Aktuelles

Projekttag 500 Jahre Reformation

am 05. November 2017.

Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums des Reformationstages veranstaltete das Franziskus Gym­nasium Nonnenwerth am Montag, dem 30. Oktober, einen Projekttag für die gesamte Schulgemeinschaft. Martin Luthers Leben und Wirken, seine Zeit und seine Thesen, aber auch unsere gute ökumenische Pra­xis an unserer franziskanischen Schule standen an diesem Tag im Mittelpunkt.

Projekttag Reformation 05Projekttag Reformation 01Am Morgen versammelte begann der Projekttag mit einem ökumenischen Gottesdienst. Dieser war unter der Leitung von Religionslehrerin Frau Michels durch Schülerinnen und Schüler sehr anspre­chend gestaltet worden und wurde von Pfarrer Michael Schankweiler gewohnt schülernah gehal­ten. In diesem erklärten Schülerinnen und Schüler verschiedener Klassen und Religionen mit Rol­lenspielen und Auslegungen Thesenanschlag und Reformation. Es folgte eine Reflexionsphase im Klassenverband unter dem Motto „Was würde Luther dazu sagen? – Luther und die heutige Zeit“.

Nach dieser interessanten Stunde gingen die Schüler in Workshops, die sie zuvor aus einem brei­ten Angebot ausgewählt hatten, und arbeiteten in vielfältigen Projekten über Luther und seine Welt vor 500 Jahren.

Projekttag Reformation 08So gab es zum Beispiel die Möglichkeit, eine von der Geschichtslehrerin Frau Dr. Thimann-Verhey gestaltete Ausstellung in der Bibliothek zu besuchen. Des weiteren konnten die Jugendlichen Filme über Martin Luther und seine Frau Katharina von Bora ansehen und dort viele Informationen auf­nehmen.

In dem Workshop "Himmel, Hölle, Fegefeuer" standen die Jenseitsvorstellungen vor 500 Jahren im Mittelpunkt: Was waren Ablassbriefe? Welche Vorstellungen existierten über das Jüngste Gericht und das Fegefeuer?

In einer Schreibwerkstatt lernte man mit Feder und Tinte wie in Luthers Zeit zu schreiben. Es wur­den viele Schriften angefertigt, in denen Bibeltexte kalligraphiert oder eigene Thesen für die heutige Zeit ausformuliert wurden. Auch Drucke konnten im historischen Verfahren angefertigt werden – die Medienrevolution im Zeitalter Luthers. In einem weiteren Projekt stand Lukas Cranach als Künstler der Reformationszeit im Zentrum.

Projekttag Reformation 04Projekttag Reformation 02

Nach den Workshops gab es eine 2-stündige Mittagspause, in denen die Schüler sich ganz im Zei­chen der Nachhaltigkeit stärken konnte. Besonders beliebt war das Smoothie-Fahrrad, mit dem Pfarrer Martin Ahlhaus vom Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) zu Gast war. Durch die beim Strampeln auf dem Fahrrad erzeugte Energie wird ein Kirsch-Bana­nen-Smoothie gemixt, welchen der „Radler“ anschließend als Lohn für seine Arbeit erhält. Die Idee stammt ursprünglich aus dem Amazonas-Gebiet, wo Bauern so z.B. Maismühlen antreiben. Die Entwicklung dort wurde von „Brot für die Welt“ in enger Zusammenarbeit mit der MÖWe gefördert.

Projekttag Reformation 07Projekttag Reformation 06Daneben wurden hausgemachte Brotaufstriche, für die der Leyerhof das Gemüse spendete, Ku­chen und exotisches Gebäck serviert. Zur sportlichen Betätigung konnte man in der Turnhalle Aikido-Übungen ausprobieren und Zirkuskunststücke kennen lernen. Ruhesuchende hatten in der Kreuzwegkapelle eine Anlaufstelle.

Nach einem zweiten Teil der Workshops nach der Mittagspause trafen sich alle Schüler noch ein­mal in der Sporthalle, um die Ergebnisse der Arbeitsgruppen vorzustellen. Es wurden einzelne The­sen für die heutige Zeit vorgestellt und erklärt. Auch von Schülerinnen und Schülern angefertigte Handschriften und Drucke wurden präsentiert.

Obwohl der Projekttag dazu führte, dass die Nonnenwerther – anders als fast alle anderen Schulen in der Umgebung – keinen Brückentag zu den folgenden zwei Feiertagen genießen konnten, wurde der Projekttag von allen Beteiligten als Erfolg wahrgenommen. Die Schülerinnen und Schüler lob­ten die vielseitigen und interessanten Projekte, denen sie sich frei von Stress hingeben konnten. Auch von Elternseite wurde das Engagement des Kollegiums, dem Reformationsjubiläum „gebüh­rend Raum und Zeit“ gegeben zu haben (Berit Brandau), lobend herausgestellt.

Text: Anna Zhou, Jana Schlochtermeier (Klasse 8b), Sören Ahlhaus
Fotos: Jana Schlochtermeier (Klasse 8b), Astrid Heilmann-Cappel

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