Am 2.Juli nahmen wir, die Physik AG, bestehend aus Schülern der 8. Klassen, am 1. Solarboot-Cup in Rheinland-Pfalz teil. Teilnehmen konnten alle Boote, die ausschließlich durch Solarenergie betrieben wurden. Die Solarzellen wurden uns von freundlicherweise durch die Firma Solarworld AG in Bonn zur Verfügung gestellt. Mit unserem Boot "NW-Solarexpress", an dem wir ungefähr 1 1/2 Monate gearbeitet hatten und für das wir viele Messungen durchgeführt hatten, wollten wir an diesem Sonntag einen relativ guten Platz belegen und zeigen, was wir geschafft hatten. Wir wussten, dass es Punkte für das Design des Bootes, die Dokumentation und Präsentation, das Durchhaltevermögen und auch die Leistung des Bootes gab.
Für alles, ausgenommen das Designs des Bootes, hatten wir uns ziemlich gute Chancen erhofft. Unser Boot fuhr, die Leistung des Motors war auch gut und unsere Dokumentation, in Form eines Plakates, war die beste der dort zu sehenden.
Doch dann kam am Sonntag die erste Enttäuschung: Unser Boot war mit eins der am schlechtesten aussehenden Solarwasserfahrzeuge. Obwohl man dazu sagen muss, dass auf Styropor keine uns bekannten Farben im Wasser halten. Des Weiteren hatten einige Teams bereits an anderen Wettbewerben teilgenommen und verfügten somit über mehr Erfahrung.

Aber zum Glück gab es anfangs nicht nur Enttäuschungen. Wir bekamen alle ein T-Shirt, eine Sonnencape, einen Schlüsselanhänger samt Ausweis und Essensgutscheine. Der Wettbewerb wurde von der EUS-Stiftung (Energie, Umwelt und Soziales) organisiert und finanziert.
12:40 Uhr. Unser Boot wurde zu Wasser gelassen und ging nicht unter, was wir zwar vorher schon gewusst hatten, aber es ist immer wieder erwähnenswert und außerdem war das Boot zuvor noch nie auf der Mosel, sondern immer nur auf dem Rhein gefahren . Aber dann... Als wir das Boot fahren lassen wollten, funktionierte dies nur ein paar Meter und dann schipperte der Solarexpress ohne Führung auf der Mosel herum. Wir alarmierten sofort die Feuerwehr, um die anderen Teilnehmer der Regatta nicht zu behindern.
Doch bevor die Feuerwehr uns half, konnten wir unser Boot wieder steuern und versuchten erneut, es zum Start zu fahren. Dann setzte die Fernbedienung wieder aus und ein Schwimmer musste es zurück ans Ufer ziehen, wo es dann von uns untersucht wurde, um den Fehler festzustellen. Leider konnten wir für diese Aufgabe keine Punkte bekommen, da wir keine einzige Runde geschafft hatten. Aber wir hatten immer noch die Hoffnung auf einen relativ guten Platz, da die Leistung und die Dokumentation auch noch gewertet wurden.
Um ca. halb drei machten wir uns dann auf den Weg zum Leistungsprüfstand. Wir hofften auf eine gute Bewertung, doch wie wir später erfuhren, wurde dieser Teil der doch nicht gewertet und gerade der war bei uns gut gewesen.
Damit war der Tag auch eigentlich schon abgeschlossen, es lag nur noch die Preisverleihung vor uns. Wir hofften auf einen der mittleren Plätze, bekamen jedoch nur den ... 28. Platz von ungefähr 32 Teilnehmern. Doch genau dieser schlechte Platz hat unseren Ehrgeiz geweckt, sodass wir im nächsten Schuljahr ein neues, verbessertes Boot bauen und mit diesem dann hoffentlich einen der vorderen Plätze belegen werden.
Und hier kann man unser Boot in einem
kleinen Filmausschnitt bewundern.
Caroline Schwippert, Marion Wallek , 9c