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Wiedersehen bei Freunden in Riga – Bericht vom Austausch im Mai

Gepostet am 11. Juni 2019 | Fahrten, Interkulturelles, Partnerschulen

„Daudz sveicienu no Rigas!“ – „Viele Grüße aus Riga!“ sendeten uns im Mai die 16 Schülerinnen und Schüler unserer 9. Klassen, die gemeinsam mit Astrid Heilmann-Cappel und Martin Schneider zum Schüleraustausch gen Lettland aufgebrochen waren. Gemeinsam mit ihren Gastschülerinnen und Gastschülern erlebten sie dort acht spannende Tage, von denen sie hier berichten.

Tag 1 – Anreise

Am Samstag, dem 4. Mai, war es endlich so weit: Wir trafen uns mit unserer Gruppe am Flughafen Köln/Bonn. Nachdem wir uns von unseren Familien verabschiedet hatten, gaben wir unser Gepäck auf und gingen zum Security Check-In. Hier verlief glücklicherweise alles reibungslos. Wohlbehalten, jedoch leider mit zweistündiger Verspätung landeten wir wohlbehalten in Riga. Natürlich wurden wir schon von unseren Austauschschülern erwartet, welche uns, freudig empfingen. Zusammen fuhren wir zu ihnen nach Hause.

Carolin Hartleb, Niklas Käshagen

Tag 2 – Stadterkundung

Nach unserer ersten Nacht bei unseren Gastfamilien trafen wir uns morgens bei dem bekannten Freiheitsdenkmal in Riga, wo wir schon von unseren Lehrern erwartet wurden. Uns wurde ein Quizbogen ausgehändigt, den wir jeweils mit einem lettischen Schüler beantworten sollten, während wir die Altstadt Rigas zusammen erkundeten. Auf unserem Weg kamen wir an einigen der bedeutendsten Gebäuden und Sehenswürdigkeit Rigas vorbei, über die wir dank der Quizbögen Interessantes lernten. Dazu gehöhrten das Schwedische Tor, die Petrikirche sowie das Schwarzhäupterhaus und die Drei Brüder.

Nach zwei Stunden spaßiger Stadterkundung trafen wir unsere Lehrer bei der Kleinen und der Großen Gilde wieder, wo wir ihnen stolz unsere ausgefüllten Fragebogen abgaben. Damit war das offizielle Programm beendet und wir hatten Zeit, um mit unseren Austauschpartnern eine Nachmittagsaktivität zu unternehmen.

Während einige von uns Bowlen gingen, ging der Großteil von uns in das riesige Einkaufszentrum Akropole. Dort stand uns eine große Auswahl an Aktivitäten zur Verfügung, die wir auch voll ausschöpften: Wir fuhren Schlittschuh, gingen ins Kino und zogen durch die Geschäfte. Danach fuhren wir alle nach Hause und verbrachten den Abend mit unseren Gastfamilien.

Karoline Standop, Miriam Leyendecker

Tag 3 – Familientag

Montag war ein Tag in den Familien. Da der 4. Mai der Unabhängigkeitstag ist und dieser in diesem Jahr auf einen Samstag fiel, wurde er am Montag nachgeholt. Das hieß: schulfrei! Viele unternahmen etwas mit ihren Gastfamilien, so auch wir.

Mein Tag fing mit einer Sightseeing-Tour an. Meine Austauschpartnerin und ich fuhren mit dem Bus einmal durch Riga. Dadurch konnte ich die Geschichte von Riga sehr gut verstehen und alle Einzelheiten der schönen Stadt sehen.

Jordan dagegen befand sich zu dieser Zeit mit ihrer Gastfamilie im Dom, erfuhr dort einiges über dessen Geschichte und lauschte später auch einem Orgelspiel. Es war sehr interessant und verblüffend zugleich.

Im Anschluss trafen wir uns dann in einem Café in der Altstadt und kauften erstmal mit unseren Austauschpartnern für unser späteres Picknick ein.

Als wir dies erledigt hatten, machten wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Altstadt. Wir gingen am Dom mit den Bremer Stadtmusikanten vorbei und fütterten die Enten im Park. Danach stiegen wir in eine kleine Bimmelbahn ein und fuhren zu einem schönen Park außerhalb der Innenstadt. Dort angelangt schauten wir uns die Gegend an, bis wir dann einen schönen Platz für unser Picknick fanden.

