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Die verschwundene Decke: Wunderliche Nonnenwerth-Geschichten

Gepostet am 3. Juli 2018 | AGs, Inselleben, Schreibwerkstatt

Im Laufe der Zeit hat sich auch manch mysteriöse Geschichte auf der Insel Nonnenwerth abgespielt, wie sich Ordensschwestern erinnern. Eines Tages strandete ein Mann auf der Insel. Zuvor hatte er eine Tour mit seinem Boot gemacht und war dabei durch einen unbekannten Grund abgekommen. Er kam frierend und nass auf Nonnenwerth an und fand durch einen glücklichen Zufall einen geöffneten Hintereingang im Gebäude.

Bestimmt war er froh, dass er nicht mehr draußen in der Kälte bleiben musste und fing sofort an, nach Decken oder sonstigen wärmenden Dingen Ausschau zu halten. Das gesamte Kloster war leer, der Mann muss sich bestimmt gewundert haben, aber er war nur froh, als er in einem der ebenfalls leeren Schlafräume eine Wolldecke fand, in die er sich kuscheln konnte. Nach einiger Zeit machte er sich wieder auf den Weg zu seinem Boot und wurde wie durch ein Wunder auch dabei nicht entdeckt.

Der Grund war ganz einfach: Alle Schwestern befanden sich zu diesem Zeitpunkt in der Kapelle zum Gebet!

Sicherlich hat sich die bestohlene Schwester gewundert, dass ihr eine Decke fehlte. Keiner konnte die Decke finden. Bis der „Dieb“ schließlich auf die Insel zurückkam und das Geheimnis auflöste. Niemand war ihm wirklich böse, da er ja schließlich die Decke zurückbrachte und sich entschuldigte.

Eine andere spannende Geschichte ist die vom „Heiligen Josef“. In der Zeit des 2. Weltkrieges waren bei den Schwestern genau wie bei vielen anderen Menschen die Lebensmittel sehr knapp. Als die Köchin fast nichts mehr zum Kochen hatte, fragten sich die Schwestern, was sie denn jetzt noch essen könnten.

Vielleicht passierte es noch am selben Tag, vielleicht auch erst eine Woche später, das ist nicht bekannt. Aber das Wunder geschah: Ein fremder Mann stand plötzlich vor der Tür und meinte, dass er hier einen Sack Kartoffeln abgeben sollte. Sicherlich waren die Schwestern verwundert, aber freuten sich im selben Moment natürlich auch. Wer der Auftraggeber des Boten war, hat dieser nicht preisgegeben. War es vielleicht der heilige Josef?

Dieser Text ist im Rahmen der AG „Schreibwerkstatt“ entstanden.


Text: Greta Klostermann (Klasse 6b)
Foto: Dieter Peter