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Interessantes rund ums Geld – Leiter des Stabs des Präsidenten der Bundesbank Mainz zu Gast

Gepostet am 25. Oktober 2020 | Wirtschaft

Viele Antworten auf ihre Fragen rund ums liebe Geld erhielten Nonnenwerther Schülerinnen und Schüler der Jgst. 8 von Referent Michael Schiff. Der Leiter des Stabs des Präsidenten der Bundesbank war zu Gast beim Franziskus Gymnasium und begeisterte mit seinem interessanten und spannenden Vortrag.

Es berichten Constance Beducker und Paulina Aureila Weber:

Am Donnerstag, dem 8. Oktober 2020, kam Michael Schiff auf Einladung von Frau Heilmann-Cappel in unsere Schule, um den zwei Wirtschaftskursen der 8. Klassen Fragen über Geld zu beantworten.

Er hat uns als Erstes über die Funktionen von Geld erzählt. Früher hat man sich untereinander Sachen gegen andere Sachen getauscht, um das zu bekommen, was man gebraucht hat (z.B. ein Pferd gegen 15 Brote). Geld wird häufig auch als Transaktionsmittel bezeichnet. Die Funktionen von Geld sind, dass man es als Tausch- und Zahlungsmittel benutzen kann, aber auch als Recheneinheit sowie als Wertspeicher. Geld wird nicht schlecht, deshalb kann man es sparen und mit ihm dauerhaft wirtschaften. Er hat uns auch erklärt, wieviel ein Geldschein bei der Produktion kostet. Ein 5-Euro Schein zum Beispiel kostet bei der Produktion nur ca. 10 Cent, da er aus Baumwollpapier besteht. Auch wenn die Produktion anderer Banknoten kostenaufwändiger ist, da ab dem 20-Euro Schein auch ein Hologramm hinzugefügt wird, braucht es Vertrauen gegenüber dem Geld, um den Scheinen ihren Nennwert zu „glauben“.

Als Nächstes informierte er uns über die Bundesbank. Das richtige Vermögen der Bundesbank konnte er uns zwar nicht verraten, aber er hat uns eine grobe Zahl genannt, nämlich eine Bilanzsumme von über 1 Billion Euro – eine 1 mit 12 Nullen.

Es gibt 35 Filialen in ganz Deutschland, in denen 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sind. Die Zentrale liegt in Frankfurt am Main. Die Bundesbank hat Goldreserven von über 150 Mrd. Euro, 750 Mrd. Euro Banknoten ausgezahlt, sowie 570 Mrd. Euro Wertpapiere und führt unbare Zahlungen im Volumen von 225 Billionen Euro pro Jahr durch. Die Goldreserven sind für finanzielle und wirtschaftliche schwierige Zeiten vorgesehen, wenn z.B. die Finanzwelt ins Trudeln geraten sollte. Die eine Hälfte der Goldreserve wird in New York und in London gelagert, die andere unter strenger Beobachtung in der Zentrale in Frankfurt.

Als Nächstes erklärte Michael Schiff uns ein paar Fachbegriffe. Wenn man einen Kredit aufnimmt, leiht man sich Geld von der Bank. Eine Anleihe nennt man, wenn ein Staat Geld von Geldgebern benötigt. Eine Hypothek ist eine entstandene finanzielle Belastung eines eigenen Grundstückes oder Immobilienbesitzes. Durch Steuereinnahmen und Anleihen bekommt ein Staat Geld. Die Banken bekommen ihr Geld durch Kunden.

Was er uns auch erklärt hat ist, dass die Bundesbank keine richtige Bank ist. Bei ihr kann man beispielweise kein Konto anlegen. Sie leiht anderen Banken Geld und macht somit Geschäfte mit ihnen. Sie versorgt die Banken mit Bargeld und sorgt auch dafür, dass es weniger Fälschungen gibt (pro Jahr ca. 60.000 €) und dass die Preise der Produkte nicht steigen. Er warnte uns auch, dass die Geldfälscher eher 20 oder 50 Euroscheine fälschen und dass wir bei solchen Scheinen besonders vorsichtig sein sollten. Das durchschnittliche Leben einer Banknote beträgt bei einem 5-Euro-Schein ca. ein Jahr.

Michael Schiff erklärte uns, dass beschriebenes, beschmiertes und kaputtes Geld geschreddert wird. Pro Jahr werden knapp 15 Milliarden Banknoten von der Bundesbank bearbeitet.

Ein paar Schüler interessierten sich auch, warum die Zinsen derzeit so tief sind. Daraufhin erklärte er uns, dass diese niedrigen Zinsen die Wirtschaft stärken sollen, indem mehr Nachfrage getätigt und so so die derzeit zu niedrige Inflation etwas erhöht wird.

Zum Abschluss bekam jede/r von uns als Geschenk ein Tütchen mit geschredderten Euroscheinen – ob wir die wohl zusammengesetzt bekommen? – und eine Broschüre über unser Geld.

Wir hatten noch viele Fragen z.B. zum Thema digitales Geld – aber die Zeit war leider zu Ende. Herr Schiff bot uns an, über unsere Wirtschaftslehrerinnen Frau Gräfe und Frau Heilmann-Cappel die restlichen Fragen per Mail zu stellen.

Es war eine sehr interessante und spannende Stunde, in der wir alle sehr viel gelernt haben. Herzlichen Dank an Herrn Schiff!


Text: Constance Beducker und Paulina Aureila Weber (beide Klasse 8b)
Foto: Sören Ahlhaus