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Nonnenwerther Biologen beim „Jugend forscht“-Landeswettbewerb

Gepostet am 26. April 2018 | Facharbeit, MINT, Wettbewerbe

Nachdem wir, Malte Harzem und Niclas Alfter (aus der MSS 12), uns im Februar beim „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb, bei dem sich das Franziskus Gymnasium Nonnenwerth bereits generell als sehr engagierte MINT-Schule zeigte, mit der Erstplatzierung für die nächste Wettbewerbsebene qualifizierten, traten wir am 20. März 2018 unsere Reise nach Ludwigshafen zur BASF SE an, um am
Landeswettbewerb teilzunehmen.

Die rund 2000 Gebäude des BASF-Konzerns, welcher die Paten-Firma des Landeswettbewerbes in Rheinland-Pfalz ist, konnten wir uns zu Beginn bei einer äußerst interessanten Werkrundfahrt ansehen. Mit einer Fläche von mehr als 10 km² kam uns das Werksgelände schon fast wie die gesamte Stadt Ludwigshafen vor. Dabei waren nicht nur die Produktions- und Forschungsanlagen, sondern auch die Logistik am Standort — mit z.B. Schienennetzen, welche von dort aus aneinandergereiht etwa bis nach Nonnenwerth reichen würden — beeindruckend.

Nach dieser Rundfahrt konnten wir uns an den Aufbau unseres Standes, an dem sich Öffentlichkeit und Presse über unsere gemeinsame Projektarbeit informieren konnte, machen.

In Frankental, wo wir für den Zeitraum des Wettbewerbs in einem schönen Hotel untergebracht waren, waren wir dann zusammen mit den anderen Schülern, Auszubildenden und Studenten essen, und konnten viele, spannende Unterhaltungen mit den unterschiedlichsten Jungforschern führen. Am zweiten Tag fanden die Gespräche mit der Fachjury sowie der Sonderpreisjury statt, bei denen wir unsere Projektarbeit nicht nur vorstellen, sondern auch in zum Teil sehr temperamentvollen Diskussionen, verteidigen mussten.

Natürlich kam der Spaß dabei nicht zu kurz, wenn man bedenkt, dass wir drei Tage lang
Ludwigshafen unsicher machen konnten.

In unserem Forschungsprojekt beschäftigten wir uns mit der Fragestellung, ob und inwiefern das Smartphone „die neue Generation der Recherche“ darstellt. Wir konnten den Wandel der aufkommenden Digitalisierung selber erleben, was uns inspirierte, Facharbeiten darüber zu beginnen.

Des Weiteren stellte sich heraus, dass es auch auf unserer Schule unterschiedliche Sichtweisen zu der Thematik gibt. Natürlich war es für uns als Abiturienten ein besonderes Anliegen, zu erfahren, wie effektiv das Arbeiten mit dem Smartphone und dem Buch ist. Um diese Frage zu beantworten haben wir Vergleiche gezogen, und die Vor- und Nachteile des Smartphones gegenüber Schulbüchern aufgezeigt.

Im Rahmen der Untersuchung diskutierten wir, ob digitale Medien (wie das Smartphone) analoge Medien vollkommen verdrängen können. Vorrangig wurde die Anwendung von digitalen Medien auf Nonnenwerth untersucht, denn vor allem die Nutzung digitaler Medien in der Ausbildung, kann eine langfristige Veränderung der biologischen Lern- und Denkstrukturen zufolge haben. Digitale Medien stellen eine Alternative zu analogen Medien dar, und es gibt große Differenzen in deren Nutzung, welche sich zum Teil auch auf biologische Prozesse zurückführen lassen.

Wie viel „X“ steckt also noch in Generation „Z“, wenn es um den Gebrauch digitaler Medien geht? Um dieser Frage nachzugehen, wurden in der Arbeit ebenso geschlechts- und altersbezogene Unterschiede in der Mediennutzung bei verschiedenen Generationen beleuchtet: Generation „Z“ hebt sich deutlich im Umgang mit Medien von Generation „X“ ab, ebenso auch die Geschlechter.

Dazu haben wir zum Jahreswechsel 2016/17 u.a. eine Studie angesetzt, bei denen Nonnenwerther Schüler verschiedener Altersklassen ihre Fähigkeiten im Umgang mit sowohl digitalen als auch analogen Medien beweisen mussten. Außerdem wurden Umfragebögen zur eigenen Wahrnehmung des Tests, des Lernverhaltens, den Umgang mit Medien, der Situation auf der Insel sowie der Bewertung des entsprechenden Hilfsmittels durchgeführt.
Supplementär dazu wurden unsere Lehrer über ihre Sichtweise zur Mediennutzung in einer gesonderten Umfrage konsultiert, um den Bezug zu den biosoziologischen Generationen herzustellen.

Bei der Sonderpreisverleihung (im extra für Anlässe dieser Art errichteten BASFGesellschaftshaus) erhielten wir, gestärkt von dem sehr fürstlichen Abendessen im edlen Ambiente, als Preise jeweils Praktika (für Polymerforschung am Max-Planck-Institut in Mainz und für Bioverfahrenstechnik an der Hochschule Trier), bei denen wir sicherlich viele Kenntnisse sammeln dürfen. Den Abend angerundet hat dann die aus der Schweiz eingeflogene Künstlerin Corinne Sutter: Sie erstellte live auf der Bühne unter Schwarzlicht Karikaturen, die uns nachhaltig beeindruckten.

Am dritten Tag wurden dann die besten Arbeiten aller Fachbereiche während der großen Feierstunde, welche mit dem Drumcorps der „Schlagzeugmafia“ und ihrer Comedy sowie Taktakrobatik Entertainment auf höchstem Niveau bot, auserkoren. Wir durften mit Freude am Wettbewerb teilnehmen, und haben dort nicht nur Geldpreise und Praktika, sondern auch viele wertvolle Erfahrungen gewinnen können, weshalb sich die Arbeit gelohnt hat.

Besonders bedankend hervorheben möchten wir Frau Latus: Sie hat unsere beiden Facharbeiten, aus denen letztlich eine noch umfangreichere Projektarbeit wurde, betreut wie keine andere, und diesen Erfolg erst ermöglicht. Nicht nur unsere, sondern viele weitere Facharbeiten aus unserem Bio-Leistungskurs hat sie mit großer Hingabe unterstützt.

Auch, wenn wir beide zunächst davon überzeugt werden mussten, wollen wir euch Mitschüler nun selbst dazu ermutigen, ebenfalls euer Glück bei „Jugend forscht“ oder „Schüler experimentieren“ zu versuchen, da erst die Teilnahme zu solch eindrucksvollen Erlebnissen führen kann!


Text: Malte Harzem, Niclas Alfter (beide MSS 12)
Fotos: BASF SE bzw. Stiftung "Jugend forscht", Malte Harzem