30. März 2010
So kommt man an einen Lehrauftrag! Pawel Klos, ehemaliger Nonnenwerther Schüler und heute Student an der Fachhochschule Remagen (auch: Rhein-Ahr-Campus) in Logistik und E-Business, hielt am 17. März eine Vorlesung für die Wirtschafts-AG der 10. Klasse. Er sprang für seinen kurzfristig in Terminnot geratenen Professor ein.
Als Teilnehmer der Wirtschafts-AG (Firma KIZIPRO – Erstellen von Hörspielen für Kinder) hatte Pawel schon früh auf Nonnenwerth Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt. Und so lag es nahe, dass er seine Erfahrungen aus der Schule und die, die er im bisherigen Studium gesammelt hat, an unsere heutigen Schülerinnen und Schüler weitergab. Nach kurzer Rücksprache mit der zuständigen Koordinatorin am Rhein-Ahr-Campus (RAC), die wir für diese Idee gewinnen konnten, hatte er seinen Werksvertrag in der Tasche und war nun „ordentlicher“ Lehrbeauftragter des RAC. Für unsere Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse war es dann auch ein ganz besonderer Nachmittag: Gut vorbereitet und ein wenig aufgeregt stand Pawel, der zudem auf Nonnenwerth eine Fußball-AG leitet, vor der Gruppe und gab zunächst einen Einblick in seinen bisherigen Werdegang. Er betonte, dass er durch die AG in der Schule Freude an wirtschaftlichen Zusammenhängen gewonnen hatte, dies dann nach dem Abitur durch entsprechende Praktika vertiefen konnte und so zu seinem Traumstudium am RAC kam.
Nach einer Einführung in den Studiengang Logistik und E-Business ging es dann zum eigentlichen Thema der Vorlesung: dem „Teambuilding“. Nachdem er sich über die bisherigen Wirtschaftstätigkeiten der beiden Schülerfirmen und ihre Arbeitsweise aufklären ließ, benannte er die aus seiner Sicht die am häuftigsten auftretenden Probleme in der Firmentätigkeit: mangelnde Koordination und mangelnde Kommunikation zwischen den verschiedenen Bereichen. Anschaulich machte er dies am eigenen Beispiel fest: So kam es in seiner damaligen Firma dazu, dass ein gebuchter Termin im Tonstudio platzen musste, weil der zuständige Texter des Songs nicht rechtzeitig fertig wurde und dies dem Chef nicht mitgeteilt hatte – zum Glück musste man keine hohen Ausfallkosten bezahlen. In der 2. Stunde der Vorlesung analysierte er anhand des NASA-Spiels die Teamprozesse innerhalb der beiden Gruppen und zeigte Lösungsmöglichkeiten und Handlungsalternativen auf.
Zu schnell war die eingeplante Zeit um, die Schülerinnen und Schüler hatten noch etliche Fragen an ihn, aber die rechtsrheinische Fähre wartete. Pawel selbst war sehr zufrieden mit der Vorlesung und das Feedback der Gruppe war unisono positiv: als Dozent bekam er volle 15 Punkte! Vielleicht kann er ja auch im nächsten Zyklus in die Vorlesungsreihe am RAC eingebunden werden? Wir hoffen sehr darauf. Aber zunächst wird er am 10. Juni im Workshop „Schülerfirmen“ in Speyer, wo es um die Kooperation unseres Gymnasiums mit dem RAC im Fachbereich Betriebswirtschaft geht, wieder einmal präsent sein.
Text und Bilder: Astrid Heilmann-Cappel

