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3. Nonnenwerther Science Slam

Gepostet am 12. April 2021 | Facharbeit, MINT

Unsere Welt steckt voller Fragen. Und sich der Beantwortung von naturwissenschaftlichen Fragestellungen einmal intensiv zu stellen, das verwirklichen viele Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer Leistungskurse im Verlauf der Oberstufe, wenn sie eine Facharbeit schreiben. Die Ergebnisse ihrer Bemühungen präsentierten elf Nonnenwerther/innen einem interessierten Publikum von über 50 Zuhörern im Rahmen der diesjährigen Veranstaltung „MINT am Abend – Die Wissenschafts-Show!“. Pandemiebedingt fand auch diese Nonnenwerther Traditionsveranstaltung in diesem Jahr zum ersten Mal online statt.

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ging es außerdem darum, wer am Ende von sich sagen kann, dass er/sie den 3. Nonnenwerther Science Slam für sich entscheiden konnte. Jede/r hatte nur 8-10 Minuten, um das Publikum mit den Forschungen und ihren Ergebnissen so zu begeistern, dass er/sie am Ende das Publikumsvotum für sich entscheiden kann. Dies erforderte neben einem spannenden Vortrag auch noch ein gutes Timing, denn nach acht Minuten machte Hr. Kress unüberhörbar deutlich, dass die letzten 2 Minuten des Vortrags angebrochen waren.

Zu Beginn des Abends begrüßten Andrea Monreal und Peter Soliman die Anwesenden. Beide hoben die große Bedeutung der MINT-Fächer für das Nonnenwerther Schulprofil hervor und lobten die Jugendlichen für ihr herausragendes Engagement und die tollen Leistungen, die sie im Rahmen des Wettbewerbs Jugend forscht erzielen konnten.

Den Anfang der Vorträge machte Naomi Smeets mit dem Thema „Der Boden – ein Opfer unserer Umweltsünden?“ Sie machte deutlich, dass im Boden unzählige Bakterien leben, die viele lebenswichtige Prozesse steuern, dass Auswirkungen des anthropogen beschleunigten Klimawandels für diese Organismen aber noch viel zu wenig untersucht wurden. Sie hat in ihrer Arbeit verschiedene Umweltbedingungen in ihrer Auswirkung auf das Wachstum von Bodenbakterien untersucht.

Lara Kukuk und Emily Henn widmeten sich dem Phänomen des Bumerangs, eines Wurfgeräts, das die erstaunliche Eigenschaft besitzt, zurück zu kommen, wenn man es wegwirft. Sie erklärten die physikalischen Hintergründe für diese faszinierende Flugverhalten und erläuterten dem Publikum anschaulich, wie man mit einfachen Mitteln einen voll funktionsfähigen Bumerang bauen kann. Die Optimierung seines Aufbaus war Teil ihrer Forschungsarbeiten.

Sina Wilhelm beschäftigt sich mit der Frage, ob die Ernährung mit konventionellen Nahrungsmitteln, die mit Proteinen angereichert sind, Vorteile gegenüber einer natürlich ausgewogenen Ernährung hat. Da Proteine in Diäten vermehrt eine wichtige Rolle spielen oder von Sportlern zum Muskelaufbau genutzt werden, gibt es in Supermärkten entsprechend viele Proteinprodukte. Bei ihren Untersuchungen kam sie kam sie allerdings zu dem Ergebnis, dass es sich bei diesem Trend eher um einen Trugschluss handelt.

Nils Ziegler untersuchte, ob Hefen Proteinen ähnlich wie Zucker abbauen können. Dazu fütterte er die Hefen mit Proteinpulver und fing das entstehende Gas mittels einer selbst gebastelten Apparatur auf. Die quantitative Untersuchung des beim Stoffwechsel entstehenden Kohlenstoffdioxid ermöglichte ihm, die Auswirkungen der Proteingabe zu studieren.

