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Geschichte vor Ort erleben: Exkursion zum NS-Dokumentationszentrum in Köln

Gepostet am 27. Mai 2019 | Exkursionen, Geschichte, NW gegen Rechts

Am Donnerstag, dem 11. April, besuchte der 10er Geschichtskurs von Herrn Tempel im Rahmen des aktuellen Unterrichtsthemas „Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg“ das nach den Initialen seines Erbauers Leopold Dahmen benannte EL-DE Haus in Köln. Das heutige NS-Dokumentationszentrum war von 1935 bis 1945 der Hauptsitz der Gestapo in Köln und ist somit zugleich auch ein historischer Ort. Denn im Keller des Gebäudes befinden sich noch im Originalzustand ehemalige Gefängniszellen, in welchen Kriegsgefangene, Fremdarbeiter und Personen, die aktiven Widerstand gegen das NS-Regime geleistet haben, inhaftiert wurden.

Nach einem eigenständigen Rundgang durch das Dokumentationszentrum besuchten wir einen Workshop, der uns in die Thematik „Jugend im Nationalsozialismus“ einführte. In Kleingruppen sollten wir in einem Raum voller Gegenstände, die den Alltag während der NS-Zeit prägten, spielerisch durch Rätsel die Schicksale verschiedener Personen erarbeiten. Bei diesen handelte es sich sowohl um Anhänger als auch um Opfer des Nationalsozialismus wie beispielsweise die Edelweißpiraten. Diese Personen wurden anschließend in Kurzvorträgen dem Gesamtkurs vorgestellt. Wir Schüler evaluierten diesen Workshop als äußerst positiv und wichtig, weil er einen tiefen Einblick in das häufig so grausame Schicksal verschiedener Gruppierungen zur NS- Zeit gewährte, welcher durch Audiosequenzen verstärkt wurde. Anders als durch die Erarbeitung mit Textquellen im Geschichtsbuch wird mehr Nähe zu den Betroffenen aufgebaut.

Danach wurden wir durch die Ausstellung und abschließend durch das ehemalige Gefängnis geführt. Dort konnte man in den kleinen Zellen, in welchen bis zu 30 Leuten untergebracht waren, noch immer deutlich zahlreiche, in die Wand geritzte Texte und Zeichnungen finden, welche oftmals in Fremdsprachen verfasst worden waren. Viele davon bewegten uns sehr, vor allem wenn die Insassen über Sehnsüchte, ihren Hunger und ihre Hoffnungslosigkeit klagten. Im Innenhof des Hauses befindet sich ein mit Spiegeln ausgeschmücktes Denkmal, das an die Opfer des Holocaust erinnert. Dort wurden mehr als 400 Gefangene erhängt oder erschossen, ein Fakt, welcher große Betroffenheit bei der Mehrheit der Schüler auslöste.

Insgesamt bewertet unser Kurs diese zum Teil bedrückende, aber doch wichtige Exkursion als positiv, weil wir es notwendig finden, uns mit der Thematik des Holocaust und des Zweiten Weltkrieges auseinanderzusetzen. Wir hoffen für die nachfolgenden Jahrgänge, dass der Besuch des EL-DE Hauses als fester Bestandteil im Geschichtsunterricht beim Thema Nationalsozialismus eingeführt wird.


Text: Carlota Roob und Gwendolyn Nonnen (MSS 10)
Fotos: Guido Tempel