Wir genossen die Sonne und warteten auf andere unserer Stufe, die mit uns den Zoologischen Garten besichtigten. Da es allerdings schon Abend geworden war, beschlossen wir, zu den jeweiligen Häusern der Austauschpartner zu fahren, und den Tag mit einem Film oder einem Gespräch ausklingen zu lassen, da wir am nächsten Tag früh aufstehen mussten.

Laura Litz, Jordan Plümper

Tag 4 – Willkommen in der Herderschule

Dieser Tag war unser erster richtiger Schultag, bei dem wir das Alltagsleben unserer Austauschschüler miterleben durften. Als erstes wurden wir offiziell in der Aula der Schule von der Schulleiterin begrüßt. Mit deutschen Volkstänzen, Gesang und deutschen Gedichten über den Frühling hieß man uns herzlichst willkommen.

Anschließend wurden wir durch die Schule geführt, wo uns alles gezeigt und erklärt wurde. Erstaunt hat uns nicht nur, dass es in der Herder-Schule einen eigenen „Deutsch Gang“ gab, sondern auch die Sauberkeit der einzelnen Räume. Nach der kurzen Rundführung gab es dann Mittagessen. Alle Schüler müssen vor dem Essen sich die Hände waschen – was uns sehr erstaunte. Wir als „Ehrengäste“ bekamen extra Essen und saßen in einem eigenen Raum, was von der beeindruckenden Gastfreundschaft der Letten zeugte.

Anschließend ging es für uns zum Bahnhof, denn wir fuhren nach Jūrmala, einem ca. 30 Minuten von Riga entfernten Kurort am Meer. Hier findet man einen wunderbaren Strand und eine kleine, aber feine Altstadt. Dieser Ort gilt heutzutage als Reichenviertel, da dort sehr viele wohlhabende Menschen leben. Bevor wir am sehr schönen Strand spazieren gingen, stiegen wir erst auf einen Aussichtsturm, von dem aus man bis zum Meer und noch weiter gucken konnte. Für viele war das Besteigen des Turms eine kleine Mutprobe, da dieser dafür bekannt ist, sehr wackelig zu sein. Wenn man auf der höchsten Ebene steht und hinunterguckt, spürt man förmlich, wie der Turm sich bewegt. Danach begaben wir uns zum Strand, wo wir schöne Fotos machten und am Meer entlang spazierten. Zum Ende hin hatten wir noch eine Stunde Zeit, uns in der Altstadt umzusehen. Einige stöberten an den kleinen Marktständen, wo hauptsächlich Schmuck aus Bernstein verkauft wurde. Nach dieser Stunde mussten wir bedauerlicherweise wieder nach Hause fahren. Um den Tag aber noch so richtig ausklingen zu lassen, gingen viele von uns noch in den wunderschönen Park in Riga, der die Freiheitsstaute umschließt.

Cäcilia Plöttner, Vincent Weber

Tag 5 – Erinnern statt Vergessen

Am darauffolgenden Tag, dem 8. Mai, gingen wir wieder in die Herder-Schule, allerdings nicht in den Unterricht, sondern wir absolvierten bei einer deutschen Praktikantin ein Seminar zum Thema „Holocaust in Lettland“. Zuerst lernten wir dort einige erste Dialoge auf Russisch, um uns kennenzulernen. Danach erarbeiteten wir uns in einer einerseits interessanten, aber andererseits auch ernüchternden Quellenarbeit, wie der Holocaust und die von Deutschen begangenen Greultaten in Lettland verliefen und wie sich dies auf die Menschen dort auswirkte. Als Abschluss unserer Gruppenarbeiten drehten wir jeweils ein Handyvideo zum Thema und präsentierten diese.

Am Nachmittag waren wir eine Stunde zu Fuß durch Riga unterwegs, bis wir in den schönen Jugendstilstraßen ankamen. Um uns näher über diesen Baustil und die damalige Zeit zu informieren, besuchten wir das Jugendstilmuseum Rigas, welches selbst in einem bekannten Jugendstilhaus von Konstantins Peksens untergebracht ist und innen passend zur damaligen Zeit möbliert und ausgestattet wurde.

