MINT am Abend

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Als Mitglied im Verein MINT-EC, einem Netzwerk von Schulen, das sich der besonderen Förderung von Mathematik – Informatik – Naturwissenschaften – Technik widmet, legt das Gymnasium Nonnenwerth einen besonderen Fokus auf diesen Bereich. Wie schon im vergangenen Jahr präsentierten am 17. Februar 2011 Schüler ihre Ergebnisse von Projekten aus diesen Themenfeldern. In den mathematisch-naturwissenschaftlichen Leistungskursen der MSS werden viele Facharbeiten geschrieben, von denen einige im Rahmen von MINT am Abend vorgestellt wurden. Ein bunt gemischtes Publikum aus Eltern, Lehrerinnen und Lehrern und Mitschülerinnen und Mitschülern lauschte gespannt den Ausführungen der Referenten, die aufgelockert wurden durch Beiträge der Band „Factory Image“ aus der Jahrgangsstufe 11.

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Jonas Gemein eröffnete den Abend mit seinem mathematischen Facharbeitsthema „Spline Interpolation - Wenn sich Funktionen in die Kurve legen...“. In vielen Bereichen von Wissenschaft und Technik müssen vorgegebene Kurvenverläufe durch Funktionen angenähert werden, um die Wirklichkeit mit Hilfe von mathematischen Modellen beschreiben zu können. Jonas schlüpft für seine Facharbeit in die Rolle eines Autokonstrukteurs, der den Verlauf einer Fahrzeugkarosserie mathematisch beschreiben will, um damit ihre maschinelle Produktion zu ermöglichen. Jonas näherte sich dabei der von ihm selbst entworfenen Karosserie mit Hilfe von so genanten Splines (kurzen Stücken von Funktionen), einem Verfahren, das in der Autoindustrie häufig Anwendung findet.

Wer schon einmal versucht hat, Pflanzen aus Stecklingen zu ziehen, hat dafür möglicherweise auch auf das eine oder andere Hilfsmittel wie Weidenwasser verwendet, um die Zuchtergebnisse zu steigern. Große Baumärkte werben dagegen mit „chemischen Wundertüten“. Sie versprechen gute Bewurzelungsergebnisse in kürzester Zeit. Andreas Buchbender untersuchte ihre Wirksamkeit in seiner Facharbeit „Generative Pflanzenvermehrung für Jedermann“. Er kam zu dem Ergebnis, dass die einfachen Hausmittel fast die gleiche Wirksamkeit aufweisen wie die chemischen Präparate, und gab den Zuhörern auch gleich ein Rezept für eigene Zuchtversuche mit auf den Heimweg.

Unsere jüngsten Referenten, Paul Gasber und Sarper Sözer aus der Klasse 5, haben sich im Rahmen der Forscher-AG mit einem technischen Problem auseinandergesetzt: der Tafelreinigung. Sie präsentierten den  „Automatischen Tafelputzer“, mit dem die jungen Ingenieure demnächst auch bei Wettbewerb "Schüler experimentieren" antreten werden (am 26. März an der FH Koblenz – Herzliche Einladung an alle, unsere Jungingenieure anzufeuern). Sie beschrieben, wie sie auf die Idee für ihre Konstruktion kamen und welche Probleme sie zu lösen hatten. Anschließend führten sie den Prototyp vor.

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Christopher Alt verbindet in seiner Facharbeit die Welt der Mathematik mit der des Sports: „Weltrekorde in der Leichtathletik“. Vor den letzten Olympischen Spielen diskutierte man intensiv, ob der Jamaikaner Usain Bolt in Peking einen neuen Weltrekord aufstellen würde. Christopher näherte sich auf mathematischem Wege der Frage, wo die natürliche Grenze für den Menschen liegt, jenseits der keine weitere Steigerung mehr möglich ist. Er näherte dazu die Rekorde der letzten 50 Jahre mit verschiedenen Funktionstypen an und kam zu den Schluss, dass aus mathematischer Sicht der derzeitige Weltrekord von 9,58 s auf 100m wohl noch ein wenig zu verbessern ist, die nächste Steigerung aber erst im Jahre 2032 zu erwarten ist.

Die Biologie-Leistungkurse nehmen regelmäßig an einem Genetik-Praktikum der Universität Mainz teil, von dem Tobias Graf berichtete: „Crime Time – der genetische Fingerabdruck“. Unsere Schülerinnen und Schüler isolierten DNA aus ihren eigenen Mundschleimhautzellen, vervielfältigten sie mittels der PCR (Polymerase Kettenreaktion) und analysierten sie dann durch Auftrennung in einer Gelelektrophorese. Das Praktikum bot den Schülerinnen und Schülern einen eindrucksvollen Einblick in die Welt eines molekularbiologischen Forschungslabors.

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Steffen Schülzchen hat sich in seiner Facharbeit mit „Mathematik auf dem Börsenparkett – Berechnung von DAX und Dow Jones“ auseinandergesetzt. Die Aussagekraft dieser wichtigen Börsenparameter hängt ab von ihrer Berechnung: Während dem Dow-Jones-Index lediglich Durchschnittswerte der Kurse bestimmter Aktien zu Grunde gelegt werden, gewichtet der DAX den Einfluss einzelner Unternehmen abhängig von ihrem Marktwert. Steffen legte Berechnungsverfahren offen und analysierte, welche Auswirkungen verschiedene Ereignisse wie z.B. die Ausschüttung neuer Aktien auf DAX und Dow Jones haben.

Alle Schüler überzeugten durch ihre engagierte und allgemein verständliche Darstellung, so dass sie am Ende verdient viel Applaus erhielten.

Text und Bilder: Helmut Meixner

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