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Rettung aus der Not: Eine Kriegsnacht auf der Insel

Gepostet am 7. Juni 2018 | AGs, Inselleben, Schreibwerkstatt

Es war im Jahre 1543 und es herrschte Krieg. Auf der heutigen Insel Nonnenwerth lebten damals Benediktinerinnen. Als fremde Soldaten damals  begannen, in christliche Häuser einzudringen, kamen Besucher auf die Insel zur Äbtissin, berichtet die Überlieferung. Sie rieten den Schwestern zu fliehen, bevor die Soldaten kommen und die Insel dem Erdboden gleichmachen würden. Auch die Nonnen flehten die Äbtissin an, die Insel zu verlassen. Doch Gertrudis, die damals Äbtissin war und die man auch als ehrwürdige Frau bezeichnete, war der Meinung, dass die Insel ein sicherer Ort sei. Aber stimmte das?

Eines Nachts hörten die Ordensfrauen Lärm, der von draußen hereindrang. Sie erkannten, dass die Soldaten sie nicht verschonen würden. Sie gingen zur Äbtissin, in der Hoffnung, dass sie einen Plan hätte. Ihnen blieb letztlich keine andere Wahl, als sich im Nebenraum der Kapelle einzuschließen und zu hoffen, die Mutter Gottes würde ihnen helfen. Zur Überraschung der verängstigten Schwestern legte sich die Äbtissin vor eine sakrale Figur der Mutter Gottes nieder und begann zu beten. Sie betete so intensiv wie noch nie, berichtet die Überlieferung. Denn das war ihre letzte Hoffnung.

Man hörte die Soldaten immer näher, die Schwestern waren voller Furcht, doch die Äbtissin betete immer weiter. Plötzlich war es still und ein greller Blitz erhellte die Insel. Die Nonnen waren sich sicher, dass die Soldaten ihr Kloster in Brand gesetzt hatten. Totenstille kehrte ein. Erst nach einiger Zeit trauten sich einige Frauen, einen Blick nach draußen zu werfen. Sie schauten sich im Kloster um, aber niemand war zu sehen. Die Nonnen waren sich sicher, dass die Mutter Gottes ihre Gebete erhört hatte.

Auch darum befinden sich noch heute einige Statuen und Gemälde auf der Insel Nonnenwerth, auf denen die Jungfrau Maria abgebildet ist. Es gibt sogar ein Mosaik, auf dem die Legende dargestellt wird. Wie sich herausstellte, war in dieser Nacht ein Komet über den Himmel gezogen, der in ganz Europa zu sehen war.

Zwei Monate nach dieser schrecklichen Nacht starb Gertrudis und wurde in der damaligen Kapelle beigesetzt. Die Gräber dort wurden aber später von den Schweden zerstört.

Dieser Text ist im Rahmen der AG „Schreibwerkstatt“ entstanden.


Text: Isabelle Wirtgen und Leandra Schlaus (Klasse 6b)
Fotos: Blitz (gemeinfrei: pixabay.com); Mosaik (Sören Ahlhaus)