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Impuls zum 3. Advent: „Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht.“ (Joh 1,10)

Gepostet am 13. Dezember 2020 | Blog, Schulseelsorge

Ein Herr tritt ein.
„Ich bin’s“, sagt er.
„Versuchen Sie es noch einmal“, rufen wir.
Er tritt erneut ein.
„Hier bin ich“, sagt er.
„Es ist nicht viel besser“, rufen wir.
Wieder betritt er das Zimmer.
„Es handelt sich um mich“, sagt er.
„Ein schlechter Anfang“, rufen wir.
Er tritt wieder ein.
„Hallo“, ruft er. Er winkt.
„Bitte nicht“, sagen wir.
Er versucht es wieder.
„Wiederum ich“, ruft er.
„Beinahe“, rufen wir.
Noch einmal tritt er ein.
„Der Langerwartete“, sagt er.
„Wiederholung“, rufen wir, aber ach, nun haben
wir zu lange gezögert, nun bleibt er draußen, will
nicht mehr kommen, ist weggesprungen, wir sehen
ihn nicht mehr, selbst wenn wir die Haustüre öffnen
und links und rechts die Straße schnell hinunterschauen.

Reinhard Lettau

Impulsfragen:

  • Wie kann das sein, das ich manchmal etwas nicht sehe, was direkt vor meiner Nase ist?
  • Inwieweit beeinflusst meine selektive Wahrnehmung meine Leben?
  • Was ist, wenn dieser blinde Fleck in mir ausgerechnet die Liebe Gottes wäre?
  • Inwieweit kann ich mich mit dieser Aussage identifizieren: „Es hört doch jeder nur, was er versteht“ (Goethe)
  • Und wenn ich mir von ganzem Herzen wünschte, dass Gott mich endlich besucht – wäre es für mich vielleicht doch nicht besser, wenn er mich vorher fragte, ob ich das überhaupt ertragen würde?
  • Wie kann ich mich auf die Ankunft Gottes vorbereiten?
  • Wie wirkt auf mich diese Satz: „Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen.“ (Mt 5,8)
  • Wie naiv muss man eigentlich sein, um dieses Gebet ernsthaft zu beten: „Ich bin klein, mein Herz mach rein. Soll niemand drin wohnen als Jesus allein“.
  • Wie kann Jesus in meinem Herzen wohnen?
  • Und was würde passieren, wenn der „Langerwartete“ ausgerechnet am Weihnachten in meinem Herzen geboren würde?
  • Wie wäre es, aus Dankbarkeit für jeden Moment meines Lebens diese Liebe an die weiterzugeben, die sie heute am meisten bedürfen?

Text: Reinhard Lettau; Impulsfragen: Marius Trzaski
Foto: pexels.com