Focus-Wettbewerb: Nonnenwerther stellen Projekte vor

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Am 15. April 2010 stellte der Sozialkunde-Leistungskurs der Jargangsstufe 11 seinen Beitrag zum Focus-Wettbewerb „Visionen 2020“ in Oberwinter vor: die Internetplattform „Börse“. Außerdem präsentierte die Junior-Akademie der Stufe 9 ihre Ergebnisse zum Projekt „Hilfen im Alltag“ – ebenfalls für den Wettbewerb (so z.B. eine Bohrhilfe, einen Briefkasten, der sich meldet, wenn Briefe eingeworfen werden, sowie eine automatische Kehrmaschine). Bei der anschließenden Podiumsdiskussion wurde über Umsetzungsmöglichkeiten der vom Sozialkunde-Leistungskurs vorgestellten Plattform für Hilfsangebote  beraten, Fragen geklärt und Probleme diskutiert. Hierbei waren Vertreter der Kirche, Pfarrer Klupsch und Pfarrer Schankweiler-Schell, Vertreter der Politik, Herr Kraemer von der FDP, Herr Titz von der CDU, Herr Binnewerg von Bündnis ‘90/Grüne und Herr Lang von der SPD, sowie Herr Prof. Dr. Holz vom Rhein-Ahr-Campus anwesend.

Die „Börse“ ist eine Internetplattform, auf der freiwillige Helfer und Bedürftige (alte Menschen, Behinderte) in Zukunft leichter zusammenfinden sollen. Erwachsen ist diese Idee aus der Auswertung eines Fragebogens während des Sozialpraktikums auf Nonnenwerth. Nachdem Julian Heinen eine kurze Einleitung zum Wettbewerb gegeben hatte, stellte Daniel Rattay Umfrageergebnisse vor, während Simon Weiler danach die Plattform präsentierte.

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Herr Kraemer von der FDP plädierte in der Diskussion für mehr Integration von Behinderten in Regelschulen oder auch reguläre Schulen. Auch sieht er eine Möglichkeit, alte Menschen in Kindergärten wieder der Gesellschaft näher zu bringen, zum Bespiel als Geschichtenerzähler. Er bewertete die Plattform als gute Möglichkeit für die Zukunft. Die geistlichen Vertreter, Pfarrer Klupsch und Pfarrer Schankweiler-Schell sehen die Solidarität als einen sehr wichtigen Punkt an. „Nicht nur Individualität sondern Solidarität“ . und dazu bedarf es des Kontaktes der Menschen miteinander. Auch sie waren der Meinung, dass man die Technik durchaus zu diesem Zweck nutzen kann. Die Selbstbestimmung der alten und bedürftigen Menschen hielt Herr Binnewerg von Bündnis 90/Die Grünen für einen wichtigen Aspekt. Darunter falle auch, wie lange ein Mensch arbeite. Er sieht sowohl in der Börse als auch in den vorgestellten Robotern eine Zukunft, da sie die Flexibilität der Menschen fördern können und somit zu mehr Lebensfreude verhelfen. Herr Lang von der SPD sprach sich für mehr Unterstützung für ehrenamtliche Arbeitende aus. Seiner Meinung nach müsste man Menschen, die helfen wollen, manchmal selber mit etwas professioneller Hilfe zur Seite stehen.

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Kritik gab es an der zunehmenden Anonymität und Individualität durch Technik von Herr Prof. Dr. Holz‘ Seite. Er sieht ein direktes Zugehen auf alte und bedürftige Menschen als sinnvoller an. Nach der  Diskussion, gekonnt moderiert von Jennifer Adam, Lea Droste und Isabel Reiß, bedankte sich Nora Zscherlich im Namen der Schüler bei den anwesenden Podiumsgästen und v.a. Herrn Pfarrer Klupsch für die Bereitstellung des Gemeindehauses. Bleibt zu hoffen, dass Herr Kluth vom FOCUS, der als Gutachter anwesend war, ein positives Feedback an die Redaktion des Wettbewerbes gibt…

Informationen zum gemeinsamen Projekt des Leistungskurses Sozialkunde und der Junior-Ingenieur-Akademie erhalten Sie unter Sowitec.

Text: Nora Zscherlich (MSS 11),
Bilder: Astrid Heilmann-Cappel

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