Portugal, mit Stil

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Perfekte Location

Keiner von uns bereut es, sein Kreuzchen für Portugal gemacht zu haben. Die Wahl „Cascais“ war mehr als richtig. Unser altes Fischerdörfchen liegt direkt an der Mündung des Tejos in den Atlantik und hat anders als die vielen Nachbarstädte Lissabons sein gemütliches und traditionelles Flair nicht für den Tourismus aufgegeben. Die Gassen zwischen den alten Häusern, die Palmen und Sandstrände waren mit ihrer Geschichte und ihren Angeboten wie die gesamte Fahrt eine schöne Mischung aus Studien- und Abschlussfahrt. Auch unser Haus war überraschend modern und jugendlich eingerichtet. Die Zimmer waren einladend und sauber, der Pool verlockend und überall gab es gemütliche Ecken, um sich breit zu machen. Besonders die sauberen und modernen Badezimmer haben uns überrascht. Nur die Küche hätte etwas geräumiger und sauberer sein können, doch nach einer ergiebigen Putzaktion kamen wir auch hier gut zurecht. Die schnell erreichbare Natur Portugals wie der Cabo da Roca, der westlichste Punkt Europas, waren in ihrer Schönheit überwältigend.

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Ohne Sonnenbrille lief gar nichts

Die Flucht vor dem kalten deutschen Herbstwetter ist uns mehr als gelungen. Kaum in Lissabon gelandet, war die Sonnenbrille Pflicht. Lange Hosen und Pullover brauchten wir selbst nachts kaum. Stattdessen waren wir mehr als froh über unseren hauseigenen Pool, nachdem der erstmal von zweieinhalb großen Chlortabletten befreit war. Die hochsommerlichen Temperaturen waren genau richtig für Strandbesuche, unsere große Strandolympiade und einen Strandtag in atlantischen Surferwellen. Regen blieb, wie bestellt, ganz aus und stattdessen brannte uns die Sonne ein portugiesisches Andenken auf die Haut!

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Richtig kochen will gelernt sein

Oh ja! Da wir ein Selbstversorgerhaus gebucht hatten, durfte jede Gruppe einen Tag einkaufen und verköstigen. Da leider nicht nur das Besteck recht knapp war, sondern auch ein Esstisch für alle fehlte, wurde auf der Terrasse auf den Gartenstühlen gegessen. Aber da wir so ein gutes Wetter hatten, war das wahrscheinlich ohnehin die beste Variante. Welche Gruppe in unserer geräumigen Großküche das beste Essen gezaubert hat, ist stark umstritten, doch sei hier erwähnt, dass die Jungengruppe zweifellos am günstigsten alle satt bekommen hat! Typisch portugiesisch haben wir in Lissabon gegessen, nachdem wir auf der Suche nach dem besten Angebot verschiedenen Irrlichtern durch das Kneipenviertel der Hauptstadt gefolgt sind.

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Touri-Stress

Da wir auf einer Studienfahrt waren, durfte Kultur nicht zu klein geschrieben werden. Jeden Tag hieß es für uns aufstehen, Bahn nehmen und dann wandern. Wir sahen beeindruckende Küsten, imposante Kirchen, malerische Dörfer und wurden Bewunderer der südländischen Kultur. Schnelle Bus-  und Bahnfahrten bildeten den Kontrast zu langsamen Bedienungen in den verschiedenen Lokalitäten. Neben Cascais haben wir unter anderem Schlösser früherer Monarchen in Sintra bewundert, die in ihrer Architektur unverwechselbar sind: den Pena-Palast, das Mauren-Kastell und den Palacio Nacional. Auch Belém mit seinem manuelitischen Bauwerken, dem Torre de Belém, dem Mosteiro dos Jerónimos und der Kathedrale hat uns mit seinen reichverzierten Bauwerken bezaubert.

Die Jagd durch Lissabon wird uns allen in Erinnerung bleiben. Denn wer sieht schon an einem Tag ganz Lissabon? Gehetzt und am Ende unserer Kräfte mussten wir dennoch eingestehen, dass es sich doch gelohnt hat. Lissabon ist eine schöne Stadt, die auch dem anspruchsvollen Touristen viel zu bieten hat. Wenn man von den sanierungsbedürftigen Wohnhäusern absieht, verbreitet die Stadt ihren alten Charakter auf unterschiedlichste Weise.

