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Sozialpraktikum

Leitgedanke

Die Idee

Die Idee des Sozialpraktikums stammt ursprünglich von den Schulen in katholischer Trägerschaft der Diözese Freiburg (1992). Das Projekt wurde zuerst „Compassio“ genannt, was soviel bedeutet wie eine Haltung der „Mitleidenschaft“. Es geht in diesem Praktikum in erster Linie um eine Sensibilisierung für die Lebensumstände anderer Menschen, um die Einübung einer Haltung der Solidarität und der Empathie für den Mitmenschen.

Die Intention

Schule bringt es zwar mit sich, dass über „das Leben“ und „den Menschen“ gesprochen wird, aber praktische Erfahrung, aus der zielgerichtetes soziales Handeln resultiert, kann kaum vermittelt werden. Entscheidend für ein sinnvolles Leben ist aber nicht alleine das Wissen um das Leben anderer, sondern die Gestaltung des Lebens mit anderen Menschen. Schülerinnen und Schüler der Oberstufe versuchen Anteil zu nehmen am Leben kranker, behinderter und alter Menschen sowie Kindern und Jugendlichen in schwieriger Lage, indem sie für die Dauer einer festgelegten Zeitspanne in Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheimen, Behindertenheimen, Behinderteneinrichtungen, Sozialstationen, Jugendeinrichtungen sowie Kindergärten und Kindertagesstätten arbeiten.

Die Ziele

Die Schülerinnen und Schüler sollen Haltungen wie Solidarität, Kooperation, Kommunikation und Engagement für Menschen entwickeln, die auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen sind. Sie sollen das Leben von alten, kranken und behinderten Menschen besser kennen und verstehen lernen. Dabei sollen sie Gelegenheit erhalten, sich selbst in der Begegnung mit diesen Menschen kennen zu lernen. Zusätzlich sollen sie den Wert sozialer Einrichtungen für unsere Gesellschaft erkennen sowie die Summe ihrer Erfahrungen als Hilfe zur Wertorientierung und Persönlichkeitsentwicklung nutzen.

Das Praktikum dient also nicht primär der Berufsfindung. Wenn es zusätzlich zur Klärung eines Berufswunsches beiträgt, ist dies aber natürlich zu begrüßen. Die Praktikantinnen und Praktikanten verfassen einen Erfahrungsbericht über ihr Praktikum. In diesem Bericht sollen in erster Linie persönliche Eindrücke und Erlebnisse festgehalten werden. Es geht nicht um eine Berufsfeldbeschreibung, sondern um die Reflexion persönlicher Erfahrung.

Erfahrungen am Franziskus Gymnasium Nonnenwerth

Seit dem Jahr 2005 gibt es auch am Franziskus Gymnasium Nonnenwerth ein vierwöchiges Sozialpraktikum, das für alle Schülerinnen und Schüler bei Eintritt in die Oberstufe verbindlich ist.

Als Schule in Trägerschaft der Franziskanerinnen beziehen wir unseren Auftrag und unser Selbstverständnis wie Franziskus aus dem Evangelium. Die Franziskanischen Leitlinien bilden dabei die „Unternehmensphilosophie“ unseres Gymnasiums und sind Grundlage unseres pädagogischen Wirkens. Hierzu gehören wesentlich die Achtung und Ehrfurcht vor der Würde jedes Menschen, die Haltung der Geschwisterlichkeit allen Menschen und der gesamten Schöpfung gegenüber sowie der Einsatz für den Schutz und die Entfaltung menschlichen Lebens.

Auf diesem Hintergrund erziehen wir junge Menschen dazu, in der heutigen Gesellschaft soziale Verantwortung zu übernehmen.

Dass die Zeit dieses Praktikums in ihrer Intensität der  Erfahrungen für unsere Schülerinnen und Schüler von unschätzbarem Wert ist, belegen die folgenden Originalzitate, die aus den Praktikumsberichten unserer Oberstufenschüler stammen:

„Es war erschreckend zu sehen, wie manche Leute vereinsamen und passiv auf ihren Tod warten.“

„Ich war begeistert davon, was demente Menschen noch alles leisten können.“

„Es hat mich beeindruckt, wie schnell man eine Beziehung zu den Menschen aufgebaut hat, die man betreut hat“

„Für mich ist es traurig anzusehen, dass nicht genug Zeit für das Individuum an sich gegeben ist.“

„Ich war erstaunt, mit welchen kleinen Dingen man den Leuten eine Freude bereiten kann.“

„Mich hat nachhaltig beeindruckt, dass die Pflegerinnen und Pfleger nie ihre Freundlichkeit und Geduld mit den Bewohnern verlieren, auch wenn das oft schwierig war.“

„Meine Einstellung zur Sterbehilfe hat sich verändert.“

„Ich habe mein Leben als gesunder, junger Mensch schätzen gelernt, denn in solch einer Erfahrung fällt einem auf, wie gut es einem eigentlich geht.“

Diese Sammlung von Rückmeldungen unserer Schülerinnen und Schüler auf die Frage, was sie während ihres Sozialpraktikums besonders nachhaltig beeindruckt hat, zeigt, welche neuen, andersartigen Erfahrungen im Rahmen des Sozialpraktikums möglich sind, wie sich Einstellungen junger Leute im Angesicht von alten, kranken, behinderten Mitmenschen wandeln können, welche neue Perspektiven sich den Jugendlichen eröffnen.

Verantwortliche Lehrer und Organisation

Für die Organisation des Sozialpraktikums sind die beiden Religionslehrerinnen Frau Schild und Frau Zeiske verantwortlich.

Die Schülerinnen und Schüler sollen sich ihre Praktikumsstelle selbst suchen und die Bewerbungen und Vorstellungsgespräche in eigener Verantwortung übernehmen. Wir unterstützen sie gerne, z.B. durch die Weitergabe eines Adressenverzeichnisses karitativer Institutionen (Downloadbereich).

Darüber hinaus werden die Schülerinnen und Schüler über die Organisation und den Ablauf des Sozialpraktikums unterrichtet, auf die Tätigkeit des Praktikums vorbereitet und auch während und nach dem Praktikum von ihren Stammkursleitern und Religionslehrern betreut.

Bei Fragen und Problemen kontaktieren Sie bitte Frau Schild und Frau Zeiske.