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Plan B(iologie) – Vorlesungen und Lernen am Objekt statt Unterricht

Gepostet am 27. Oktober 2018 | Biologie, Exkursionen

Der Biologie-Leistungskurs der MSS 11 von Frau Latus nutzte einen der durch das Niedrigwasser bedingten freien Schultage für eine Exkursion in die Bonner Universität sowie den dortigen botanischen Garten. Es berichtet Anastasia Brejza:

Nachdem wir uns gegen 8 Uhr morgens am Bonner Hauptbahnhof zusammengefunden hatten, machten wir uns gemeinsam zu unserem ersten Programmpunkt des Tages auf: zu einer Vorlesung über Allgemeine Biologie und Zellbiologie. Da die Vorlesung auf Englisch gehalten wurde und das Thema dieser Sitzung einen sehr anspruchsvollen Stoff behandelte, hatten wir zwar zum Teil Verständnisschwierigkeiten, das Wichtigste kam bei uns jedoch an: Zum einen, dass Englisch in der Wissenschaft einen hohen Stellenwert besitzt und zum anderen, dass viele Gene, die für die Embryonalentwicklung eine Rolle spielen auch später wieder aktiv werden, wenn es um die Immunantwort geht.

Daraufhin folgte eine kurze Stärkung bei einer nah gelegenen Bäckerei, ehe wir die zweite Station des Ausfluges angingen: den botanischen Garten. Dieser wurde uns von einer sympathischen Botanikerin vorgestellt. Zuerst machten wir eine Runde durch den Nutzgarten, in dem uns unter anderem die Pflanze des Monats, die Kiwi sowie Feigen, Hanf und Hopfen gezeigt wurden, deren wirtschaftlicher Nutzen, aber auch die Geschichte zur Nutzung nicht zu kurz kamen. Hier konnten wir direkt auch Bezüge zu unseren Unterrichtsthemen aus der Ökologie ziehen. Feigenwespe und Feige besitzen z.B. eine mutualistische Beziehung und die Verteidigung einiger Pflanzen gegen Fressfeinde wurde näher beleuchtet.

Anschließend ging es weiter zum Schlossgarten. Dort lernten wir den „Dinowald“ mit seinen riesigen Mammutbäumen, Farnen und vielen Fossilien aus dem Hambacher Forst kennen. Hier erhielten wir also einen Einblick darüber, wie das Ökosystem vor der Eiszeit ausgesehen haben muss. Weiter ging es durch den großen Schlossgarten und wir erhielten Informationen über den Eukalyptus und den weiblichen sowie männlichen Ginkobaum, von dem auch ein Individuum auf unserer Schule zu finden ist. Trotz des Nieselregens und der herbstlichen Kälte ließen wir uns von der gelernten Botanikerin wissbegierig belehren und kamen dann zur letzten Station des botanischen Gartens: dem Gewächshaus.

Hier erwarteten uns völlig andere Pflanzen als die, die uns draußen begegnet oder aus der Umgebung bekannt waren. So machten wir eine Rundreise durch die unterschiedlichen Ökosysteme der Welt: Regenwald mit Bananen-, Kakaopflanzen; Wüste mit Sukkulenten- Pflanzen. Zugegeben, ich war auch abgelenkt von dem Leguan, der das Gewächshaus ebenfalls bewohnte, vor allem, während er sich uns gezeigt hatte. Zum Schluss unserer Führung wurde uns live der berühmte „Lotuseffekt“ gezeigt.

Was ich aus der Führung auf jeden Fall mitnehmen kann, ist, dass viele verschiedene Pflanzen in der Geschichte, vor allem der politischen, eine große Rolle gespielt haben und, dass unsere Erde von unfassbar schönen und interessanten Bäumen und Blumen bewohnt wird. Nach der Führung folgte eine kurze Unterrichtseinheit im Seminarraum des botanischen Gartens, in der wir über das Gesehene und Erzählte reflektieren konnten bzw. unser bisheriges Wissen anwenden sollten.

Um zwölf Uhr begaben wir uns dann zu der zweiten Vorlesung des Tages, die von Allgemeiner Mikrobiologie handelte (und dieses Mal nicht auf Englisch gehalten wurde!). Da wir die Themen, den Stickstoffkreislauf, Gärungsprozesse und Proteinbiosynthese, schon letztes und dieses Schuljahr im Unterricht durchgenommen hatten, fiel es uns dieses Mal leicht, dem Professor zu folgen. Danach war der „schulische“ Teil der Exkursion schon erledigt. Als Belohnung folgte noch ein Besuch im Restaurant, wo wir im gemütlichen Beisammensein miteinander aßen und redeten, ehe es nach Hause ging.

Alles in allem, war der Ausflug sehr interessant und spannend. Man hat viel Neues gelernt und einen ersten Einblick auf die Vorlesungen bekommen, die uns im Studium noch reichlich begegnen werden. Außerdem war es eine schöne Abwechslung zu den Bergen an Hausaufgaben, die wir während der unterrichtsfreien Zeit erledigen müssen. Deshalb ein großes Dankeschön an Frau Latus, die sich um die ganze Planung gekümmert und uns diese kleine Exkursion ermöglicht hat!


Text: Anastasia Brejza (MSS 11)
Fotos: Jeanette Latus, Sandra Wittemann (MSS 11)