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Liebfrauenschule Bensheim wird Teil der ISR-Bildungsgruppe

Gepostet am 26. März 2021 | ISR, Partnerschulen, Schulentwicklung

Nachdem die ISR International School on the Rhine gGmbH (ISR) im August 2020 die Trägerschaft des Franziskus Gymnasium Nonnenwerth übernommen hat, wird nun auch die Liebfrauenschule Bensheim Teil der ISR-Bildungsgruppe. Die ISR  wird die Trägerschaft zum Schuljahr 2022/23 übernehmen und bis dahin gemeinsam mit dem bisherigen Träger den Übergang gestalten. Das Gymnasium Nonnenwerth heißt mit der Liebfrauenschule eine weitere renommierte und einzigartige Schule in Ordenstradition als zukünftige Schwesterschule herzlich willkommen.

Die Liebfrauenschule in Bensheim ist ein katholisches Mädchengymnasium mit Realschulzweig, welches sich dem Ziel verpflichtet hat, jungen Mädchen eine umfassende und wertorientierte Schulausbildung zu vermitteln. Die lange Zeit vom englischen Maria Ward Orden geführte Mädchenschule, vormals höhere Töchterschule, wurde im Jahre 1858 gegründet. Damit blickt die Schule auf eine langjährige und traditionsreiche Geschichte und ein fundiertes Wertesystem zurück, welches noch heute das Fundament der Schule prägt.

Auf der Suche nach einem weiteren Bildungspartner haben sich die ISR und die Liebfrauenschule gefunden und sind nun von beiden Seiten bestrebt, den Charakter der Schule als Ort wertebasierter Mädchenbildung auch zukünftig zu verfolgen und eine behutsame, positive Weiterentwicklung der Liebfrauenschule, gemeinsam mit den Familien, der Kirche sowie dem Kollegium, voranzutreiben.

„Das fundierte Wertesystem der Schule sowie auch die eigene Identität der Liebfrauenschule sehen wir als großen Mehrwert und wichtiges Fundament, auf welches in Zukunft gebaut wird“, betont Peter Soliman. Die Förderung von Mädchen und jungen Frauen steht hierbei im Mittelpunkt, wodurch die Schule schon heute eine wichtige Rolle für die Zukunft von morgen spielt. Die Stärken und Alleinstellungsmerkmale gilt es nun zu bewahren, diese nach außen zu kommunizieren und das bestehende Fundament positiv weiterzuentwickeln.

Für die von tiefem Respekt und moralischer Wertschätzung geprägten Verhandlungen und Gespräche dankt Soliman dem Bistum Mainz und dem Maria Ward Orden, welcher die Zukunft der Liebfrauenschule demnächst vertrauensvoll weitergibt, sowie auch den Elternvertretern, mit welchen im Vorfeld ein erstes Kennenlernen stattfinden konnte.

Unter dem Motto Sehen, Urteilen, Handeln wird nun der behutsame Übergang bis zur Übernahme der Liebfrauenschule in Bensheim eingeleitet. Die kommenden Monate werden für die Planung und Vorbereitung verwendet, um auf einen positiven Neuanfang im Schuljahr 2022/23 hinzuarbeiten: gemeinsam mit den Eltern, den Schülerinnen, der Kirche und auch dem Kollegium.

Peter Soliman: Werte bleiben so wichtig wie die akademische Leistung

„Ich habe größten Respekt vor dem Bistum Mainz und den Schwestern des Maria Ward Ordens. Beide haben die Liebfrauenschule zu einer Erfolgsgeschichte gemacht, die überregional anerkannt wird, und dabei das Mädchengymnasium durch manch schwierige Phasen manövriert. Künftig will die ISR mithelfen, das einzigartige Angebot zu erhalten und weiter zu verbessern. Es wird auf jeden Fall einen behutsamen Übergang geben: Wir wollen sehen, urteilen und gemeinsam handeln im Sinne einer langfristigen Partnerschaft. Die kommenden Monate sind für Planung und Vorbereitung vorgesehen. Gemeinsam mit Eltern, Schülerinnen, der Kirche und dem Kollegium wollen wir nachhaltig auf einen positiven Neuanfang im Schuljahr 2022/2023 hinarbeiten.

Es gibt keinen Zweifel, dass auch in Zukunft Werte und Persönlichkeit genauso wichtig sein werden wie akademische Leistung. Die Liebfrauenschule behält deshalb nicht nur die christliche Orientierung. Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Respekt und Vertrauen bleiben Grundlage der Bildung und Erziehung. Gerade in einer Zeit von Wandel und Unsicherheit ist die Vermittlung solcher Werte gar nicht hoch genug einzuschätzen.

Ich bin überzeugt: Modernität und Flexibilität der ISR sowie Tradition und Werte der Liebfrauenschule werden sich hervorragend ergänzen. Unsere Erfahrung zeigt: In solch einer Konstellation ergibt 1 + 1 mehr als 2! Beispielsweise werden wir bei den Themen digitale Infrastruktur und der Ausstattung mit moderner Kommunikationstechnik dazu beitragen, die Liebfrauenschule zukunftsfähig zu machen. Wir legen Wert auf die mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung in den sogenannten MINT-Fächern. Das ist in unserer digitalen und technologischen Welt wirklich effektive Mädchen-Förderung.

Erlauben Sie mir noch eine persönliche Anmerkung: Ich habe zwei Töchter, eine ist im zweiten Studienjahr, die andere besucht die 10. Klasse. Aus den Diskussionen mit ihnen – auch zu Sorgen und Nöten – erfahre ich aus erster Hand, was Mädchen beschäftigt, wenn sie ihren Platz in Beruf und Gesellschaft suchen. Beide wollen in Führungspositionen mithelfen, unsere Welt besser zu machen. Diese jahrelange persönliche Anschauung ist vielleicht sogar die wichtigste Vorbildung für meine Aufgabe an der Liebfrauenschule, auf die ich mich sehr freue“, erläutert Peter Soliman.


Text: Annika Poestges (ISR), Sören Ahlhaus (FGN)
Foto: Liebfrauenschule Bensheim