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Gut gecoacht ins neue Firmenjahr: Erfolgscoach gibt Tipps für unsere neuen Schülerfirmen

Gepostet am 30. August 2019 | Berufsorientierung, Wirtschaft

Das neue Schuljahr hat kaum begonnen, schon gab es für unsere neu gegründeten Schülerfirmen das erste Highlight: Als immaterieller Gewinn beim Landeswettbewerb im letzten Jahr ausgelobt, nahm sich der Unternehmenscoach Marco Pfau aus Koblenz nach Absprache einen Tag lang Zeit, unserer Wirtschaftsgruppe Tipps in Kommunikation, Unternehmensführung und Mitarbeiterleitung zu geben.

Einer seiner ersten Appelle lautetet: „Wenn ihr später etwas bewegen wollt und in den Beruf geht, fragt immer: Wofür brennt ihr? Woran habt ihr Spaß? Wer Angst hat, hat keinen Spaß! Wer verkrampft ist, kann kein gutes Gespräch z.B. mit Kunden führen.“ Gesagt – getan:  Praktische Übungen folgten jedem Ratschlag auf dem Fuß. Oft zur Belustigung aller Zuschauenden. So übte man z.B. konkrete Anweisungen zu geben, indem sich einer in der Rolle des Mitarbeiters auf den Boden legte und der Partner in der Rolle als Vorgesetzter ihm ganz kleinschrittig und genau sagen sollte, was zu tun sei, dass er aufsteht. Der Angewiesene sollte nur das umsetzen, was ihm einleuchtet und was er auch versteht- Fazit: gar nicht so einfach! Anweisungen an Mitarbeiter so zu formulieren, dass diese ganz genau wissen, was sie machen sollen. Es hat dann auch tatsächlich nicht geklappt! Automatische Prozesse präzise zu erklären, ist unheimlich schwer, unter anderem auch weil man aus einer anderen Perspektive das Ganze wahrnimmt. Den praktischen Übungen folgten sofort Lösungsvorschläge, zum Beispiel die gleiche Perspektive einzunehmen. Dann klappt das schon besser.

Neben stimmlichen Übungen, um die eigene Überzeugungskraft zu schulen (Stimme nach unten am Ende lässt uns glaubwürdiger erscheinen, wenn man kurzatmig wird, ist es immer schlecht. MUT ZUR PAUSE!!), gab es viele weitere Tipps, die man in der Kommunikation beherzigen sollte. So erläuterte Herr Pfau anhand einer roten Liste von Wörtern (nicht, aber, trotzdem…) weshalb es unklug ist, diese zu benutzen und schlug Alternativen vor, die nicht nur für das Wirtschaftsleben, sondern auch für den alltäglichen Umgang mit unseren Mitmenschen wichtig sind.

Unternehmen sind nur dann erfolgreich, wenn sie es schaffen, ihre Mitarbeitenden zu motivieren. Wie geschieht das am besten?

Man muss Leute dort arbeiten lassen, wo sie gut sind! Eine gute Arbeitsatmosphäre schaffen, in der sich jeder wohlfühlt und keiner abgestempelt wird. Bei Fehlern muss eine persönliche Ansprache erfolgen. Abmahnungen gelten hingegen als demotivierend und nicht zielführend.

Nach der Mittagspause widmete sich Herr Pfau dem Thema Präsentation. Er wählte die Vorstellung des neuen Tesla als Beispiel, wie eine gelungene Produktpräsentation aussieht und analysierte das Video Schritt für Schritt gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern. Es gilt zuerst das Warum definieren (mind. 50% der Zeit. Die Story entscheidet maßgeblich über den Wert). Dann das Wie und zuletzt das Was (Spannung erzeugen durch Licht, Ton…). Elon Musk schafft es beispielsweise, seine Kunden zu Fans zu machen und sich als Teil einer innovativen und nachhaltig denkenden Community zu fühlen.

Drei Eigenschaften, die erfolgreiche Unternehmer auszeichnen:

  • die Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen
  • die Erwartungshaltung, negative Erfahrungen auszublenden
  • die Fähigkeit, den Kunden positiv merken zu lassen, dass man ein gutes Produkt hat

Nur dann kann man sich langfristig am Markt behaupten.

Abschließend widmete sich Herr Pfau noch verschiedenen Mitarbeitertypen: er differenzierte zwischen visuellen, auditiven und aus dem Bauch heraus entscheidenden. Bei der Besetzung von Positionen sollte man das beachten. So profitiere die Buchhaltung beispielsweise von visuellen Typen, das Marketing von Kinästheten. Immer wenn es um Struktur und Disziplin geht, seien visuelle Typen zu bevorzugen, wohingegen Kinästheten bei kreativen Tätigkeiten ihre Stärken ausspielen könnten. Auditive Typen reagieren im Schwerpunkt über das Gehör.

Aber: jeder hat Anteile von allem. Diese werden im Laufe eines Denk- und Geschäftsprozesses unterschiedlich aktiviert. Die Kanäle wechselten häufig. Wichtig sei es zu wissen, welcher Kanal beim Gegenüber gerade dominiert und das Gefühl für das richtige Timing zu entwickeln (sowohl für Mitarbeitergespräche als auch für die Unternehmensstrategie).

Alle hatten noch Spaß an den sich anschließenden praktischen Übungen.

Am Ende des Tages nahm sich Herr Pfau noch Zeit für die Führungsriege der neu gegründeten Firmen, stand Rede und Antwort zu vielen Fragen und gab entscheidende Ratschläge für die folgenden Gespräche mit Wirtschaftspaten.

Hier einige Feedbacks der Teilnehmenden:

„Gute Beispiele aus der Wirtschaft“, „sehr informativ“, „lockere, ansprechende und lustige Vortragsweise“, „gute Vorbereitung und Hilfestellung für unsere Firma“, „besonders die Chefrunde hat mir viel weitergeholfen“.

Fazit von Christian:

„Herrn Pfaus Vortragsweise hat mir besonders gut gefallen. Ich würde sie am liebsten selbst übernehmen, weil es so gut und witzig war“.

Einziges Manko bei einigen Teilnehmenden war, dass man am Ende nach so reichlichem Input doch ziemlich erschöpft war. Dennoch hätte man sich die Runde für die Chefs noch etwas länger gewünscht.

Ein besonderes Bonbon stellte Herr Pfau noch der Firma in Aussicht, die es beim Landeswettbewerb auf den 1. Platz schaffen sollte: Er würde mit seinem Team einen professionellen Film für die Gruppe drehen – kostenlos! Damit sorgte er noch einmal für zusätzliche Motivation bei den einzelnen Schülerfirmen, die gestärkt aus der Veranstaltung hinausgingen.

Bleibt nur noch von Seiten der Schule ein großes Dankeschön zu sagen: Dem Ministerium (hier v.a. Frau Kern) und Herrn Pfau für seinen tollen Einsatz an unserer Schule. Auch die Kolleginnen und Kollegen, die immer mal wieder vorbeischauten, zeigten sich begeistert von seiner Vortragsweise und den nützlichen Tipps, die sie für sich mitnehmen konnten.


Text: Astrid Heilmann-Cappel/Jaqueline Schneider
Fotos: Astrid Heilmann-Cappel, Titel: pixabay.com