Sehen, um zu verstehen

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Am 11. März 2010 fuhren alle 10. Klassen unserer Schule im Rahmen des Deutschunterrichts nach Verdun in Frankreich.

Nach vierstündiger Fahrt trafen beide Busse in der Stadt ein, wo wir unsere zwei Fremdenführer einluden. Da eine deutsche Reiseführerin wegen Krankheit ausfiel, bekamen einige von uns eine englischsprachige Führung.  Hatte man anfangs noch Bedenken, nichts zu verstehen, so merkten die meisten schnell, dass auch die Fremdenführerin keine Muttersprachlerin war und somit keine Verständnisprobleme entstanden.

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Zuerst fuhren wir quer durch das ehemalige Schlachtfeld zum „Beinhaus von Douaumont“, einem Gebäude, das einem in die Erde gesteckten Schwert nachempfunden ist und den Frieden symbolisiert. Dort schauten wir uns einen Film zur „Schlacht von Verdun“ an und besichtigten daraufhin eine lange gewölbte Halle, in deren Steine die Namen zahlreicher gefallener Soldaten eingraviert sind. Anschließend gingen wir hinaus und es überwältigte uns der Anblick der 300.000 Kreuze, die rund um das Gebäude aufgereiht waren.

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Wir fuhren weiter mit dem Bus zum „Fort Douaumont“ und fanden uns in einem riesigen, kalten, feuchten, nicht sehr gemütlichen, tiefgelegenen Kellersystem wieder. Die sich dort befindende Einrichtung war für maximal 8 000 (französische) Soldaten gedacht, doch als die Deutschen es eroberten, lebten bis zu 30 000 (!) Menschen darin. Wir erfuhren sehr viel über das Leben und die Gefühle der dort lebenden Soldaten und konnten die unbequemen Betten, die kalten Toiletten und vor allem den Panzerturm aus nächster Nähe betrachten.

Als wir nach ca. einer Stunde mit abgefrorenen Füßen wieder ans Tageslicht traten, war uns erst richtig bewusst, wie schrecklich das Leben eines Soldaten gewesen sein musste. Bevor wir zurück zu den Bussen gingen, stiegen wir noch auf das Fort, welches von Erde und Gras bedeckt war, und hatten von dort eine atemberaubende Aussicht auf das mit Kratern übersäte Schlachtfeld. Dieser Anblick war wirklich unbeschreiblich und man muss es gesehen haben, um das zu verstehen.

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Mit diesem Ausblick endete die Führung und wir fuhren wieder hinunter in die Stadt. Dort hatten wir noch eine Stunde Aufenthalt, während der einige feststellen konnten, wie praktisch es sein kann, sich in einer anderen Sprache verständigen zu können.

Danach machten wir uns nicht erschöpft aber müde auf den Heimweg. Insgesamt kann man sagen, dass dieser Tag, obwohl wir mehr Zeit im Bus als anderswo verbrachten, recht interessant war.

Text: Alina Schäfer & Carmen Engels (beide 10b), 

Bilder: Dr. Jürgen Hugger

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