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Von Schweinen und Vögeln: Tiere auf Nonnenwerth

Gepostet am 26. April 2018 | AGs, Inselleben, Schreibwerkstatt

Auf der Insel Nonnenwerth treiben sich viele verschiedene, große und kleine Tiere herum, die ein Schüler wohl selten zu Gesicht bekommen wird. Doch welche sind das? Dazu haben wir Schwester Theresia und den Hausgeistlichen der Insel, Pater Josef Roth, interviewt, der auch Hobbybiologe ist.

Im Frühjahr fliegen die Zugvögel über die Insel. Vor allem die Gänse wie Nilgänse, Graugänse, Nonnengänse oder Kanadagänse, die vom Süden wieder zurück in die Heimat fliegen, lassen sich ein paar Stunden auf Nonnenwerth nieder und suchen dort Futter. Auch andere Vögel wie zum Beispiel Graureiher oder Schwäne leben auf der Insel. Da die Tiere verschieden große „Bezirke“ haben, bleiben sie mal länger, mal kürzer.„Wer bei Dämmerung noch einen Spaziergang macht, hat die Chance, einen Nachtreiher zu sehen. Er jagt nur bei Nacht, deshalb auch der Name“, erklärt Pater Roth. Ein besonders interessanter Vogel ist der Uhu. Er lebt auf der Insel und sucht nach Mäusen, die sich meist unter Efeu in Sicherheit wähnen.

Spannende Tiere sind auch Rotkehlchen und Zaunkönig. Während die Weibchen in den Süden ziehen, verteidigen die Männchen zu Hause das Revier und bauen ihren Frauen für den Frühling viele Nester, damit diese sich das Beste aussuchen können. Schön sind auch die Eisvögel und die Kleiber, die sogar rückwärts an Bäumen hochlaufen können.

Doch die Vögel sind nicht die einzigen Bewohner der Nonnenwerther Tierwelt. Ein relativ unbekanntes Tier ist das Nutria. Schwester Theresia erläutert:„Es ist ähnlich wie ein Biber, hat jedoch einen langen, glatten Schwanz.“ Da es, wie viele Tiere, die auf der Insel leben, ein guter Schwimmer ist, kommt es ohne Probleme durch den Rhein nach Nonnenwerth.

Im Schnee fällt ein ganz anderes Tier auf. Fuchsspuren ziehen sich nach einem Schneefall über die ganze Insel. Wenn sich zwei Füchse begegnen, muss einer der beiden gehen, da jeder sein Revier verteidigen möchte. Wühlmäuse sind die Plage der Insel. Sie fressen Wurzeln mächtiger Bäume, so auch die Wurzeln des kleinen Fallobstbaumes, den eine Abiturklasse einst gepflanzt hatte.

Nachts sind auch Fledermäuse auf Nonnenwerth aktiv. Es flogen auch schon Fledermäuse ins Kloster und hielten die Schwestern ganz schön auf Trab. Die Tiere hängten sich tagsüber an eine Gardinenstange und machten nachts das Kloster unsicher, bis eine Lösung gefunden wurde: Wenn die Nacht hereinbrach, öffneten die Schwestern alle Fenster und die Fledermäuse gingen ihrem Jagdtrieb nach und flogen hinaus. Wie jeder Schüler wohl weiß, leben nahe der Nordspitze Bienen, die Inselhonig produzieren. Leider gab es letzten Winter starke Verluste, da viele Bienen erfroren.

Es ist noch gar nicht so lange her, da schwamm ein Wildschwein auf die Insel und ernährte sich dort vom Fallobst. Abends kam es sogar nah an das Kloster, aber sobald sich ein Mensch zeigte, lief es im sprichwörtlichen „Schweinsgalopp“ zurück ins Dickicht. Da das Wildschwein auf Dauer eine Gefahr für die Schüler darstellte, wurde es bald von einem Jäger geschossen und von Schwestern und Jägern mit deren Familien bei einem großen Festmahl verzehrt.

Dieser Text ist im Rahmen der AG „Schreibwerkstatt“ entstanden.


Text: Carla Haeder (Kl. 6b)
Fotos: Schwestern von Nonnenwerth, Sören Ahlhaus