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2. Adventswoche – Träumen von Solidarität

Gepostet am 8. Dezember 2019 | Inselleben, Schulseelsorge

Impuls: Hülya Feise – Ich habe einen Traum von Solidarität

Ich träume von einer Gesellschaft, in der sich alle Menschen auf Augenhöhe begegnen können. In dieser Gesellschaft gibt es keine Trennung zwischen Deutschen und Migranten. Die Menschen akzeptieren sich gegenseitig. Sie begegnen einander mit echter positiver Toleranz und nicht mit einer negativen Toleranz, die mich an Gleichgültigkeit erinnert. Jeder Mensch ist wertvoll.

Diese Erkenntnis wird die Gesellschaft von innen heraus stärken, so dass eine Spaltung von außen nicht mehr möglich ist. Jeder Mensch hat seine eigene, ganz persönliche Sicht auf die Welt. Um andere Menschen zu verstehen, ist es wichtig, dass wir Meinungsverschiedenheit zulassen und Konflikte aushalten. Die Lösung liegt für mich darin, dass wir miteinander kommunizieren und im Gespräch herausfinden, was den Anderen bewegt. Warum er so ist, wie er ist. Warum er sein Leben so lebt, wie er es lebt. Respekt vor der Meinung anderer Menschen, vor ihrer Art zu leben, vor ihrer Weltanschauung, ist für mich die Basis einer demokratisch-freiheitlichen Gesellschaft, die auch in der Zukunft überlebensfähig sein will. Ich wünsche mir, dass wir alle daran arbeiten, dass diese Gesellschaft entsteht. Eine gleichberechtigte Gesellschaft, frei von Ausgrenzung, Intoleranz, Gewalt und Rassismus (…)[1]

Impulsfragen zum Text von Hülya Feise und zur Bibelstelle: „Gott erschuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes erschuf er ihn“:

  • Was meint Martin Buber, wenn er sagt: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“?
  • Warum ist jeder einzelne Mensch eigentlich wertvoll?
  • Was geschieht im mir, wenn ich eine andere Meinung zulasse?
  • Welchen Sinn hat dieser Spruch: „Mensch und Mensch begegnen, Berg und Berg begegnen nicht.“ (Rabbi Jehuda)
  • Wann ist es lohnenswert oder sogar notwendig Konflikte auszuhalten?
  • Könnte es eine Botschaft des Advents sein: „Der wahre Ort der Verwirklichung ist die Gemeinschaft, und die wahre Gemeinschaft ist die, in der das Göttliche sich zwischen den Menschen verwirklicht.“ (Martin Buber)

[1] Veröffentlicht am 17. Januar 2015 von Hülya Feise. Sie engagiert sich als Leiterin von gEMiDe (gesellschaftliches Engagement von Migrantinnen, Migranten und Deutschen) für Integration und Gleichberechtigung 2014 zeichnete Bundespräsident Joachim Gauck sie mit der Bundesverdienstmedaille am Bande aus.


Foto: pixabay.com