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Fastenaktion Woche 5: Meine Zuversicht ist bei Gott

Gepostet am 25. März 2020 | Schulseelsorge

(angelehnt an die Fastenaktion der Evangelischen Kirche: „Zuversicht“ – 7 Wochen ohne Pessimismus)

Impuls: „Biblische Miniatur zu Psalm 62,2-8“ von Susanne Breit-Keßler

Nur bei Gott komme ich zur Ruhe; geduldig warte ich auf seine Hilfe.
Nur er ist ein schützender Fels und eine sichere Burg.
Er steht mir bei, und niemand kann mich zu Fall bringen.
Wie lange noch wollt ihr euch alle über einen hermachen und ihm den letzten Stoß versetzen wie einer Wand, die sich schon bedrohlich neigt, oder einer Mauer, die bereits einstürzt? (…)
Nur bei Gott komme ich zur Ruhe; er allein gibt mir Hoffnung.
Nur er ist ein schützender Fels und eine sichere Burg.
Er steht mir bei, und niemand kann mich zu Fall bringen.
Gott rettet mich, er steht für meine Ehre ein.
Er schützt mich wie ein starker Fels, bei ihm bin ich geborgen.

Friedrich Nietzsche hat eine (übertriebene) Betriebsamkeit einmal folgendermaßen beschrieben: „Man schämt sich jetzt schon der Ruhe – das lange Nachsinnen macht beinahe Gewissensbisse. Man denkt mit der Uhr in der Hand, wie man zu Mittag isst, das Auge auf das Börsenblatt gerichtet.“

In der Ruhe und Besinnung liegt unser Heil. In Stillhalten und Zuversicht gewinnen wir neue Kraft. Dabei bedeutet Ruhe, Stillhalten nicht einfach Feierabend oder nur Faulheit, wie man argwöhnen könnte. Im biblischen Sinn zur Ruhe kommen, das heißt wie ein Geschwächter langsam wieder zu Kräften gelangen, einhalten und Atem schöpfen.

Der Gedanke an Gott den Herrn, dem wir das Leben verdanken, hilft weiter, wenn jemand den Atempausen für die Seele skeptisch gegenübersteht. In einem der beiden Schöpfungsberichte heißt es: „Und so vollendete Gott am siebenten Tag seine Werke, die er machte. Und er ruhte von allen seinen Werken“ (1. Mose 2,2).

Von einer Verpflichtung des Menschen zu eben einer solchen Ruhe verlautet hier nichts. Das kommt dann später in den Zehn Geboten. Aber es ist doch auch von mehr als nur einer innergöttlichen Angelegenheit die Rede. Ruhepausen sind ein Geschenk Gottes – nicht nur am siebenten Tag der Woche. Sie sind ein Angebot, sich wieder einmal auf ein Gespräch mit Gott einzulassen.

Nachzudenken über sich selbst und die Menschen, die einem nahestehen. Auch die Passionszeit schenkt die Gelegenheit zum Atemholen und Nachdenken. Wer diese Möglichkeiten zu nutzen versucht, erlebt das herrliche Gefühl des Baumelns mit der Seele, wie es jemand einmal ausgedrückt hat.

Im Schatten oder in der Sonne stehen, das erste Grün im Garten entdecken, in der Abenddämmerung spazieren gehen, bei einem Glas Wein den Sternenhimmel beobachten – das ist Therapie, die hilft, dem spannungsreichen Alltag mit Gottes Hilfe wieder gelassener entgegenzusehen.

Zu Hause Musik hören, Melodien wie Zweige zum Klettern benutzen, ein Gedicht lesen – das alles sind Gelegenheiten zum Stillwerden. Vielleicht gelingt in einem solchen Augenblick, die fälligen Kurskorrekturen im Leben vorzunehmen. Es ist heilsamer, in Ruhe über Nöte nachzudenken, als nervös zu werden wegen all dem, was mir schwierig erscheint.


Foto: pixabay.com