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Statt Corona-Tristesse: Spannende Abenteuer in der Welt der Elfen und Orks

Gepostet am 26. Februar 2021 | Corona, Inselleben

In die Welt von Tandil, wo Elfen, Zwerge, Halblinge und Orks leben, lädt Frau Latus regelmäßig an den freien Nachmittagen ein. Viele Schülerinnen und Schüler tauchen dann mit ihr in Form eines Pen & Paper-Rollenspiels per Videokonferenz in diese fantastische Welt ein. Neben einem spannenden Zeitvertreib, gerade angesichts der vielen ausfallenden Freizeitangebote während des Lockdowns, wird dabei ihre narrative Kompetenz trainiert. Das Angebot begeistert Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen: „Es macht mega viel Spaß, weil man fast alles machen kann, was man will und der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind“, so Teilnehmer Jan.

Ihr befindet euch in einer lang vergessenen Welt namens Toril. Faerun ist ein Kontinent, welcher im Zentrum liegt und wo sich alle Geschicke der Welt abspielen. Dutzende von Nationen, hunderte von Stadtstaaten und unzählige Stämme, Dörfer bis hin zu großen Städten beherbergen diesen Kontinent mit Völkern der Elfen, Menschen, Zwerge oder Halblingen. Durch die starke Durchmischung der Völker sind auch Halb-Elfen oder Halb-Orks vertreten.

Ihr seid nun schon als Gruppe einige Zeit unterwegs. Immer auf der Suche mit Aufträgen, um etwas Gold zu verdienen und euch somit über Wasser zu halten. Warum ihr einst losgezogen seid? Vielleicht erzählt ihr euch das beim Schein des Lagerfeuers? Oder ihr hütet ein düsteres Geheimnis, das ihr tief in eurem Herzen vergraben habt. Dies sind Dinge, die noch zu ergründen sind.

So begann das Abenteuer für die spielbegeisterten Schülerinnen und Schüler, die ausgestattet mit Würfeln, Charakterbögen, Miniaturen und ganz viel Fantasie, die Welt von Toril entdecken. Pen & Paper Rollenspiel ist eine Art Brettspiel, wobei im Fokus steht, eine Geschichte gemeinsam zu erzählen. Dazu schlüpfen die SpielerInnen in die Rollen von Charakteren: Vom Magier-Zwerg bis zum Elf-Kleriker ist alles dabei und sie müssen nicht nur mit ihren Waffen, sondern auch mit ihren Worten Rätsel lösen, Geheimnisse aufdecken und gemeine Unwesen vertreiben. Mit Worten werden die Taten der Charaktere beschrieben und geredet wird in der „Charakterstimme“. Ob es dem Dieb wirklich gelingt dem Passanten etwas Gold aus der Tasche zu stehlen oder den Schmied zu überreden, seine Ware etwas günstiger zu verkaufen, entscheidet mitunter auch ein Würfelergebnis. Auf den Charakterbögen ist festgehalten, welche Fertigkeiten ein Charakter besonders gut beherrscht, sodass der Spieler sich eher traut, genau diese Aktionen durchzuführen. Würfelt man dann noch mit einem zwanzig-seitigen Würfel besonders hoch, ist z.B. der Passant gerade sehr unaufmerksam und der Dieb hat ein leichtes Spiel.

Das Grundgerüst der Geschichte wird von einem Spielleiter oder einer Spielleiterin vorgestellt. Diese Person ist dafür verantwortlich die Welt zu beschreiben, die Regeln zu erklären, NSCs (Nicht-Spielercharaktere) zu präsentieren, mit denen die anderen Spieler interagieren können und das Spiel voranzutreiben. Vielleicht erzählt die alte Frau am Waldrand den Abenteurern von einem einsamen Drachen, der darauf wartet, befreit zu werden? Oder der Schmied benötigt für die Anfertigung einer magischen Waffe ein altes Artefakt, das gesucht werden muss. Diese Ideen liefert zwar der Spielleiter, allerdings hängt der Verlauf der Geschichte mitunter sehr von den Spielern und ihren Charakteren ab. Wenn der Zwerg die nächstgelegene Mine aufsuchen will, weil dort ein Schatz seiner Familie auf ihn wartet und seine Mitstreiter überreden kann, ihm zu folgen, wird dieser Weg verfolgt. So kann sich beim Start einer Runde die Geschichte vielseitig entwickeln. Mit zwei unterschiedlichen Gruppen wurden bei demselben Start zwei komplett andere Storylines erzählt.

Die Begeisterung ist groß und die Fantasie ungebremst. In eine ganz andere Rolle zu schlüpfen und mutig diese auszuspielen, ist zwar am Anfang etwas ungewohnt, aber die SpielerInnen kommen immer besser in ihre Charaktere rein und es entstehen Facetten einer Rolle, die nicht nur auf einem Stück Papier stehen. So liest nicht jeder einfach ein Drehbuch, sondern schreibt es für seinen Charakter selbst. Auch in anderen kreativen Bereichen können sich die SpielerInnen austoben. So können eigene Charakter- oder Szenenbilder gezeichnet oder Hintergrundgeschichten, der Charaktere geschrieben werden.

Nur das Würfelergebnis kann manchmal etwas gemein ausfallen und gute Pläne der Charaktere durcheinanderbringen. Aber das macht gar nichts, denn auch etwas Drama und Rückschläge gehören dazu. Auch aus diesen Erfahrungen entstehen neue Geschichten.

Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie diese weiter gehen!

„Ich finde gut, dass wir so frei entscheiden können, was wir in Toril machen, und ich mag die Stimmung / Atmosphäre während des Spiels. Wünschen würde ich mir, dass es noch mehr Spieltermine gäbe, aber mir ist klar, dass Frau Latus auch Freizeit braucht.“ (Felix, Klasse 7)

„Ich finde gut, dass wir so viele Möglichkeiten haben und in der Fantasiewelt Abenteuer erleben, Monster bekämpfen und Schätze finden können. Außerdem finde ich es klasse, dass die NSCs so gut auf das Gespräch eingehen.“ (Laşer, Klasse 7)

„Es macht mega viel Spaß, weil man fast alles machen kann, was man will und der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Ich würde mir wünschen, selber auch einmal ein Spiel vorzubereiten und zu leiten.“ (Jan, Klasse 7)

„Ich finde das gesamte Konzept super, dass auch während Corona, wo so etwas ja mit den Freunden nicht unbedingt möglich ist, als schulische Aktivität durchzuführen. Außerdem finde ich besonders die vielen Möglichkeiten toll.“ (Marlon, Klasse 8)

„Ich finde es super, dass man tun und lassen kann was man will, z.B. in ein Gebäude zu gehen oder mit einer Person zu reden. Ich würde mir wünschen, dass das RPG auch noch in der Schule weitergeführt wird.“ (Felix, Klasse 7)


Text: Jeanette Latus
Fotos: Jeanette Latus