Leonard Hillesheim ging der Frage nach, warum Bälle im Baseball und Fußball eigentlich Kurven fliegen können. Dahinter steckt ein physikalisches Phänomen, der Magnus-Effekt, den er mittels einer selbst konstruierten Apparatur künstlich erzeugt und untersucht hat, indem er ein sich drehendes Objekt einem Luftstrom aussetzt, wodurch es zu Druckunterschieden auf verschiedenen Seiten des Objekts kommt.

Corona und die Schule beschäftigte Kira Giebels: Der Onlineunterricht bringt viele Probleme mit sich für Schüler, Eltern und Lehrer. Kira untersuchte, mit Hilfe welcher Lernmethoden sich im Online- und Hybridunterricht die besten Ergebnisse beim Vokabellernen erzielen lassen. Interessanterweise ergaben sich dabei deutliche Unterschiede zwischen der Situation im Klassenraum und an den Bildschirmen. Hier sollten nach ihren Untersuchungsergebnissen Lehrerinnen und Lehrer verstärkt Wert auf das visuelle Potenzial dieses Mediums legen.

Julian Münchow beschäftigte die Frage nach dem Ursprung unseres Universums – lein Mysterium, welches uns Menschen seit Jahrtausenden beschäftigt – von der Antike bis heute. Diesem Mysterium sind auch heute noch Wissenschaftler auf der Spur und haben große Fortschritte in diesem Bereich erzielt. Hauptverantwortlich für diese markanten Fortschritte ist die Quantenphysik. Julian präsentierte dem Publikum eine kleine Einführung in die Welt der subatomaren Teilchen.

In den letzten Jahren wurde in den Medien sehr widersprüchlich über den Wirkstoff Glyphosat diskutiert. Dabei ging es hauptsächlich um die aufgetretenen Krebserkrankungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Glyphosat in der Landwirtschaft. Carina Heinemann hat nun im Rahmen ihrer Arbeit untersucht, inwieweit die lebensnotwendigen Mikroorganismen unserer Böden durch Herbizide beeinflusst werden.

Welche Auswirkungen hätte die Existenz einer vierten Raumdimension? Dieser Frage ging Mark Braun nach. Die Reise in entfernte Galaxien klingt unrealistisch und nach Science-Fiction, wird aber denkbar, wenn man eine vierte Raumdimension postuliert. Anschaulich verdeutlichte Mark, wie man sich eine solche vierte Dimension vorstellen müsste und was dies für Auswirkungen für unsere Welt hätte, wenn diese wirklich eigentlich vierdimensional wäre.

Constanze Ottersbach schließlich ging der Frage nach, welche Auswirkungen eine unsachgemäße Entsorgung von haushaltsüblichen Arzneimitteln für Pflanzen hat. Sie untersuchte die Wirkung von Paracetamol, Aspirin und Ibuprofen auf Kresse, sowohl auf die Keimung als auch auf ausgewachsene Pflanzen. Dabei stellte sie deutliche negative Effekte auf die Pflanzen fest, so dass am Ende ihres Vortrags ihr Plädoyer stand, Medikamente nicht einfach im Hausmüll oder im Ausguss zu entsorgen.

Am Ende des Abends stand die spannende Frage des Siegers des Abends, der live in einem Online-Votum ermittelt wurde. Am Ende setzte sich Mark Braun mit seinem mathematischen Thema knapp durch und darf sich jetzt über einen Buchpreis und den Titel „Sieger im 3. Nonnenwerther Science Slam 2021“ freuen. Viel Applaus und herzlichen Glückwunsch!

Da in diesem Jahr darüber hinaus auch viele Projekte für den Wettbewerb „Schüler experimentieren in den Stufen 5-9 entstanden sind, wird es nach den Osterferien im Mai einen weiteren Termin MINT am Abend Junior mit den vielfältigen Projekten von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I geben. Dazu schon an dieser Stelle eine herzliche Einladung an Sie alle!


Text: Helmut Meixner
Foto: pixabay.com