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Auf hoher (Sorpe-)See: Ein gewässerökologisches Praktikum

Gepostet am 30. September 2019 | Biologie, Exkursionen, MINT

Am Dienstag, dem 17. September, traf sich der Biologie-Leistungskurs der MSS 11 von Frau Schramm noch vor Unterrichtsbeginn an der Schule, um zu einer ganztägigen Exkursion im Rahmen des Unterrichtsthemas „Ökologie“ aufzubrechen. Ziel war die Sorpetalsperre im Sauerland, wo ein gewässerökologisches Praktikum durchgeführt werden sollte:

Nach etwas mehr als zwei Stunden Busfahrt kamen wir gegen 10.15 Uhr an der ökologischen Station der Jugendherberge am Sorpesee an, wo wir auch schon von Herrn Schelte empfangen wurden, der den Kurs betreute und uns durch den weiteren Tag führte.
Zu Beginn führte uns der Stationsleiter durch einen kurzen, aber sehr lehrreichen Vortrag in das Thema „Ökosystem See“ ein, wobei er besonders die Situation der Sorpetalsperre näher erklärte. Schon während seiner Einführung bezog uns Herr Schelte immer wieder mit ein und stellte bei passender Gelegenheit Fragen, sodass wir uns im Gespräch mit ihm aktiv über das Thema austauschen konnten.

Danach folgte der praktische Teil der Exkursion. Hierzu paddelten wir in Gruppen mit Booten auf das Hauptbecken des Sees, um eine Wasseruntersuchung durchzuführen. Aufgrund der größtenteils noch vorhandenen Sommerstagnation, also der stabilen Schichtung des Sees, konnten wir besonders gut mithilfe verschiedener Instrumente die einzelnen Profile der Sorpetalsperre ermitteln. Dabei half uns zunächst der sogenannte Ruttner-Schöpfer, welcher die Entnahme der einzelnen Schichten des Seewassers ermöglicht, weshalb wir diese im Folgenden besonders gut untersuchen konnten. Mit einem pH-Meter beispielsweise, das mit einer sensiblen Glaselektrode verbunden ist, konnten wir den pH-Wert der jeweiligen Wasserschicht ermitteln. Dieser ist unter anderem verantwortlich für das Vorkommen bestimmter Organismen oder beeinflusst die Löslichkeit verschiedener Stoffe. Des Weiteren untersuchten wir die Faktoren Temperatur, Sauerstoff und Leitfähigkeit. Auch bestimmten wir die Sichttiefe mittels einer Secchi-Scheibe oder nahmen Planktonproben. Alle von uns ermittelten Parameter geben Auskunft über die Beschaffenheit des Hauptbeckens. Nachdem wir alle Werte gemessen und in unseren Protokollen festgehalten hatten, machten wir uns wieder auf zur Jugendherberge, wo ein warmes Mittagessen auf uns wartete.

Danach ging es dann auch schon an den zweiten Teil der gewässerökologischen Untersuchung – jetzt war das Vorbecken an der Reihe. Alle Versuche wurden hier wiederholt, sodass es uns später bei der Auswertung möglich war, beide Teile des Sees miteinander zu vergleichen.

Nachdem wir also die Versuchsreihe nun auch am Vorbecken durchgeführt hatten, ging es mit den Ergebnissen ins Labor. Dort teilten wir uns in kleinere Gruppen ein, wobei jede für die Analyse eines Faktors zuständig war. Wenn hierbei Fragen aufkamen, stand uns Herr Schelte mit Rat und Tat zur Seite.

Die ermittelten Analyseergebnisse wurden schließlich tabellarisch zusammengefasst und die einzelnen Faktoren des jeweiligen Beckens in Form eines Graphen dargestellt. So war später eine Auswertung möglich, bei der wir im gegenseitigen Austausch Vorbecken und Hauptbecken des Sorpesees miteinander vergleichen und uns mithilfe der zuvor angeeigneten Kenntnisse die ökologischen Zusammenhänge erschließen konnten.

Damit ging ein ereignisreicher Tag zu Ende. Das gewässerökologische Praktikum am Sorpesee war eine interessante Abwechslung zum Theorieunterricht in der Schule. Das eigene Nachforschen bot noch einmal einen völlig neuen Zugang zu dem Thema, weshalb dieser Kurs eine sehr lehrreiche Erfahrung war.


Text: Jule Annen, Emily Henn (MSS 11)
Fotos: Gabriel Eickholt, Christofer Müller, Stephanie Schramm