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G8GTS

In den letzten Jahren tobt bundesweit die Diskussion über den achtjährigen Bildungsgang an Gymnasien (G8) sehr erbittert. Nachdem G8 in einigen Bundesländern überhastet eingeführt wurde, kehren einige nun wieder zum alten neunjährigen System zurück. Die Vorwürfe gegen G8 lauten, die Kinder stünden unter enormem Leistungsdruck, säßen bis zum späten Abend an den Hausaufgaben und hätten keine Freizeit mehr.

G8 in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz allerdings wurde den Schulen der achtjährige Bildungsgang hingegen nicht verordnet und sie mit der Umsetzung alleine gelassen. Vielmehr mussten Gymnasien, die den achtjährigen Bildungsgang anstrebten, ein Konzept vorlegen, das schlüssig darlegte, wie man die mit der Umsetzung ja wirklich verbundenen Probleme zu lösen gedenkt.

Erst wenn das Konzept das Ministerium überzeugte, durfte man mit der Umsetzung beginnen und kam in den Genuss von wichtigen zusätzlichen Ressourcen in Form von Lehrerstunden und finanziellen Unterstützungen.

G8 auf Nonnenwerth

Unser Konzept in seiner ersten Fassung entstand in insgesamt etwa einjähriger intensiver Beschäftigung mit dem Thema. Kernpunkte unserer Überlegungen waren: Es muss ein ausgewogenes Verhältnis von Lernen und Ausspannen geben. Wir brauchen ein Förderkonzept, das mehr als bisher auf die Unterschiedlichkeit der Kinder ausgerichtet ist. Es müssen sowohl die besonders leistungsstarken wie weniger starke Kinder unterstützt werden.

Durch mehrere Befragungen zu verschiedenen Zeitpunkten in den entsprechenden Jahrgangsstufen haben wir uns immer wieder über den Stand der Umsetzung informiert und uns in Sitzungen mit interessierten Eltern, in Konferenzen und Arbeitskreisen mit den Ergebnissen auseinandergesetzt. Vieles funktionierte von Anfang an, an einigen Stellen mussten wir mehrfach nachsteuern. Wir verschweigen nicht, dass die eine oder andere Idee gut, aber letztlich dann doch nicht so erfolgreich war, wie wir ursprünglich angenommen hatten.

Unser Konzept haben wir mittlerweile weiterentwickelt und im Hinblick auf unsere ursprünglichen Absichten weiter verbessert. Insbesondere wollten wir mehr Ruhe in den Unterrichtsalltag bringen.

Rhythmisierung des Schultages

Ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu mehr Ruhe und damit zu einer besseren Lernintensität war die Entscheidung für eine Verlängerung der Unterrichtsstunden von 45 auf 55 Minuten. (Dass es ausgerechnet 55 und nicht 60 Minuten wurden, hängt mit der Anbindung an die Verkehrsbetriebe zusammen.)

Damit sieht die Unterrichtswoche für unsere G8-Schülerinnen und -schüler der Orientierungsstufe so aus: Zeitraster, Stundenraster, Raster

Eine AG kann entweder dienstags oder donnerstags oder auch an beiden Tagen besucht werden.

Der Schultag beginnt für die Orientierungsstufe mit dem gleitenden Einstieg. Die Kinder kommen nach und nach in der Schule an. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass auch unsere Schülerinnen und Schüler sehr unterschiedlich schnell ihre Aufgaben erledigen. Weil es bei uns in den unteren Klassen keine Hausaufgaben gibt, können diejenigen, die noch etwas zu erledigen haben, in die Klassenräume gehen und ihre Arbeit dort (unter Aufsicht) zu Ende bringen. Geöffnet ist auch die  Bibliothek, dort können die Kinder schmökern. Wer spielen oder sich einfach nur unterhalten möchte, bleibt auf dem Schulhof oder geht in den Spieleraum. Sobald die Pausenhalle fertig ist, steht ein weiterer Raum zur Verfügung.

Dann schließt sich eine erste gemeinsame Arbeitsphase von mindestens 25 Minuten an, die wir als freie Stillarbeit gestalten. Die Schülerinnen und Schüler bekommen Arbeitsmaterialien, die sie still bearbeiten sollen. Diese Arbeitsform ist an die Hauptfächer gebunden. Der entsprechende Lehrer ist jeweils in der Klasse und kann Hilfen geben oder Fragen beantworten.

Die Kombination von gleitendem Einstieg und freier Stillarbeit hat sich in den vergangenen Jahren sehr bewährt. Sie wird sicher unser Bemühen um einen ruhigeren Unterrichtsablauf unterstützen.

Keine Hausaufgaben

Weiter oben wurde erwähnt, dass es in unserer Ganztagesschule zumindest in den Klassen 5 bis 9 keine Hausaufgaben gibt. Unser Versprechen war:
Wenn die Kinder nach Hause kommen, sind sie mit den Schulaufgaben fertig – sieht man einmal vom Vokabelnlernen, von Lektüren oder Üben für Überprüfungen ab.

In Befragungen prüfen wir von Zeit zu Zeit die Umsetzung. Es zeichnet sich ab, dass wir unser Versprechen bei einer großen Zahl von Schülerinnen und Schülern einhalten können. Und dort, wo es nicht so klappt, suchen wir gemeinsam mit den Kindern und Eltern nach den Ursachen und steuern nach.

Weil natürlich auch bei uns Übung den Meister macht, werden die Übungsphasen in den Unterricht verlagert. Jedes Fach bekommt dafür zusätzliche Zeit zur normalen Unterrichtszeit.

Auch wir machen die Erfahrung, dass die Leistungen im Fach Deutsch nachgelassen haben. Das ist zunächst nicht weiter schlimm, denn es eröffnet Spielraum für Förderprogramme. Wir leisten uns vier Stunden zusätzlichen Unterricht für alle die, die diese Unterstützung benötigen.

Mittagspause

Unsere Mittagspause ist mit 55 Minuten ausreichend bemessen. Die Kinder kommen zum Essen nacheinander in die Cafeteria, die vom Träger betrieben wird.

Unser Mensaessen, bestehend aus Hauptgericht und Nachspeise, wird frisch gekocht. Die Kinder haben die Auswahl zwischen zwei Menüs, eines davon ist vegetarisch. Die Kosten werden monatlich abgerechnet.

Anschließend ist Abhängen, Toben oder einfach nur Ausruhen angesagt. Die Kinder können im Außenbereich spielen, im Schulcafé klönen, sie können in der Bibliothek bleiben oder im neu eingerichteten Spielraum zusammen spielen. Zunehmend gibt es Mittagsangebote, wie zum Beispiel eine Fußball-Schulliga, die die Kinder nutzen können, aber nicht müssen.

In unserem Wochenstundenplan sind zwei AG-Nachmittage eingeplant. Die Kinder der Orientierungsstufe nehmen an mindestens einem AG-Angebot teil.

Wir möchten, dass sie Schule mehr und mehr als Lebensraum erfahren. Natürlich wird in erster Linie gelernt. Aber Schule ist mehr. Die Arbeitsgemeinschaften sind wichtige Zeiten der Begegnung ohne Leistungserwartungen, die sich in Noten niederschlagen.