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Sport-Reli-Woche: Rudern am Baldeneysee

Gepostet am 23. Oktober 2019 | Fahrten, Religion, Sport

Wie es schon seit mehreren Jahren eine Tradition ist, fuhren auch dieses Jahr wieder 15 Zehntklässler an den Baldeneysee in Essen, um dort fünf Tage lang das Rudern zu erlernen. Die Fahrt bietet außerdem eine tolle Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler aus den anderen Klassen näher kennenzulernen und neue Freundschaften zu schließen.

Auch der religiöse Aspekt der „Sport-Reli-Woche“ sollte natürlich nicht zu kurz kommen. Dazu wurde jeden Morgen einige Minuten lang meditiert und gebetet. Am späteren Abend gab es nach dem Essen eine ca. 2-stündige „Religionsstunde“, die nicht vergleichbar mit unserem Reli-Unterricht in der Schule ist. Wir fanden heraus, welches Gottesbild jeder individuelle Schüler hat und lernten uns selbst besser kennen.

Was zunächst merkwürdig klingen mag, hat einen tieferen Sinn. Wir haben unsere positiven und negativen Eigenschaften jeder für sich selbst aufgeschrieben. Dann haben wir darüber nachgedacht, was für uns in unserem Leben wichtig ist und warum wir heute so sind wie wir sind. Dabei haben wir festgestellt, dass wir durch unseren Lebensweg, Erfahrungen und die Erziehung geprägt werden und uns dadurch entwickeln. Auf einer emotionalen Traumreise von Herrn Trzaski hat jeder sein Leben mit allen Höhen und Tiefen kurz durchlaufen und diese Fragen für sich beantwortet. Danach haben wir versucht, uns in Partnerarbeit gegenseitig charakterlich einzuschätzen, um sich und den anderen besser kennenzulernen. Ich persönlich kann sagen, dass ich an diesem Tag viel für mich selbst mitgenommen und über den Umgang mit anderen gelernt habe.

Doch die Woche nennt sich ja auch Sport-Reli-Woche und somit waren wir die meiste Zeit des Tages auf dem Wasser. Geleitet von Manfred Jacobs und mehreren Helfern wurde uns die Kunst des Ruderns beigebracht. Obwohl wir am ersten Tag sehr viel Wind und dadurch einen starken Wellengang hatten, haben sich unsere Coaches doch dazu entschlossen, für unsere „erste Stunde“ auf den See rauszufahren.

Trotz vieler Probleme klappten die ersten Rudererfahrungen sehr gut. Jedenfalls aus unserer Sicht, denn unsere Lehrer hatten zeitweise mehr Schwierigkeiten als wir, sei es Eberhardt, der mehrmals auf waghalsigen Rettungsaktionen das Steuerseil entknoten musste, oder Sarah die mit ihrem Boot aussichtslos im Moos festhing. So zeigte uns diese Stunde direkt die harte Seite des Ruderns.

An den nächsten Tagen hatten wir dagegen so gut wie keinen Wellengang – ein perfektes Ruderwetter. In immer besser eingespielten Gruppen bekamen wir Feinheiten und hilfreiche Tipps nähergebracht, sodass wir am Donnerstag bereits 6 km nach Kupferdreh innerhalb einer Stunde rudern konnten – als Belohnung gingen wir dann alle gemütlich Eis essen! Die Rückfahrt war wieder anstrengend, weil die meisten keine oder nur sehr kurze Pausen machten.

Danach hatten wir vier Stunden Erholung und Freizeit. Die meisten nutzen die Zeit, um in die Stadt zu gehen und Grillgut zu kaufen, denn am Abend stand das traditionelle Grillen an. Von selbstgemachter Guacamole bis zu Steaks wurde alles von uns vorbereitet und wir hatten einen superschönen Abend vor dem den Abend abrundenden Reli-Teil.

Früh am nächsten Morgen stand für viele das Highlight an. Wir durften uns entscheiden, ob wir Einer, Kanu oder Renneiner ausprobieren wollten. Ein normaler Einer ist so breit wie ein Vierer, den wir sonst gefahren sind, man fällt also zu 99% nicht ins Wasser. Ein Renneiner dagegen ist meist schmaler als man selbst und man sitzt mit dem Schwerpunkt über dem Wasser, fällt also zu einer hohen Wahrscheinlichkeit in den See. Viele Mutige trauten sich in einen Renneiner und einige landeten im Wasser. Aber natürlich hatten wir wohl wissend Wechselkleidung mitgenommen.

Dieser Vormittag wurde für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis, egal ob normaler Einer, Renneiner oder doch „nur“ das Kanu ausprobiert wurde. Nachdem wieder alle Boote in die Hallen geräumt und alle schwimmen gegangenen Fahrer getrocknet waren, sind wir zurück zu unserer Unterkunft gegangen, um noch ein letztes Mal dort zu essen. Das Essen in unserem Haus hat unsere Erwartungen jedes Mal übertroffen, es schmeckte immer super lecker und es gab immer genug, um die nächste Rudereinheit zu bestehen.

Wir sind uns alle einig, dass diese Woche für alle eine unvergessliche und wichtige Erfahrung war, denn wir haben nicht nur viel über uns, das Miteinander mit anderen und Gott gelernt, sondern auch eine fremde und spannende Sportart erlernt. Und ganz nebenbei hat jeder neue Freunde aus der Stufe dazugewonnen.


Text: Jana Schlochtermeier (MSS 10)
Fotos: Jana Schlochtermeier (MSS 10)