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Fastenzeit – Woche 5: Geht doch!

Gepostet am 17. März 2021 | Schulseelsorge

„Da sagte Abram zu Lot: Zwischen mir und dir, zwischen meinen und deinen Hirten soll es keinen Streit geben; wir sind doch Brüder. Liegt nicht das ganze Land vor dir? Trenn dich also von mir! Wenn du nach links willst, gehe ich nach rechts; wenn du nach rechts willst, gehe ich nach links.“ (Gen 13, 8-9)

Impuls

Eine Gesellschaft Stachelschweine drängte sich an einem kalten Wintertage recht nah zusammen, um sich durch die gegenseitige Wärme vor dem Erfrieren zu schützen. Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigen Stacheln, welches sie dann wieder voneinander entfernte. Wann nun das Bedürfnis der Erwärmung sie wieder näher zusammenbrachte, wiederholte sich jenes zweite Übel, so dass sie zwischen beiden Leiden hin und her geworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung voneinander herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten.

So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab. Die mittlere Entfernung, die sie endlich herausfinden, und bei welcher ein Beisammensein bestehen kann, ist die Höflichkeit und feine Sitte. Dem, der sich nicht in dieser Entfernung hält, ruft man in England zu: keep your distance! – Vermöge derselben wird zwar das Bedürfnis gegenseitiger Erwärmung nur unvollkommen befriedigt, dafür aber der Stich der Stacheln nicht empfunden […].

Arthur Schoppenhauer

Impulsfragen

  • Kann ich es respektieren, wenn jemand Abstand von mir braucht?
  • Verfüge ich über genügend Wärme, um eine Beziehungskälte auszuhalten?
  • Wann passiert es, dass ich mich gegenüber anderen oder auch mir selbst gegenüber übergriffig verhalte?
  • Bin ich so harmoniebedürftig, dass ich Konflikte ausblende?
  • Muss man nicht manch eine Beziehung loslassen, um Beziehung wieder neu zu lernen?
  • Kann ich mit meinen Fehlern und Schwächen gut leben? Wenn nicht, wie müsste ich mich mit ihnen arrangieren?
  • Kann ich bei mir ein Verhaltensmuster erkennen, das mich hindert, auf die Menschen zuzugehen?
  • Kann ich Distanz und Konflikte aushalten?
  • Sehe ich Konflikte als Chance, mir und den anderen aufs Neue zu begegnen?
  • Wenn Aggression Beziehung stiften würde, müsste ich mich dann überhaupt der Kräfte, die mich „aggredi“ auf die anderen hinzubewegen, schämen?
  • Gibt es neben den destruktiven auch positive, lebensschaffende Aggressionen?
  • Wie würde es sich anfühlen, wenn jemand zu mir sagen würde: „Bleibe du lieber mit all deinen Fehlern und Schwächen, so wie du bist, denn so habe ich dich gerne!“
  • Würde Gott den Weg mit uns gehen, den er eigentlich nicht wollte?
  • Was beutet es, wenn Augustinus sagt: „Gott ist uns näher als wir uns selbst sind“?

Text angelehnt an die Fastenaktion der Evangelischen Kirche "7 Wochen ohne Blockaden"; Impulsfragen: Astrid Heilmann-Cappel, Marius Trzaski
Foto: pixabay.com