte im Leben des Franziskus eine ganz besondere Rolle; so baute er die damals fast vollständig zerstörte kleinere Kirche, in der er auch sterben sollte, auf eigene Faust wieder auf.

Doch auch die Proben mit dem Orchester unter der Leitung von Natalia Kazakova als Vorbereitung auf ein Konzert waren fester Bestandteil des Tagesablaufs. Nicht alle Proben fanden, wie wir das sonst gewohnt sind, in einem Proberaum statt, sondern auch draußen unter freiem Himmel, wo vor langer Zeit vielleicht einmal Franziskus von Assisi nach San Damiano unterwegs war.

Konzert 685

Unsere Anstrengungen fanden ihren verdienten Lohn in einem Abschlusskonzert am letzten Tag vor unserer Abreise. In der Kirche „Santa Maria Maggiore“, die schon eine der Lieblingskirchen des Franziskus war, spielten die Camerata Nonnenwerth und das Celloquartett Werke von Bach, Händel, Vivaldi und Goltermann. Großer Applaus und „standing ovations“ eines begeisterten Publikums waren der verdiente Lohn einer tollen Leistung.

Gruppenbild Rocca 685

Abschließend kann man sagen, die Fahrt nach Assisi war ein voller Erfolg und übertraf unsere persönlichen Erwartungen bei weitem. Wir hatten sehr viel Spaß, wozu oftmals Frau Kazakova mit ihrem Temperament und ihrer Spontanität beitrug. Und nicht zuletzt sind hier auch noch Herr Alt und Frau Schüller-Rees zu nennen, die uns dreimal täglich bestens bekocht haben und dafür Stunden in der Küche verbrachten. Vielen Dank dafür!

Vielleicht ist ja der eine oder andere durch diesen Bericht auf den Geschmack gekommen und möchte das nächste Mal dabei sein. Ihr solltet euch anmelden! Diese Fahrt lohnt sich auf jeden Fall!

San Damiano abends 685

Bericht: Bastian Langenbach und Mark Braun (9a)
Fotos: Andrea Monreal

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