Oops...

Ihr Browser unterstützt die Website leider nur teilweise und stellt diese falsch dar.

Wenn Sie auch die optimale Darstellung erhalten möchten, müssen Sie Ihren Browser aktualisieren, oder in manchen fällen wechseln.
Der Button führt Sie zu einer Übersicht in der Sie erfahren was Sie momentan verpassen! Außerdem gibt es Hilfe und Links zu allen aktuellen Browsern, die die Website unterstützen.

mehr Informationen

vielleicht später...

Diese Website benutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität zu bieten. Durch das Verwenden dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir auf Ihrem Gerät Cookies verwenden dürfen. mehr Infos OK

Erfolgreicher Abschluss der Vorlesungsreihe am RAC

Gepostet am 18. Juni 2019 | Interkulturelles, RheinAhrCampus, Wirtschaft

Der jährliche International Day am 5. Juni an der Hochschule Remagen bot den Rahmen für die letzte Veranstaltung der auf insgesamt zehn Vorlesungen ausgelegte Reihe für die Wirtschaftsgruppe der 9. Klassen des Franziskus Gymnasium. Am International Day präsentieren sich die internationalen Kooperationspartner des RheinAhrCampus (RAC) am Remagener Standort. Im Wahlpflichtfach Wirtschaft ist am Franziskus Gymnasium Nonnenwerth der Besuch der Vorlesungsreihe obligatorischer Bestandteil.

Nach der Begrüßung durch Dr. Borgmann (Leiter Sprachen und Internationales) hatten unsere Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, an den zahlreichen Ständen sich über die Austauschkontakte des Campus zu informieren. Besonders interessant waren neben den „gewöhnlichen“ wie Australien, Kanada und fast allen europäischen Ländern, die Stände von Georgien, Aserbaidschan und Bhutan. Da kam man schnell ins Gespräch – welche Sprache spricht man da? Welche Studiengänge werden angeboten? Dr. Borgmann erwähnte, dass es für jede/n zweite/n Student/in hier am RAC ein Stipendium für ein Auslandssemester gibt. Eine wirklich tolle Relation im Vergleich zu großen Universitäten, wo es in der Regel nur für jeden hundertsten Studenten eine solches Angebot gibt!

Im Sommer gibt es die sog. Summer School, zehn Tage in einer der Partneruniversitäten. Der RAC überlegt, ob Nonnenwerth nicht 2 Plätze dafür reserviert bekommt. Das hieße für das Jahr 2020: ab nach Tiflis!! Wir sind sehr gespannt und freuen uns auf diese außergewöhnliche Möglichkeit.

Danach erwartete uns Frau Prof. Magdalena Stülp zu einem sehr interessanten Vortrag über interkulturelle Kommunikation. Sie begann mit einem Gespräch zur Frage „Was ist für euch Kultur?“, ging danach über die Wurzeln und Orientierungsgruppen für jedes Individuum zur Bedeutung von Kultur für jede Gesellschaft. „Es begegnen sich niemals Kulturen, sondern immer Menschen“, so ihre dezidierte Position zum Thema. Dennoch ist es für uns alle wichtig, dass wir uns des kulturellen Hintergrundes eines jeden bewusst werden. Dafür gibt es am RAC spezielle Kurse in „interkultureller Kompetenz“.

Wie lustig dies sein kann, machte sie für unsere Gruppe anhand einer Simulationsübung deutlich. Jeder bekam eine Karte mit einer Begrüßungsform. Die SuS sollten dies lesen, anwenden, ohne zu sprechen, und so versuchen herauszufinden, wer zu ihrer Ethnie gehört; z.B. Neuguinea (emotionale Umarmung), Inuit (mit Faustschlag an den Kopf), sich Abklatschen (Duango), das indische Namatse, an den Wangen riechen und die Nasen reiben (Mongolei). Danach führte jede Gruppe, die sich gefunden hat, ihr Begrüßungsritual vor und man tauschte sich darüber aus, was man am besten fand. Es wurde auch deutlich, wie unangenehm manche Form für einen ist, eben weil man sie als ungewohnt und fremd empfindet.

Zum Schluss behandelte Frau Prof. Stülp anhand des Kommunikationsmodells von Schulz-von-Thun die Besonderheiten und Probleme von Kommunikation. So beinhalten Sätze wie z.B. „Du, da vorne ist grün“ sehr unterschiedliche Botschaften, nämlich die vier Ebenen Sachbotschaft, Appell, Selbstoffenbarung und die Beziehungsebene. Was beim Empfänger davon wahrgenommen wird, kann somit durchaus unterschiedlich sein.

So ist die verbale Kommunikation, die Bedeutung von Begriffen vielfach kulturabhängig (z.B. „friend“ im angelsächsischen Raum und bei uns). Und erst recht wird es diffizil, wenn man von der verbalen Kommunikation auf die non-verbale Ebene wechselt, was z.B. beim Begrüßungsritual deutlich wurde.

Kommunikationsstile (Direktheit, Emotionalität, Förmlichkeit, Nachdrücklichkeit, Selbstdarstellung, Offenheit, persönliche Themen) bildeten den Schlusspunkt der Vorlesung. Oft sind hiermit interkulturelle Kommunikationskonflikte verbunden, weil z.B. im asiatischen Raum Direktheit und Offenheit als unhöflich erscheinen. Deshalb brauchen wir interkulturelle Kompetenz: „Nehmen Sie mit, dass das, was für Sie selbstverständlich und normal ist, für den anderen ganz ungewöhnlich und fremd sein kann. Und umgekehrt.“

Wir bedanken uns ganz herzlich für die tolle Zusammenarbeit bei allen Lehrenden des RAC und bei der Koordinatorin Frau Müller, die mit mir schon die Veranstaltungen für das kommende Schuljahr plant und mit den Unterrichtenden abstimmen wird.

Die Professorin bat dann noch um Feedback zu den Veranstaltungen insgesamt. Hier eine Auswahl:

„Ich fand viele Veranstaltungen sehr interessant, weil man fürs Leben was mitnehmen kann.“ (Maria)

„Die Inhalte, die man gelernt hat, konnten wir sehr gut anwenden.“(Julia)

„Man hat einen tollen Einblick in die BWL bekommen.“ (Miriam)

„Sehr komplexe Themen wurden oft super zusammengefasst und uns nahegebracht.“ (Vincent)

„Gut waren die Vorlesungen, die durch Powerpoint unterstützt wurden. Da fiel uns das Mitschreiben leichter.“ (Sascha)

„Für diejenigen, die sich für Wirtschaft interessieren, gab es ein richtig profundes Fachwissen, interessant und für uns Schüler sehr gut aufbereitet. Vielen Dank!!“ (Vincent)

Der Applaus der ganzen Gruppe folgte auf diese Aussage – nach Korrektur von Frau Stülp: „Hier an der Uni klopft man auf die Tische“, konnte man ein frenetisches Klopfen hören.


Text: Astrid Heilmann-Cappel
Fotos: Astrid Heilmann-Cappel