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Aktuelle politische Lage in Belarus – Schüler*innen organisieren Podiumsdiskussion

Gepostet am 2. November 2020 | Digitalisierung, Engagement, Inselleben, Sozialkunde, SV, Wir in Europa

„Es kann keine Anerkennung eines solchen Wahlergebnisses geben“, so Swetlana Tichanowskaja, die oppositionelle Präsidentschaftskandidatin aus Belarus.

Aber was genau passiert eigentlich in Belarus? Wie können wir die Protestierenden dort vor Ort unterstützen? Und sind die Sanktionen der Europäischen Union als Reaktion auf die Fälschung der Wahlergebnisse im vergangenen August ausreichend?

All diese Fragen waren Bestandteil der ersten Nonnenwerther Podiumsdiskussion des Schuljahres 2020/2021. Gemeinsam hatten sich die Schülerinnen und Schüler des Franziskus Gymnasium für das Thema „die aktuelle Lage in Belarus“ entschieden, da das Thema nicht nur sehr viele politische Fragen mit sich bringt, sondern auch auf Grund der Menschenrechtsverletzungen dort von großer Relevanz ist.

Fünf Experten, die hervorragend über die aktuelle Lage in dem osteuropäischen Staat informiert sind und sogar teilweise in direktem Kontakt mit Einheimischen vor Ort stehen, hatte die Schülervertretung als Gäste gewinnen können: Ralf Seekatz (Abgeordneter des Euorpaparlaments, CDU), Uli Adams (Rhein-Zeitung Bad Neuenahr), Eberhard Pohl (ehemaliger Diplomat im Auswärtigen Amt und nun Leiter der ständigen Vertretung der OSZE) sowie Maria und Dr. Georg Berghorn (Mitglieder des Bonner Minsk-Clubs).

Während die drei letztgenannten in Person auf der Insel Nonnenwerth anwesend waren, nahmen Europaparlamentarier Seekatz und Journalist Adams per Videokonferenz zugeschaltet an der Debatte teil. Ähnliches galt für die Schülerinnen und Schüler: Bis auf den Leistungskurs Sozialkunde der Jgst. 11, aus dem die Moderatoren der Veranstaltung stammten, folgten alle anderen Klassen und Kurse der Stufen 9-12 in anderen Klassenräumen per Videokonferenz der Podiumsdiskussion. Sie konnten sich von dort aus jederzeit interaktiv an der Diskussion beteiligen, indem sie Fragen stellten.

So wurden die Frage nach Sanktionen, die Bedeutung des Konflikts für die internationale Politik und mögliche Lösungswege angeregt und aus verschiedenen Perspektiven diskutiert.

Sehr wichtig war den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern die Frage, wie man die demonstrierende Bevölkerung in Belarus unterstützen kann. Diesbezüglich verwiesen die Experten auf die OSZE und Amnesty International. Bei Amnesty International kann man z.B. die dort ausgeschriebene internationale Petition “Friedlich Demonstrierende schützen!” unterstützen. So können wir als Schülerinnen und Schüler Solidarität zeigen und unseren Beitrag für die lokale Unterstützung der Protestierenden leisten.

Beendet wurde die Podiumsdiskussion mit einer sehr subjektiven und spekulativen Frage: „Wie denken Sie, geht der Konflikt aus oder wie wird es dort weitergehen?“ Hier waren sich alle Gäste schnell einig: Diese Frage zu beantworten ist praktisch unmöglich.


Text: Cäcilia Plötner (MSS 11)
Fotos: Sören Ahlhaus, Astrid Heilmann-Cappel