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Nonnenwerther gedenken der Opfer des Nationalsozialismus

Gepostet am 2. Februar 2018 | Exkursionen, Geschichte, NW gegen Rechts

Seit 1992 ist der 27. Januar offizieller Gedenktag in Deutschland. Unsere Schule bietet dazu jeweils für die vorletzte Jahrgangsstufe Workshops und Vorträge an, die ganz unterschiedliche Zugänge zum Thema ermöglichen (sei es aus Kunst, Musik oder Literatur). In diesem Jahr gab es eine Neuerung: wir folgten der Einladung des Hauses der Geschichte zur Sonderausstellung „Gegenwärtige Vergangenheit: Die Folgen von Nationalsozialismus und Holocaust bis heute“. Zusammen mit Frau Thimann-Verhey und Frau Heilmann-Cappel machten wir uns gemeinsam auf den Weg dorthin.

Uns erwarteten, eingebettet in die Dauerausstellung, 6 Stationen mit verschiedenen Themenbereichen zum Holocaustgedenken und dem Umgang mit Antisemitismus und Rassismus bis in die Gegenwart. Ein Begleitheft führte uns durch die Ausstellung und gab uns jeweils Anregungen, untereinander oder mit den dort befindlichen fachkundigen Experten zu diskutieren (z.B. ob sich der deutsche Staat auch heute noch zu seiner historischen Verantwortung bekennen soll).

Die Exkursion regte viele von uns zum Nachdenken über die Vergangenheit an. Hier einige Schüleräußerungen: „Man hat tiefere Einblicke in das Thema bekommen als im Geschichtsunterricht“. „Der Kubus über den Holocaust hat mich emotional sehr berührt.“ „Die erste Station hat den Holocaust und die Kriegsverbrechen an Juden, Homosexuellen, Sinti und Romas sowie behinderten Menschen sehr gut und eindrücklich vermittelt“.

Bei der abschließenden Evaluation kamen folgende Ergebnisse zu Tage:

Die meisten fanden die Station Nr. 6 (Ausländerfeindlichkeit und Fremdenfeindlichkeit heute) am eindrücklichsten „gerade aufgrund der immer noch nicht aufgeklärten Morde der NSU“.

Die Mehrheit fand die Beschäftigung mit dem Thema wichtig, um „sensibel zu werden für  rassistische und menschenverachtende Äußerungen im Umfeld“.

„Die Themen sind in Bezug auf die heutige Politik sehr aktuell und wichtig.“

„Gerade die Ausschreitungen – auch verbaler Art- gegenüber Flüchtlingen und auch Juden sind leider wieder viel zu häufig anzutreffen“.

Einig waren sich alle, dass diese Exkursion bzw. eine Beschäftigung mit der Thematik für die zukünftigen Stufen noch einmal angeboten werden soll. Allerdings muss dies nicht im Haus der Geschichte sein – da war an diesem Tag einfach zu viel los. Die intensivere Auseinandersetzung in Workshops – wie in den letzten Jahren – wäre nach Meinung unserer Lehrerinnen besser für einen nachhaltigeren Effekt.

Zurück auf der Insel diskutierten wir noch in unserem Kurs die Forderung einiger Politiker, Besuche in Konzentrationslagern wie Auschwitz für Schulen verpflichtend zu machen. Dem konnten wir nicht zustimmen. Eine Erinnerungskultur – wenn die Zeitzeugen ausgestorben sind – müsste an anderen Stellen ansetzen (z.B. Projekttage/aktuelle Diskussionen zu Rassismus und Ausgrenzung).

(Auswertung der Umfrage:  Soukaina Ababou, Tobias Amendt, Max Glaser)


Text: Julia Lotz, Yannick Schober (MSS 11)
Fotos: Astrid Heilmann-Cappel