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Landtagskandidatinnen stellen sich den Fragen der Nonnenwerther

Gepostet am 5. März 2021 | Sozialkunde

Der rheinland-pfälzische Landtagswahlkampf im Superwahljahr 2021 geht in die heiße Phase. Um allen Schüler*innen des Franziskus Gymnasium Nonnenwerth einen Einblick in die Positionen der zur Wahl stehenden Parteien zu bieten, hatte der Leistungskurs Sozialkunde (MSS 11) eine digitale Podiumsdiskussion mit zur Wahl stehenden Kandidat*innen organisiert. Auch wenn leider aufgrund kurzfristiger Absagen nur zwei Kandidatinnen teilnahmen, entwickelte sich eine lebhafte und interessante Debatte.

Die Kandidatinnen Susanne Müller, die für die SPD in den Landtag einziehen möchte, und Stefani Jürries (Grüne) stellten sich in der von Schülerinnen und Schülern moderierten Videokonferenz den Fragen der Nonnenwerther. Die CDU-Kandidatin Petra Schneider und Mitbewerber Martin Thormann (FDP) waren leider kurzfristig verhindert und konnten ihre vorab gegebene Zusage nicht halten.

Die trotzdem kurzweilige und interessante Debatte wurde durch viele von den Schüler*innen im Chat gestellten Fragen befeuert, die vor allem die Themen Bildungspolitik, Digitalisierung, Umwelt, Wirtschaft, Gesundheit und Innenpolitik in den Blick nahmen. Den Chat beobachtete dabei Schülerin Maria Ziesche, sammelte die Fragen und leitete sie an das Moderatoren-Duo Elisa Scheibe und Vincent Weber weiter. Zeitnehmerin Klara Brandau achtete darauf, dass die Politikerinnen rasch auf den Punkt kommen und zeigte, wenn die Redezeit überschritten wurde, den Akteuren die gelbe bzw. rote Karte.

Zum Profil von Susanne Müller (SPD) beim SWR-Kandidatencheck

An den Positionen der Politikerinnen zum Thema Umwelt- und Klimaschutz zeigten die Schüler*innen besonderes Interesse: Sowohl Susanne Müller als auch Stefani Jürries konnten sich zu diesem Thema sehr kompetent äußern und ausführliche Antworten geben. Jürries wies darauf hin, dass Umweltschutz in allen Bereichen mitgedacht werden müsse und Frau Müller betonte, dass ihr die Beachtung der Bedürfnisse der Menschen bei diesem Thema besonders wichtig sei. Sie erinnerte daran, dass vor allem auch die täglichen Entscheidungen eines Jeden einen besonders großen Einfluss haben.

Stefani Jürries (Grüne) stellt sich auf der Homepage der Grünen vor

Auch bei den Themen ÖPNV, Zukunftstechnologien und Innovative Ideen für den Klimaschutz vertraten die beiden Kandidatinnen zur Landtagswahl ähnliche Positionen. Bei dem Thema Bildung und Digitalisierung waren dann größere Unterschiede erkennbar: Die bekennende Optimistin Jürries nannte viele Ideen, wie RLP sich in diesen Bereichen verbessern könne. Besonders die Frage der sozialen Gerechtigkeit im Bildungsbereich beschäftige sie. So habe man z.B. für die Grundschulen in Remagen eine Sozialarbeiterin eingestellt. Auch SPD-Frau Müller stellte ihre Vision für diesen Bereich vor, z.B. analog zur Schulbuchausleihe auch eine Ausleihe von Laptops an Schülerinnen und Schüler. Sie betonte jedoch auch die Schwierigkeiten des Themas und erklärte, warum manche Veränderungen sehr lange Zeit brauchen.

Zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Bereiche Wirtschaft, Gesundheit und alltägliches Leben vertraten beide Politikerinnen teilweise ähnliche Positionen: beide waren der Meinung, dass momentan Investitionen in die Wirtschaft wichtiger als die Vermeidung von Schulden seien. Daneben brachte Susanne Müller Vorschläge ins Spiel, um die wirtschaftlichen Hilfen der Bundesregierung sowie die Probleme bei der Auszahlung zu optimieren. Stefani Jürries zeigte sich auch bei diesem Thema optimistisch: Sie sprach davon, dass die Pandemie nicht nur negative Auswirkungen habe, da man zum Beispiel die Wichtigkeit der Digitalisierung erkannt habe.

Während beide Kandidatinnen auf die Fragen der Schüler*innen zur Umsetzung einer Frauenquote und zur Errichtung einer Brücke zur Verbindung der beiden Rheinseiten ihre Unterstützung signalisierten, nahmen sie unterschiedlich zur Frage nach einer Legalisierung von Cannabis Stellung: Grünen-Kandidatin Jürries plädierte für eine Legalisierung , Susanne Müller war dagegen.

Nach der sehr umfassenden Auseinandersetzung mit den Themen des Wahlkampfes für die Landtagswahl sind für die Nonnenwerther Schüler*innen für ihre anstehende Entscheidung bei der Juniorwahl bestens gerüstet: Bis zum 12. März ist das online-Wahlbüro für die Klassen 8 bis 12 geöffnet.  Auf die Ergebnisse dieser Wahl, die am 14. März um 18 Uhr veröffentlicht werden, ist die Schulgemeinschaft schon sehr gespannt.

Ein herzlicher Dank gilt Susanne Müller und Stefani Jürries, die sich Zeit für die Debatte und die Fragen der Nonnenwerther genommen haben. Auch allen Schüler*innen, die bei der Umsetzung geholfen oder mit ihren Fragen zu der Diskussion beigetragen haben, und den betreuenden Lehrer*innen ein großes Dankeschön!

Schüler-Stimmen zur Veranstaltung

„Auch wenn leider nur zwei Parteivertreter anwesend sein konnten, haben diese interessante Antworten auf viele verschiedene aktuelle und auch regionale Fragen der Schüler*innen liefern können.“ (Maria Ziesche, MSS 11)

„Vor Allem die große Beteiligung von den Schüler*innen hat die Veranstaltung so interessant gemacht.“ (Klara Brandau, MSS 11)

„Mir hat die Podiumsdiskussion gestern sehr gut gefallen. Ich fand es gut, dass die gesamte Diskussion in Themen unterteilt wurde, sodass man Inhaltlich nicht von einem Thema zum nächsten gesprungen ist. Außerdem fand ich es sehr gut organisiert, dass bestimmte Schüler dafür zuständig waren, die Fragen im Chat vorzutragen, sodass es flüssig und ohne Probleme funktionieren konnte.“ (Johanna v. Bargen, Klasse 9)

„Ich fand es sehr gut, dass durch den Zeitdruck es auch zügig voran ging.“ (Benedikt Winkler, Klasse 9)

„Ich fand es toll, einmal live dabei zu sein, wenn man Fragen stellt und die Leute spontan darauf antworten müssen. Da merkt man dann, ob sie auch wissen, worüber sie reden.“ (Lana Abu Hamam, Klasse 9a)

„Wir wurden als Schüler sehr ernst genommen. Die Fragen wurden ausführlich und konkret beantwortet.“ (Antonio Ziesche, MSS 12)

„Es war ein informativer Austausch, der auch bei Differenzen wertschätzend geführt wurde.“ (Julian Münchow, MSS 12)


Text: Miriam Leyendecker (MSS 11)
Foto: pixabay.com