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Klarsicht-Parcours: Suchtprävention für die Stufen 8-10

Gepostet am 30. September 2018 | Inselleben, Prävention

Beim Stichwort Drogenprävention denken viele zunächst an die Aufklärung über die Gefahren von illegalen Drogen wie Cannabis oder Kokain. Allerdings sterben in Deutschland jährlich 120.000 Menschen an den Folgen des Rauchens und weitere 40.000 infolge schädlichen Alkoholkonsums – also an legalen Suchtmitteln. Auf Initiative der SchElLe, einem Zusammenschluss von Schülern, Eltern und Lehrern am Franziskus Gymnasium Nonnenwerth, wurde dieses Themenfeld in den Jahrgangsstufen 8-10 in der vergangenen Woche in den Mittelpunkt gerückt.

Die beiden in der SchElLe organisierten Mütter von Nonnenwerther Schülern, Frau Reinicke und Frau Eichen, hatten das Angebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), mit einem „Klarsicht“-Parcours an Schulen zu kommen und dort interaktive Aufklärungsarbeit mit Schülern durchzuführen, entdeckt und mit Ihrer Idee die Schulleitung begeistert. Die Lehrerinnen Iris Flögerhöfer und Ursula Dillenburger koordinierten schulseitig die Organisation der Veranstaltung.

Nachdem am Montag, dem 24. September in der Aula des Franziskus Gymnasiums der Parcours aufgebaut und Schüler aus der Oberstufe durch Moderatoren der BZgA zu Moderationsassistenten ausgebildet wurden, nahmen alle Schüler der Jahrgangsstufen 8-10 für jeweils 1,5 Stunden in Kleingruppen an dem Präventionsangebot teil.

Der interaktive Mitmachparcours begann dabei mit einer Bestandsaufnahme: Indem die Schüler orange Bälle in Glasröhren warfen, gaben sie ihre Einschätzung zu konkreten Fragen an, z.B. ob sie mit rauchenden Freunden einverstanden wären oder ob alkoholhaltige Mixgetränke süchtig machen könnten.

Anschließend durchliefen sie die fünf Stationen des Parcours: Beim „Drunk-Buster – voll daneben“ bestand die Herausforderung darin, dass jeweils zwei Schüler von gegenüberliegenden Seiten eine kurvige Strecke ablaufen mussten, um sich in der Mitte abzuklatschen. Was zunächst einfach klingt, wurde durch Rausch-Brillen, die die Sinneswahrnehmung eines Betrunkenen mit 1,3 Promille simulieren, zur kaum lösbaren Hürde. Die nachhaltige Erfahrung für die Schüler: es ging immer wieder schief.

Mit Fakten über die Auswirkungen von Nikotin und Tabak ging es an der Station „Zigaretten – nichts vernebeln“ weiter. Die Teilnehmer diskutierten dabei die vor kurzem eingeführten Schockfotos auf Zigarettenschachteln. Wieviel Alkohol sich in verschiedenen Getränken versteckt, erfuhren die Schüler in der „Trink-Bar – alles im blauen Bereich“.

Anhand des fiktiven Schicksals eines Jugendlichen, der aufgrund von Alkohol und Nikotin in ein Dilemma verstrickt ist, erhielten die Schüler bei der Station „Talkshow – was meinst du?“ die Gelegenheit, Stellung dazu zu nehmen, wie dem Jugendlichen hätte geholfen werden können und welche Eingriffe das Geschehen verhindert hätten.

Statt solcher Schicksale suggeriert die Werbeindustrie für Alkohol und Zigaretten etwas ganz anderes: Spaß, Freundschaft, Attraktivität, Erfolg und Genuss: Die Werbeindustrie behauptet, dass man all dies hat oder erleben kann, wenn man raucht und Alkohol trinkt. Diese Botschaften deckten die Schüler bei der Station „Images – mach dir ein Bild“ auf und diskutierten sie kritisch.

Den Abschluss des Parcours bildete erneut das „Tor der Entscheidung“, wo diesmal mit blauen Bällen ein zweites Meinungsbild visualisiert wurde. So konnte die durch die Stationen veränderte Sichtweise auf die Thematik gleich festgestellt und reflektiert werden.

Das interaktive Format und der vertrauensvolle Austausch mit den Moderatoren sowie den als Assistenten eingesetzten Oberstufenschülern wurde von den teilnehmenden Schülern lobend hervorgehoben. „Der Parcours hat einerseits Spaß gemacht, aber auch für Klarheit beim Thema legale Suchtmittel gesorgt“, bestätigte eine Schülerin aus der 9. Klasse die Einschätzung der Organisatoren aus der SchElLe. Auch aus der Sicht von Schulleiterin Andrea Monreal war der Klarsichtparcours eine gelungene Sache: „Dadurch, dass der Klarsicht-Parcours so interaktiv konzipiert ist, wurden unsere Schüler nicht nur auf kognitiver, sondern auch auf ihrer individuellen emotionalen Ebene angesprochen. Ich bin mir sicher, dass so der Präventionseffekt wirklich ankommt und unsere Schüler effektiv gestärkt worden sind.“


Text: Sören Ahlhaus
Fotos: Iris Flögerhöfer, Jana Schlochtermeier (Klasse 9b)