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Alles andere als Schnee von gestern: Exkursion zur Wetter-Ausstellung der Bundeskunsthalle

Gepostet am 12. Februar 2018 | Erdkunde, Exkursionen

24 Erdkundeexperten mit einer Kunsthistorikerin auf dem Weg durch eine „Wetter“-Ausstellung – geht das? Am 6. Februar 2018 gelang uns genau das: Wir, der Erdkunde-Leistungskurs der MSS 12, besuchten zusammen mit unserem Stammkursleiter Herrn Wallmeier die Bundeskunsthalle, um uns die Ausstellung „Wetterbericht – Über Wetterkultur und Klimawissenschaft“, anzusehen, damit wir das Klima- und Wettergeschehen mal aus einer anderen Perspektive beleuchten konnten.

Bereits auf der Fahrt nach Bonn konnten wir ein Wetterphänomen beobachten, da es zu schneien begonnen hatte. Schnee und Eis haben eine geringere Dichte als Wasser, was uns direkt das erste Ausstellungsstück (im wahrsten Sinne des Wortes) vor Augen führte: Eine gläserne Träne im Raum „Morgengrauen“, die mit 100 echten Tränen des Künstlers gefüllt war, bildete einen besonderen Einstieg in die Ausstellungsführung. Nachdem wir die dortigen Steinfiguren, welche Wettergötter darstellten, bestaunen konnten, ging der „Tag“ mit dem Ausstellungsbereich „Mittagssonne“ weiter, in dem wir eine chronologische Darstellung von historischen meteorologischen Messgeräten inklusive eines Originalthermometers von Daniel Fahrenheit sahen. Ein außergewöhnlicher Reiz für die Sinne bot sich unter anderem darin, dass in der „Luft“-Abteilung eine Soundinstallation Winde und das Atmosphärengeschehen – in Form von musikalischen Klängen und Geräuschen von Luftfahrzeugen – simulierte.

Nach dem Flug kommt oft der (Ver)Fall: Wir befassten uns daraufhin mit den Exponaten aus den Tiefen unserer Ozeane, wie z.B. den toten, klimageschädigten Korallen, die im Themenbereich „Meer“ ausgestellt waren.

Im „Nebel“ und im „Regen“ wurde es dann künstlerisch: Es gab die verschiedensten Formen der Interpretation von Wetter. So konnten wir uns neben von Niederschlägen geprägten Wassermalereien auch Regenschirme mit dem Clou einer integrierten Stichwaffe ansehen, mit der sicherlich auch der ein oder andere Niederschlag stattgefunden hat. Nach dramatischen Wolkenformationen berühmter Maler wie William Turner oder Otto Modersohn zogen schnell auditive Wolken auf, als wir unseren Weg in Richtung „Sturm“ fortsetzten, wo wir lernten, dass die Analyse und Vorhersage von Wetterdaten in der Kriegsführung, so z.B. am sogenannten „D-Day“, einst entscheidend waren.

Das Highlight war ganz klar die Möglichkeit, in einem Faraday’schen Käfig selbst Blitzen die „Hand zu geben“. Dabei waren wir natürlich durch die erzeugte elektrische Entladung entsprechend geschützt, und konnten zum Abschluss die ebenfalls künstlerisch einfallsreiche Darbietung der „Abenddämmerung“ genießen.

Die einzelnen Räume der Ausstellung vereinten künstlerische, kulturgeschichtliche und naturwissenschaftliche Exponate zu dem aktuellen Thema „Klima“, zu dem wir dank unserer Führung durch die Kunsthistorikerin Frau Dr. Dahmen einen neuen Zugang fanden.

Im vergangenen Halbjahr waren wir – neben der Beschäftigung mit dem Klimawandel im Unterricht – schon zu Gast im Climate Planet auf der Bonner Klimakonferenz. Unser gemeinsamer Ausstellungsbesuch bot uns nicht nur Erklärungen, sondern erreichte uns auch emotional, in dem wir unsere Aufmerksamkeit für die Schönheit des Wetters und des Klimas, aber auch für existentielle Probleme wie den steigenden Meeresspiegel, schärfen konnten.

Dafür, und für diesen reichhaltig informativen Tag, sind wir sehr dankbar!


Text: Malte Harzem (MSS12)
Foto: gemeinfrei (pixabay.com)