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Fastenaktion Woche 6: Klopfet an, so wird euch aufgetan!

Gepostet am 2. April 2020 | Schulseelsorge

(angelehnt an die Fastenaktion der Evangelischen Kirche: „Zuversicht“ – 7 Wochen ohne Pessimismus)

Impuls: „Hilfe auf dem Weg zu Mond“ von Christian Engels

Ich habe in den letzten Monaten eine interessante Angst entwickelt. Interessant für mich jedenfalls. Denn es ist für mich an manchen Tagen unmöglich, eine Straße zu überqueren, auch wenn sie noch so schmal ist. Ich habe keine Ahnung, warum das so ist. Aber es macht mein Leben natürlich schwerer. An diesen Tagen brauche ich eigentlich die ganze Zeit jemanden, der mit mir herumläuft, denn sobald ich mich festhalten kann, verschwindet die Angst. Aber auf vielen Wegen bin ich alleine unterwegs, zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit.

Mein Büro ist in der Nähe des Checkpoint Charlie, einer der belebtesten Plätze Berlins. Ich komme mit der U-Bahn an und muss über eine Kreuzung. Vor ein paar Wochen stand ich da und merkte, dass ich niemals über diese Straße kommen würde. Die andere Seite war nur zehn Meter entfernt, aber so weit weg wie der Mond. Die Ampel wurde grün und wieder rot, und ein zweites Mal grün und wieder rot. Ich schaffte keinen Schritt, wurde immer verzweifelter. Eine Frau mit einem Kinderwagen kam neben mich und wartete und lachte mit ihrem kleinen Kind. Ich nahm meinen Mut zusammen und sprach sie an: „Entschuldigen Sie, ich habe eine sehr ungewöhnliche Bitte.“

„Ja”, sagte die Frau, „was denn?”

„Ich habe ein Problem mit Straßen. Dürfte ich Ihren Kinderwagen mit über die Straße schieben?”

„Aber natürlich!’ In diesem Moment wurde es grün, ich legte meine Hand auf den Griff des Kinderwagens und wir schoben den Kinderwagen gemeinsam über die Straße. Etwa in der Mitte des Wegs drehte ich mich zu ihr und sagte: „Vielen Dank nochmal, es tut mir sehr leid, Sie zu stören!’

Und die Frau antwortete: „Aber es ist doch schön, wenn man jemandem helfen kann!’ Dann landeten wir auf dem Mond, kamen also auf die andere Straßenseite, ich ließ den Kinderwagen los und verabschiedete mich.

Klopfet an, so wird euch aufgetan, sagt Jesus. Kein Problem, warum muss man überhaupt daran erinnern? Weil es eben nicht selbstverständlich ist. Ich habe mich aufraffen müssen, weil ich mich für diese Angst schäme. Scham ist ein großes Hindernis. Oder man klopft nicht an, weil man nicht weiß, was der Mensch auf der anderen Seite der Tür sagen wird. Oder aus Angst vor Abweisung. Hinter allem steht, glaube ich, ein Mangel an Vertrauen. Was Jesus sagt, ist: Habt Vertrauen zu bitten. Auch wenn es lächerlich ist, auch wenn ihr euch schämt. Wer anklopft, wird die Hilfe bekommen, die sie oder er braucht.

  • Wann hat mich jemand um Hilfe gebeten? Und wie war das für mich?
  • Weshalb fällt es mir oft schwer um Hilfe zu bitten?
  • Wovor hat man Angst, wenn man sich nicht traut, andere um Hilfe zu bitten?
  • Was löst in mir dieser Satz aus „Denn es handelt sich um deine Habe, wenn das Haus des Nachbarn brennt.“? Horaz
  • „Wer einen Menschen rettet, rettet die Welt.“ aus dem Talmud
  • Worum würde ich Gott nie bitten? Warum?
  • „Ich aber vertraue auf deine Liebe und juble darüber, dass du mich retten wirst. Mit meinem Lied will ich dich loben, denn du, HERR, hast mir Gutes getan.“ Psalm 13,6

Foto: pixabay.com