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Nonnenwertherin hält Ansprache am Volkstrauertag in Oberwinter

Gepostet am 18. November 2018 | Engagement, Geschichte, NW gegen Rechts

„Unter jedem dieser über 120 Millionen Grabsteine liegt Verantwortung, die wir zu tragen haben“, so lautete die Kernbotschaft, die Marie Dirlam, Schülerin aus dem Leistungskurs Geschichte der MSS 12 am Franziskus Gymnasium Nonnenwerth (FGN), in ihrer Ansprache anlässlich des Volkstrauertages in Oberwinter eindrucksvoll übermittelte. Auch wenn Krieg und Gewalt für Jugendliche in Deutschland „ganz weit weg“ sind, ist es notwendig, sich mit diesen Ereignissen zu beschäftigen, so Dirlam, um ein friedfertiges Zusammenleben für die Zukunft zu bewahren.

Die Anregung des Ortsvorstehers von Oberwinter, Norbert Matthias, die inhaltliche Gestaltung des Volkstrauertages Schülerinnen und Schülern des FGN anzuvertrauern, hatte Geschichtslehrer Sören Ahlhaus gerne aufgenommen. In seinem Leistungskurs Geschichte der MSS 12 thematisierte er in einer Unterrichtsreihe die Erinnerungskultur mit besonderem Schwerpunkt auf die Erinnerung an die beiden Weltkriege. Den Abschluss der Einheit bestand darin, dass jede Schülerin und jeder Schüler eine Rede für die Gedenkfeier in Oberwinter verfassen sollte. Der bereits im Vorfeld bei diesem Thema besonders engagierte Einsatz des Kurses zeigte sich auch bei den Ergebnissen. Es fiel dem 11-köpfigen Kurs sehr schwer, aus 11 hervorragend gelungenen Entwürfen den einen ganz besonders gelungenen Text zu ermitteln, dessen Autor Kurs und Schulgemeinschaft beim Volkstrauertag vertreten sollte. Marie Dirlam konnte ihre Mitschülerinnen und Mitschüler letztendlich mit ihrer sehr warmherzigen und tiefgründigen Rede überzeugen und wurde als Vertreterin ausgewählt.

Am 18. November, früh morgens um 9:15 Uhr versammelte sich dann der Kurs gemeinsam mit den Veranstaltungsteilnehmern aus Oberwinterer, dem Ortsbeirat und mehreren beteiligten Vereinen am Marktplatz, von wo aus man gemeinsam zum Ehrenmal zog, um dort der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft aller Nationen zu gedenken. Zum Zeichen ihres Gedenkens legten die Schülerinnen und Schüler einen Kranz im Namen der Schulgemeinschaft nieder.

Neben Schulleiterin Andrea Monreal unterstützte auch die Schülervertretung des Inselgymnasiums in Person von Clara Hiller (MSS 11) das Engagement des Geschichtskurses. Außerdem trugen weitere Nonnenwerther mit dem von Herrn Kress geleiteten katholischen Posaunenchor Remagen zur musikalischen Gestaltung bei.

Die Gedenkveranstaltung wie auch die vorausgehende Unterrichtsreihe wurde von den Schülerinnen und Schülern als sehr bereichernd empfunden: „Bei diesem Thema merkt man besonders, wie lebendig und aktuell Geschichte doch ist“, so eine Schülerin. Auch die weiteren Teilnehmer des Volkstrauertages lobten das Engagement der Jugendlichen: „Es ist beeindruckend, wie tiefgründig sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema befasst haben und dass sie die Courage haben, öffentlich Stellung zu beziehen.“


Text: Sören Ahlhaus
Fotos: Sören Ahlhaus