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Franziskus Gymnasium beste Schule Deutschlands im Bereich „ökonomische Bildung“

Gepostet am 11. November 2018 | Schulentwicklung, Wirtschaft

Als beste Schule Deutschlands im Bereich Entrepreneurship Education (= unternehmerische Bildung) ausgezeichnet zu werden, das erlebt man nicht alle Tage. Für die Koordinatorin des Unterrichtsfachs Wirtschaft am Franziskus Gymnasium Nonnenwerth (FGN) Astrid Heilmann-Cappel und ihre Fachkollegin Cornelia Zumbruch war es daher eine große Ehre, am 7. November in der Siemens City in Wien die von JA Europe, Europas größtem Anbieter von Bildungsprogrammen für unternehmerische Bildung, vorgenommene Auszeichnung entgegenzunehmen. Gemeinsam mit 17 anderen europäischen Schulen wurde das FGN dort für herausragende Arbeit bei der Vermittlung ökonomischer Bildung ausgezeichnet.

Vertreter der Europäischen Kommission, der österreichischen Handelskammer und Führungskräfte großer Wirtschaftsunternehmen betonten in ihren Ansprachen den Stellenwert des Wirtschaftsunterrichts in der heutigen Zeit. „Die Gesellschaft und die Wirtschaft benötigen immer mehr junge Menschen, die Verantwortung übernehmen, kreativ denken und sich im Team bewähren können“, so Josef Stadlinger, CEO der Siemens Division Building Technologies Österreich. Doch Unternehmergeist, ökonomische Bildung und betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind nicht nur Fähigkeiten, die jungen Menschen Türen in Berufe im unternehmerischen Bereich öffnen, sondern sie führen in der Schule auch zu signifikant besseren Leistungen in anderen Fächern, wie Jarle Tommerbakke, Senior Advisor von JA Europe, die Ergebnisse der jüngsten ICEE-Studie (Innovation & Research Entrepreneurship Education) vorstellte.

Mit zur Auszeichnung des FGN trug bei, dass die Schule seit 2002 eine ausgezeichnete Kooperation mit der Hochschule Remagen pflegt, ein eigenes Curriculum für das Unterrichtsfach „Wirtschaft“ entwickelte und eine Leuchtturmfunktion in der Region hat. So sieht der von Astrid Heilmann-Cappel und ihrem Team entwickelte Lehrplan vor, dass alle Teilnehmer des zweijährigen Wahlpflichtfachs in der 9. Jahrgangsstufe ein eigenes Start-Up-Unternehmen gründen – mit echten Löhnen, echten Steuern, echten Aktionären. Vor kurzem wurde im Zuge des großen Erfolgs einer solchen Schülerfirma sogar eine Patentanmeldung realisiert.

Auch der neue Zertifikatskurs „Wirtschaft und Ethik“, den das FGN für die 10. und 11. Klasse in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie der Pfalz anbietet, wurde bei der Preisvergabe besonders hervorgehoben. „Werte in der Chefetage“ ist das Thema, das bei diesem Kurs im Mittelpunkt steht. Gerade als christliche Schule richtet das FGN hier den Fokus darauf, dass Wirtschaft und Ethik eng zusammengehören und immer wieder neu diskutiert werden müssen. So können die Schülerinnen und Schüler gleichsam ein „Senfkorn“ sein und ihre am FGN erworbenen Kompetenzen im späteren Leben als engagierte und werteorientierte Menschen an verantwortlicher Stelle einbringen.

Der Grundstein für weitere Kooperationen konnte in Wien bei Seminaren mit Lehrern der anderen Preisträgerschulen auch gelegt werden: „Viele neue Freunde in Europa sind gewonnen. Vor allem mit den Schulen aus der Slowakei, Litauen und Finnland haben wir uns zu einem gemeinsamen Projekt verabredet und wir freuen uns sehr, unsere Schulen zu vernetzen“, freute sich Astrid Heilmann-Cappel. Die Erfolgsgeschichte der ökonomischen Bildung auf Nonnenwerth endet also nicht mit dem Entrepreneurial School Award – sie wird stetig weiter fortgeschrieben.

Hier finden Sie den Bericht von unserem Kooperationspartner, dem RheinAhrCampus der Hochschule Koblenz.


Text: Astrid Heilmann-Cappel, Sören Ahlhaus
Fotos: JA Europe