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Ein Praxistag am Rhein-Ahr-Campus – Alternativunterricht bei Niedrigwasser

Gepostet am 3. November 2018 | Biologie, Exkursionen, RheinAhrCampus

Aufgrund des unvorhergesehenen Niedrigwassers war die Insel Nonnenwerth nach den Herbstferien zunächst nicht erreichbar; der Unterricht konnte nicht in der gewohnten Form stattfinden. Der Biologie-LK der MSS 10 von Lehrerin Stephanie Schramm nutzte die Gelegenheit für eine Exkursion zum Rhein-Ahr-Campus in Remagen.

Dort trafen sich die Kursteilnehmer am Donnerstagmorgen. Eigentlicher Anlass dieser Exkursion war das sogenannte Rasterelektronenmikroskop (REM), dessen Anwendung im Unterricht schon theoretisch durchgenommen worden war und die Anwendung in der Praxis nun miterlebt werden konnte. Zusätzlich wurden noch zwei weitere Workshops angeboten: Ein Besuch im Biomechanik-Labor und ein Ultraschall-Workshop.

Zu Beginn wurden die Schülerinnen und Schüler in drei kleinere Gruppen auf- und den einzelnen Workshops zugeteilt. Im weiteren Verlauf des Tages wurde durchgewechselt, sodass jede Gruppe auch jeden Workshop mitmachen konnte.

Eine Gruppe begann mit einer kurzen Führung durch einen Teil der Fachhochschule und einem Abstecher ins Biomechanik-Labor, wo es erst einmal eine kurze Erklärung zur Biomechanik gab.
Daraufhin konnten die Nonnenwerther dann einen kleineren „Versuch“ mit einer Virtual-Reality-Brille durchführen. Mit dieser könnte man auch zum Beispiel ohne viel Platzaufwand einen Arbeitsplatz in einer Fabrik o.ä. simulieren, um die körperliche Belastung zu testen und im Folgenden gegebenenfalls die Arbeitsbedingungen zu verbessern, wurde erklärt.

Danach ging es dann ins Untergeschoss, wo sich das REM befindet. Nach einer kurzen theoretischen Einführung durften die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer dann selbst mikroskopieren. Dazu verwendeten sie ein Präparat einer Biene, welches die Gruppe, die im vorherigen Turnus an dieser Station war, hergestellt hatte. Die Herstellung der Präparate für das REM ist deutlich aufwendiger als für das Lichtmikroskop. Die Proben müssen beispielsweise vakuumstabil sein, dürfen also keine Flüssigkeit mehr enthalten, gleichzeitig dürfen dabei aber auch die Zellstrukturen nicht zerstört werden. Um später beim Mikroskopieren etwas sehen zu können, wird das Präparat mit ganz feinem Goldstaub bedeckt.

Funktionsweise und Anwendung des REM sind auch deutlich aufwendiger: Ein Elektronenstrahl wird in einem bestimmten Muster über die Probe geführt und die Wechselwirkung der Elektronen mit dieser führen dann zu der Erzeugung eines vergrößerten, in Graustufen gehaltenen Bildes. Mit einem Rasterelektronenmikroskop zu arbeiten, war mal etwas völlig anderes als die Lichtmikroskopie im Schulunterricht.

Die nächste und auch letzte Station war dann der Ultraschall-Workshop. Hier führte eine ehemalige Studentin durch das Thema und erklärte die Funktionsweise. Später konnten die Schülerinnen und Schüler dann selbst an die Ultraschallgeräte. Mithilfe des Ultraschalls sollten sie bei verschiedenen Luftballons, die mit Wasser und kleinen Gegenständen befüllt waren, herausfinden, was genau sich in ihnen verbarg. Oft brauchte man ein paar Anläufe, bis man den Ultraschallkopf so angesetzt hatte, dass ein gutes Bild zu sehen war, doch am Ende konnten alle Gegenstände richtig zugeordnet werden.

Nachdem jede Gruppe die drei Workshops beendet hatte, bildete ein gemeinsames Mittagessen der Kursteilnehmer in der Mensa den Abschluss des Tages.

Fazit des Kurses:

„An diesem Tag haben wir neue und auch mal etwas andere Eindrücke in die Naturwissenschaften bekommen. Wir hatten vor allem die Chance, die Themen, deren Theorie wir im Unterricht durchgenommen hatten (wie das REM) auch in der Praxis anzuwenden oder Dinge auszuprobieren, die im Unterricht normalerweise nicht so intensiv behandelt werden.“


Text: Jule Annen (MSS10)
Fotos: Tabea Koll (MSS 10), Stephanie Schramm