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Unterricht in Corona-Zeiten: Bereits über 4.200 Unterrichtsstunden per Videokonferenz am FGN

Gepostet am 15. Mai 2020 | Digitalisierung, Inselleben, NaWi, Schulentwicklung

Mittwochmorgen, 7:50 Uhr in einem Niederzissener Kinderzimmer: Fünftklässlerin Maja hat bereits den PC hochgefahren und sich in das virtuelle Klassenzimmer ihrer Lehrerin eingeloggt. Im Unterricht per Videokonferenz läuft dann fast alles wie im echten Klassenzimmer: Plenums- und Einzelarbeitsphasen finden statt und auch Gruppenarbeiten in separaten virtuellen Räumen.

Was für die meisten Schülerinnen und Schüler in Deutschland noch lange keine Realität ist, ist für Maja längst Routine. Bereits unmittelbar nach den bundesweiten Schulschließungen hatte ihre Schule, das Franziskus Gymnasium Nonnenwerth (FGN), vollständig auf digitalen Unterricht per Videokonferenz umgestellt. Über 4.200 Stunden virtuellen Unterrichts hat das Kollegium des FGN seither bereits auf diese Weise gehalten. Anstatt bloß Arbeitsblätter bereitgestellt zu bekommen, sieht Maja ihre Lehrerinnen und Lehrer täglich zu den gewohnten Zeiten, denn der Onlineunterricht folgt ihrem ganz normalen Stundenplan.

Im Fach Naturwissenschaften bei Frau Dr. Witzel-Schlömp arbeitet Maja gerade an einer Präsentation über das Planetensystem. Dass ihr Produkt ein analoges Plakat und keine digitale Präsentation wird, ist durchaus gewollt: „Gerade Kinderaugen müssen sich noch entwickeln. Wenn unsere Schülerinnen und Schüler durchgehend nur auf den Bildschirm schauen würden, wäre das nicht gut. Daher setzen wir gezielt Arbeitsphasen ein, in denen mit Stift und Papier gearbeitet wird“, erklärt Witzel-Schlömp.

Die Auswertungsphase in der nächsten Stunde läuft hingegen wieder vor allem virtuell ab: Die Schülerinnen und Schüler haben ihre Plakate fotografiert und in ein „Padlet“, ein Tool für digitales kollaboratives Arbeiten hochgeladen. Hier können sie nun in einem virtuellen Rundgang die Ergebnisse ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler betrachten, bewerten und kommentieren. Für ihr Informationsplakat über den Saturn sammelt Maja übrigens reichlich Sterne und lobende Kommentare: „Sehr cooles Plakat, es ist sehr schön geworden!“, schreibt ein Mitschüler – und auch Lehrerin Witzel-Schlömp ist mit den Ergebnissen sehr zufrieden.

Während an anderen Schulen seit Kurzem wieder einzelne Schülergruppen tageweise Präsenzunterricht erhalten, bleibt das FGN zunächst beim digitalen Unterricht per Videokonferenz. „Unsere Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern sind wie wir von unserem Konzept in der aktuellen Situation überzeugt. Wir setzen niemanden unnötigen Infektionsgefahren aus und können alle Schülerinnen und Schüler jeden Tag gemäß ihrem Stundenplan unterrichten“, stellt Schulleiterin Monreal die Vorteile des digitalen Unterrichts heraus. „Vom Ministerium und der zuständigen Behörde wurde uns zudem bestätigt, dass unser Unterricht als Präsenzunterricht zu bewerten ist.“ Einzig für Klausuren kommen die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe derzeit ins gemäß Hygieneplan präparierte Schulgebäude auf die Rheininsel. Bei diesem Anlass erfahren sie dann ein Gefühl, das man aus Schülermund nur selten hört: „Ich hätte ja nie gedacht, dass ich es so vermissen könnte, zur Schule gehen zu können“, hört man auf dem Weg zum Klausurraum gleich mehrfach.

Und auch Maja sehnt sich zurück auf die Insel Nonnenwerth: „Ich freue mich schon riesig auf die Zeit, wenn endlich wieder alles normal läuft. Bis dahin ist der Online-Unterricht aber wirklich eine super Lösung!“


Text: Sören Ahlhaus
Foto: privat, Titel: pixabay.com