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Zusammen für Demokratie

Am Samstag, dem 16. November fand der 11. Tag der Demokratie in Remagen statt. Mit dabei: viele motivierte Nonnenwerther Schülerinnen und Schüler, größtenteils aus den beiden Leistungskursen Sozialkunde von Frau Heilmann-Cappel aus der MSS 10 und 11, und unsere Bigband unter Leitung von Thomas Heck.

„Unsere demokratischen Prinzipien mit friedlichen Mitteln verteidigen“, das war der Auftrag der Teilnehmenden und Unterstützer dieses Tages. Der Tag der Demokratie fand wie jedes Jahr als Kontrastprogramm zur Demonstration Rechtsradikaler aus ganz Deutschland statt.

An ihrem Stand motivierten die Nonnenwerther die Bürgerinnen und Bürger, sich doch der Herausforderung zu stellen, einige Fragen aus dem Einbürgerungstest zu beantworten und zu überprüfen, ob sie selbst denn den Test bestehen würden. Am Glücksrad konnte man Preise gewinnen – wenn man zuvor eine Frage zur Politik bzw. zu 30 Jahren Wiedervereinigung richtig beantwortet hatte. So kamen die Schülerinnen und Schüler mit vielen Leuten ins Gespräch. Verwunderlich war jedoch, dass sich die Beantwortung der Fragen des Einbürgerungstests bei vielen „Deutschen“ als gar nicht so leicht herausstellte, z.B. wussten viele der Befragten nicht, wie viele Bundesländer die Bundesrepublik Deutschland hat. Am Ende sprachen wir dann denjenigen mit einem schlechten Testergebnis Mut zu: „Wer es in Deutschland nicht schafft, kann sich für nur 600.000 Euro eine Staatsbürgerschaft in Malta kaufen und ist damit EU-Bürger!“

Allen ist natürlich klar, dass die richtige Beantwortung dieser Fragen Menschen nur auf dem Papier zu Deutschen macht. Vielmehr ist es entscheidend, Jugendliche in Schule und in der Ausbildung mit ansprechend gestaltetem Sozialkunde- und Geschichtsunterricht zu bilden und nicht ständig in diesem Bereich Stunden zu kürzen. Politiker sollten in die Schulen, mit Jugendlichen diskutieren und Lehrerinnen und Lehrer sollten mehr Mut zu solchen Projekten wie diesem haben – so werden Haltungen wie Zivilcourage, Toleranz und Interesse am politischen Geschehen gefördert.

Auch fand das vom letztjährigen Geschichtsleistungskurs mit ihrem Lehrer, Herrn Ahlhaus, erarbeitete Quiz „Hitler oder Höcke – wer hat‘s gesagt?“ großen Anklang und regte zum Nachdenken an. Ebenso unterhielten sich viele über die von der Stufe 10 erarbeiteten gängigen Vorurteile über Migranten, die man jeweils mit Fakten widerlegte.

Ein weiterer Bestandteil unseres Standes waren Ausdrucke mit Hasskommentaren aus dem Netz zur Oberbürgermeisterwahl in Hannover. Dort wurde der gerade gewählte Bürgermeister Belit Onay mit rassistischen Ausdrücken aufs Übelste beschimpft. Eine Besucherin unseres Standes fotografierte unser Plakat, stellte es auf Facebook und erhielt wenig später eine Antwort von Herrn Onay selbst. Er freue sich sehr, dass wir auf diese üblen Beschimpfungen aufmerksam machen und mit Bürgerinnen und Bürgern darüber diskutieren.

Ein besonderes Highlight für uns alle war, dass unsere rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) den Nonnenwerther Stand besuchte und sich mit den Schülern unterhielt. Sie dankte jedem und jeder persönlich für den Einsatz.

Zu alledem hatte Nonnenwerth auch auf der Bühne Einiges zu bieten: die Bigband spielte und Maria Daoud (MSS 11) sang am Ende noch einen selbst getexteten und komponierten Rap gegen die AfD.

Unser Fazit: Wir hoffen, durch unsere Teilnahme einen Teil zum Gelingen der friedlichen Gegenbewegung beigetragen zu haben. Äußerst fröhlich und sehr abwechslungsreich gestaltet, war der Tag der Demokratie nicht nur eine Gelegenheit, um friedlich gegen die Neonazis zu protestieren, sondern auch eine Bereicherung für den Zusammenhalt einer mehrheitlich demokratisch gesinnten und weltoffenen Gesellschaft!

Am Ende des Tages waren alle Schülerinnen und Schüler stolz und zufrieden: Sie hatten Flagge gezeigt gegen Rechts und trotz Kälte ihre Freizeit für eine sinnvolle Sache genutzt.

Hier die Eindrücke einiger Teilnehmenden aus der 10:

Miriam:

“Ich habe den Tag der Demokratie als sehr schön empfunden, weil es toll war, zu sehen, wie viele Menschen sich für die Demokratie einsetzen und sich klar gegen Rechtsextremismus stellen. Es kamen sehr viele interessierte Leute zu unserem Stand und haben sich auf unser Quiz eingelassen. Bei dieser Gelegenheit sind auch sehr interessante und angeregte Gespräche entstanden. Ein Highlight war natürlich, dass Frau Dreyer in ihrer Rede erwähnte, dass sie es besonders gut fände, dass auch Schulen vertreten seien. Sie ist extra zu unserem Stand gekommen, um ein Foto mit uns zu machen und hat uns allen die Hand gegeben.”

Klara:

“Vor allem die Menschen haben mir gut gefallen. Man konnte von jedem Einzelnen sehr viel lernen. Durch Offenheit und Interesse sind tolle Gespräche entstanden, die einen auch mal zum Nachdenken gebracht haben. Eine sehr schöne Veranstaltung, wobei ich mir gewünscht hätte, dass noch mehr Jugendliche Zivilcourage gezeigt hätten und gegen den Rassismus in Deutschland aufgestanden wären.”

Maria:

“Insgesamt konnte man heute viele Eindrücken von unterschiedlichsten Positionen gewinnen, wenn es auch teilweise erschreckend war, zum Bespiel die vermummten Neonazis zu beobachten. Außerdem finde ich es ausgesprochen toll, wie viele Menschen ein klares Zeichen gegen Antisemitismus und Faschismus in unserer Gesellschaft in Form einer Gegendemonstration gesetzt haben. Abschließend kann man jedoch bemängeln, dass viel mehr Jugendliche bei solchen Veranstaltungen Courage zeigen sollten. Letztendlich ist es unsere Zukunft und unsere Gesellschaft!”

Sophie:

“Mir hat besonders gut gefallen, dass Groß oder Klein keine Rolle gespielt hat. Außerdem war das Ganze ohne jegliche Zuordnung einer Partei, es ging nur um Demokratie. Das hat mir gut gefallen.”

Elisa

„Obwohl es sehr kalt war, hatte ich einen sehr schönen und lustigen Tag. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, mit den Leuten die verschiedenen Quizze, unter anderem den Einbürgerungstest, zu machen und die Ergebnisse zu sehen. Insgesamt ein sehr schönes Event, wo Groß und Klein Spaß haben können.“

Vincent:

„Ich fand es sehr wichtig, in solch einer Zeit, wo die rechten Stimmen immer lauter werden, etwas dem entgegen zu halten und für die Demokratie zu werben. Musikalisch war die Veranstaltung auch sehr schön begleitet.“

Text: Astrid Heilmann-Cappel
Fotos: Astrid Heilmann-Cappel, Ruben Schäfer (Schäfer media