Wir genossen eine sehr interessante Führung, geleitet von einer zeittypisch authentisch gekleideten Dame. Zum Beispiel erfuhren wir, dass in der Jugendstilzeit von 1900 bis 1920 Deutsch, neben Lettisch und Russisch eine der Hauptsprachen war und dass die Menschen damals nach dem Motto „Was praktisch ist, muss schön sein, und was schön ist, kann durchaus praktisch sein“ lebten.

Nach der Besichtigung und nachdem Hannah und Greta sogar ein wenig im Salon musizieren durften, war der offizielle Teil des Tages beendet. Während einige mit ihren Austauschpartnern die St. Petrus Kirche bestiegen, gingen viele Essen oder Schlittschuhlaufen. Andere gingen zum Volksfest an der Dougawa, wo von der russischstämmigen Bevölkerung der Tag des Sieges über Nazideutschland gefeiert wurde. Am Abend gab es dazu ein prächtiges Feuerwerk.

Julia Hagge, Jana Schlochtermeyer

Tag 6 – Ausflug nach Pure

Am Freitag, dem 10.5.2019, trafen sich alle Teilnehmer des Austauschs in der Schule  und warteten auf den Bus, mit dem wir dann gemeinsam nach Pure, einem kleinen Ort ca. 80 Kilometer von Riga entfernt, durch die schöne Landschaft Lettlands fuhren.

Dort angekommen durften eine Führung durch das im Schokoladenmuseum genießen. Uns wurde die Geschichte der Schokolade und auch ihre Herstellung nähergebracht. Nach der Führung durften wir nun selber Schokolade zubereiten. Fleißig gossen wir flüssige Schokolade in Formen, legten sie kurz in den Kühlschrank und dann war die Schokolade auch schon fertig und wir durften diese auch verzehren.

Neben dem Museumsgebäude liegt ein kleines Café, in welchem wir das von der Schulcafeteria extra für uns gebackene original lettische Gebäck, eine herzhafte und eine süße Riesenbrezel, verzehren durften. Nach diesem Mittagessen fuhren wir mit dem Bus ungefähr noch eine halbe Stunde zum Nationalpark Kemeri gefahren. Dort begaben wir uns auf einen Rundweg, auf dem man ein schönes Sumpfgebiet mit kleinen Sträuchern und Bäumchen erwandern konnte. Unser Ziel war es, auf die 20 Meter hohe Aussichtsplattform zu steigen. Nach etlichen Bildern und Videos auf dieser Aussichtsplattform ging es wieder zurück. Schließlich traten wir dann gegen 16 Uhr die Heimreise an. In Riga hatten wir dann ab 17:30 Freizeit und konnten in den Gastfamilien noch etwas unternehmen. Die meisten ließen den schönen Tag bei einer gemeinsamen Tasse Kaffee oder Tee ausklingen.

Sascha Apel, Timo Hußmann

Tag 8 – Abschied

Den letzten Tag verbrachten wir noch einmal in den Gastfamilien, mit denen manche z.B nach Litauen fuhren. Dort besichtigten sie beispielsweise den Kreuzberg, eine Sehenswürdigkeit und ein Wallfahrtsort mit tausenden verschiedenster Kreuze . Anschließend fuhr man nach Šiauliai, eine Großstadt, die als  bedeutender Wirtschaftsstandort und Verkehrsknotenpunkt gilt.

Als wir dann alle um 16 Uhr am Flughafen versammelt waren, nahte der Abschied und wir mussten uns alle von unseren Austauschpartnern und unseren Familien verabschieden. Sie begleiteten uns noch bis zur Sicherheitskontrolle, wo sich unsere Wege trennten.

Unser Flug hatte, wie auch schon auf dem Hinflug, eine Verspätung. Aber dennoch landeten wir heile und unsere Familien nahmen uns mit Blumen am Flughafen in Deutschland wieder in Empfang.

Es war eine sehr schöne Zeit! Wir haben viel erlebt, nette Kontakte geknüpft und sind dankbar, dass wir an diesem tollen Austausch teilnehmen konnten!

Hannah Hackmaier, Maike Veldboer

Dem Dank schließt sich das ganze Franziskus Gymnasium gerne an. Insbesondere bedanken wir uns bei Kirils Soklakovs, dem stellvertretenden Schulleiter der Rigaer Herderschule und Koordinator unserer Schulpartnerschaft. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!


Texte: Rigafahrer der 9. Klassen
Fotos: Astrid Heilmann-Cappel