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Impuls zum 1. Advent: ,,Auf Gott warten?!“

Gepostet am 29. November 2021 | Schulseelsorge

Die alte Frau, die auf Gott wartet

Es war einmal eine alte Frau, der hatte der liebe Gott versprochen, sie heute zu besuchen. Darauf war sie nun natürlich nicht wenig stolz. Sie scheuerte und putzte, buk und tischte auf. Und dann fing sie an, auf den lieben Gott zu warten. Auf einmal klopfte es an die Tür. Geschwind öffnete die Alte, aber als sie sah, dass draußen nur ein armer Bettler stand, sagte sie: „Nein, in Gottes Namen, geh heute deiner Wege! Ich warte eben gerade auf den lieben Gott, ich kann dich nicht aufnehmen!“ Und damit ließ sie den Bettler gehen und warf die Tür hinter ihm zu. Nach einer Weile klopfte es von neuem. Die Alte öffnete diesmal noch geschwinder als beim ersten Mal. Aber wen sah sie draußen stehen? Nur einen armen alten Mann. „Ich warte heute auf den lieben Gott. Wahrhaftig, ich kann mich nicht um dich kümmern!“ Sprach’s und machte dem Alten die Tür vor der Nase zu. Abermals eine Weile später klopfte es von neuem an die Tür. Doch als die Alte öffnete – wer stand da, wenn nicht schon wieder ein zerlumpter und hungriger Bettler, der sie inständig um ein wenig Brot und um ein Dach über dem Kopf für die Nacht bat. „Ach, lass mich in Ruhe! Ich warte auf den lieben Gott! Ich kann dich nicht bei mir aufnehmen!“ Und der Bettler musste weiterwandern, und die Alte fing aufs Neue an zu warten. Die Zeit ging hin, Stunde um Stunde. Es ging schon auf den Abend zu, und immer noch war der liebe Gott nicht zu sehen. Die Alte wurde immer bekümmerter. Wo mochte der liebe Gott geblieben sein? Zu guter Letzt musste sie betrübt zu Bett gehen. Bald schlief sie ein. Im Traum aber erschien ihr der liebe Gott. Er sprach zu ihr: „Dreimal habe ich dich aufgesucht und dreimal hast du mich hinausgewiesen!“ Von diesem Tage an nehmen jene, die von dieser Geschichte erfahren haben, alle auf, die zu ihnen kommen. Denn wie wollen sie wissen, wer es ist, der zu ihnen kommt? Wer wollte denn gern den lieben Gott von sich weisen?

Impulsfragen:

  • Auf was warte ich eigentlich schon mein Leben lang?
  • Kann ich Menschen, die ich nicht ausstehen kann, trotzdem mit Empathie begegnen? Wenn nicht, warum nicht?
  • Wohnt Gott wirklich in jedem Menschen?
  • Nehme ich mir Zeit, Gott auch in mir zu suchen?
  • Wenn es mir gelänge Gott in mir zu finden, könnte ich ihn dann vielleicht leichter in anderen Menschen entdecken?
  • Wie sucht man überhaupt nach Gott?
  • Was ist das, was in meinem Herzen anklopft und mich zum guten Tun anspornt?
  • Kann ich dieses Anklopfen in meinem Herzen überhaupt hören? Ist es leise? Ist es sehr leise? Gibt es vielleicht etwas, was dieses Anklopfen übertönt?
  • Was löst in mir die Antwort von Jesus aus: Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes kommt.“ (Matthäus 4,4)
  • Kann ich in meinem Leben das „Brot“ vom „Gottes Wort“ unterscheiden?

Text: Astrid Heilmann-Cappel und Marius Trzaski
Bild: Pixabay