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Unter anderem einen Smart gesprengt

Ein Smart ForTwo, 13 Schüler und eine Aufgabe. Alle müssen in den Smart. Doch wie? Stapeln, schieben, quetschen, drücken. Alles erlaubt. Dass dabei der Spiegel, das Armaturenbrett und eine Stoßstange in Mitleidenschaft gezogen wurden, war uns egal. Hauptsache wir haben die Leute vom SmartDay glücklich gemacht. Anschließend wollten wir natürlich auch wissen, wie viele Gartenmöbel in unseren Pool passen: Es waren 15 Stühle, zwei große Tische sowie drei Liegen, die bequem in unserem Pool Platz gefunden haben.

Auf unseren Entdeckungstouren hatten wir immer Spaß. So wurden wir Gäste einer Hochzeit im berühmten Hieronymuskloster, Publikum der Erstsemester von Lissabon, die von den Abschlussstudenten vorgeführt wurden, und haben zusammen portugiesische Spezialitäten probiert.
Wir alle haben unsere eigenen verrückten Erlebnisse und Begegnungen in Portugal gemacht, die diese Fahrt sehr unterhaltsam gemacht haben.

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Galante Kleidung im Casino

Roulette, Black Jack und Automaten sind eine faszinierende Möglichkeit stilvoll pleite zu gehen. Um in dieses edle Ambiente zu passen, haben wir uns alle mit Cocktailkleidung und Krawattenanzügen herausgeputzt, die Haare vor Pomade triefen lassen und, obwohl wir nachts unterwegs waren, uns mit der Sonnenbrille den letzten Schliff gegeben. Nach einer halben Stunde, teilweise hochhackig, über die Strandpromenade sind wir in diesen Outfit endlich bei Europas größtem Spielcasino angekommen. Kaum drinnen, mussten wir erst einmal unsere Vorurteile überdenken – wir waren zwischen T-Shirts und kurzen Hosen eindeutig overdressed.

An diesen Abend hatten wir nicht nur hohen Besuch von Dörte, die eigens hierfür aus Deutschland eingeflogen war, sondern auch ein Geburtstagskind, was uns reichlich Anlass gab, würdevoll in unserer schicken Abendgarderobe zwischen den Tischen zu wandeln. Die Bilanz des Abends waren 10 (teilweise hohe) Verlierer, 2 glückliche Gewinner und nur 2, die wieder beim Starteinsatz ausgekommen sind. Zufrieden waren trotzdem alle und wir haben viel gelernt von anderen sehr verschwenderischen Casinogästen und unserem eigenen teilweise erschreckenden Spielrausch.

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Alle Mann dabei

Naja fast... Wir waren mit 25 Schülern und unseren beiden Begleitern Frau Schüller-Rees und Herrn Meixner unterwegs. An sich eine sehr gute Anzahl: Viele, die mit waren, aber nicht zu viele, sodass man mit jedem in dieser Woche Zeit verbringen konnte. Doch um spontan in Lissabon mit allen essen zu gehen, waren wir wohl doch schon eine zu große Gruppe.

Nur Dörte konnte leider aus gesundheitlichen Gründen nicht mitfliegen, aber sie hat es immerhin geschafft für die eine Nacht im Casino zu uns zu stoßen. Aber auch wenn sie nicht unter uns stand, war sie ebenso wie Jonathan, der wie geplant in Deutschland geblieben war, immer in Gedanken anwesend. Ich glaube, kein Gruppenbild ist geschossen worden ohne mit einem beherzten „Dörteeee“ oder „Joniii“ die Zähne zu zeigen. Trotzdem waren wir für das Haus noch eine Person zuviel. Es fehlte ein Bett, sodass wir uns für eine Person etwas besonderes ausdenken mussten. Aber da sagt wohl ein Bild mehr als tausend Worte...

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Lange Nächte

Ob wir die Nacht nun außer- oder innerhalb Cascais verbrachten: Jede hatte ihren eigenen Charakter. Wir saßen an Steilküsten zusammen, ließen uns von Einheimischen die Clubs und das Nachtleben von Cascais zeigen, einige von uns feierten in den Clubs von Lissabon. Jeden Abend rückten wir immer ein bisschen näher zusammen. Auch die Nächte im Hostel wussten wir zu überstehen. Kartenspiele, eine Spielekonsole und Gruppenspiele wie Werwölfe ließen uns das Ende unserer Schulzeit gemeinsam genießen. Man kann sagen, dass keine Nacht vor 3 Uhr ruhig und besonders der große Abschluss unserer Fahrt ein gemeinschaftliches Erlebnis war.

Unsere Abschlussfahrt hat alle Erwartungen übertroffen und ist uns ein unvergesslicher Abschied geworden. Wir möchten ganz herzlich unseren beiden Betreuern Frau Schüller-Rees und Herr Meixner dafür danken!

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Text: Daniel Rattay und Leonhard Wolscht, Bilder: Simone Biel, Leonhard Wolscht (alle Jgst. 13)

 

 

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