175 Jahre Franziskanerinnen

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1Seit geraumer Zeit sitzen immer wieder Vertreter des Kollegiums, der Schülerschaft, der Eltern und des Hauses zusammen und planen das große Jubiläum: 175 Jahre Franziskanerinnen von der Buße und der christlichen Liebe.

1835 wurden die Franziskanerinnen von der Buße und der christlichen Liebe in Heythuysen in den Niederlanden gegründet.

Zeitgleich übernimmt die Witwe Margarethe von Cordier aus Frankfurt vom verschuldeten Gastwirt Sommer die Insel als Eigentümerin und verbringt mit ihren drei Kindern, Emil, Auguste und Alfred immer wieder längere Zeit auf Nonnenwerth.

Eines ihrer Kinder, Auguste von Cordier, ist es dann auch, das den entscheidenden Schritt geht. "Zwei Ursulinen aus Würzburg kommen auf Bitten Auguste von Cordiers nach Nonnenwerth, um ein Ursulinenkloster auf der Insel zu gründen und ein Pensionat für Mädchen mit aufzubauen. Auguste von Cordier unterstellt sich ihrer Leitung und will Ursuline werden. Bei der Aufnahme in das Noviziat erhält sie den Namen Angela."

Bereits nach einem Jahr erkennt sie, "dass deren Erziehungsweise und Art des Klosterlebens nicht dem entsprechen, was sie als Forderung der Zeit ansieht."

1854 wird "das Kloster St. Clemens auf Nonnenwerth ... feierlich in die Kongregation der Franziskanerinnen von Heythuysen eingegliedert. Der kleine Konvent vergrößert sich schnell, Schule und Internat entfalten sich unter der Leitung Mutter Angelas."

Wie den weiteren Ausführungen zu entnehmen ist, sind Insel, Kloster und Schule eng mit den gesellschaftlichen Entwicklungen verwoben. Das wird tragisch deutlich in der NS-Zeit, in der die Schule geschlossen wird.

Schule und Internat nach dem Krieg, Schließung des Internats, Vergrößerung der Schule, Einführung der Koedukation und aktuell die Umstellung auf G8GTS sind Stationen auf dem Weg unseres Gymnasiums, das mit rund 750 Schülerinnen und Schülern nun an die Kapazitätsgrenzen gestoßen ist.

Anders die Entwicklung auf der Seite des Ordens: Es "leben in der Maria Immaculata Provinz 97 Schwestern. Auf der Insel wohnen 25 Schwestern und die übrigen 72 Schwestern in den Konventen in Bad Honnef, Limburg, Linz am Rhein, Overath, Remagen und Trier." So schmerzvoll der Rückgang der Schwesternzahl und der fehlende Nachwuchs bei den Franziskanerinnen ist, so zuversichtlich blickt man in die Zukunft: "Gott hat es bereits in den Blick genommen."

Unter diesem Motto begehen Ordensgemeinschaft und Schulgemeinschaft das 175jährige Jubiläum. Höhepunkt der Feier am 10. Mai ist der feierliche Gottesdienst um 10 Uhr, zu dem sich Weihbischof Peters aus Trier angesagt hat. Im Anschluss daran werden alle Festgäste in einem großen Festzelt gemeinsam ein Mittagessen einnehmen.

Es wird ein großer Tag werden, für die Schulgemeinschaft in gleicher Weise wie für die Schwestern der Provinz. Wir freuen uns darauf.

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