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Weihnachtskonzerte 2018: Swingin‘ Christmas

Gepostet am 14. Dezember 2018 | Inselleben, Musik

Unter diesem Motto startete am Mittwochabend, 12. Dezember, das erste von zwei Weihnachtskonzerten auf der Insel Nonnenwerth. Die Schülerinnen und Schüler des Franziskus Gymnasium stellten mit ihren Ensembleleitern Jürgen Roth, Thomas Heck, Gerhard Halene und Daniel Stein ein fulminantes Programm zusammen, das eine gekonnte Mischung von Klassik, Jazz und Pop zu bieten hatte.

Der erste Teil des Konzertes wurde feierlich eröffnet durch das Blechbläserensemble „Heilig’s Blechle“ (unter der Leitung von G. Halene und J. Roth) und das Posaunenensemble „Holy Bones“ (unter der Leitung von G. Halene), die mit vier traditionellen Weihnachtsliedern, jedoch teilweise verjazzt, das Publikum in Weihnachtsstimmung versetzten. Spätestens hier wurde jedem im Publikum klar: Es ist mal wieder soweit!

Der Titel „Here without you“ wurde von vier der talentiertesten Nachwuchsmusikern der Insel aus der MSS 10 und 11, Viktoria Manns, Valentin Bücherl, Mark Braun und Leonhard Hillesheim, meisterhaft interpretiert. Man kann nur hoffen, dass man von dieser Spontanformation noch öfter zu hören bekommt. Ihre Darbietung wurde mit viel Applaus des Publikums honoriert.

Das legendäre Saxophon-Ensemble (Leitung: Th. Heck) begeisterte mit zwei Titeln: „Silent Night Reggae“ und „Pyjaman“. Die jungen Saxophonisten brillierten durch sauberste Tongebung, fein abgestimmte komplizierte Rhythmik und gekonnte Darbietung.

Bevor die Vorband das Publikum in die Pause rockte, zeigte die MSS 12, was sie in acht Jahren Ensemblemitgliedschaft am Franziskus Gymnasium gelernt hat: Eva Sesterhenn sang von Thorsten Fuchs am Klavier begleitet stimmungsvoll das Duett „On my own“; der Leistungskurs Musik 12 (Leitung: A. Monreal), verstärkt durch einige Chorsängerinnen, interpretierte das Terzett „Hebe deine Augen auf“ aus „Elias“ von Mendelssohn-Bartholdy mit sauberster Intonation.

Die Vorband (Leitung: J. Roth, unterstützt durch D. Stein) hat einige sehr talentierte Musiker vorzuweisen, die mit viel Engagement das Publikum von den Stühlen rissen.

Mit ihren Soli zeigten Julia Mazur, Roman Spitzer, Florian Förster und Daniel Fuchs (Klassen 6-7), dass sie Jazzvokabular bereits eifrig gelernt haben und das Wesensmerkmal der ursprünglich amerikanischen Musikform grundlegend verstehen.

Zur zweiten Hälfte lief als vorläufiger Höhepunkt eine kleine Lehrerparade im New Orleans Stil in die Aula ein, auf deren Bühne dann Th. Heck, G. Halene und J. Roth mit V. Bücherl „The Preacher“ von H. Silver im Bourbon-Street-Stil meisterlich performten.

Dann kam die Stunde der ebenso sehnlich erwarteten „Rhine-Island Jazzband (Leitung: Th. Heck).  Auch hier ein gekonnter Mix aus Traditional und Jazz. Und: Alle Bandleiter – Gerhard Halene, Jürgen Roth und Daniel Stein – kamen mit auf die Bühne.

Zum Auftakt spielte die Bigband einen Randy Newman Song, „The Flik Machine“, bei dem als Gastsolist Jürgen Roth zu hören war. Der Schwung war aufgenommen. Es ging mit „Santa Baby“ und der Sängerin Constanze Ottersbach im Stile einer Eartha Kitt etwas lasziver weiter – der perfekte Übergang zum dritten Stück des ersten Sets, „Baby Elephant Walk“. Vier junge Musikelephanten leiteten das zweite Stück des Abends im Second Line New Orleans Groove ein: Daniel Fuchs (Posaune) und Thorsten Fuchs (linke Pianohand), sowie Ailke Hoffmann (Bass) und Sebastian Lüchow (Baritonsaxophon) bewiesen ‚tiefe‘ Qualitäten. Außerdem solierten im musikalischen ‚Pas de Deux‘ Miriam Kölln und Fabio Wilhelmy.

Nachdem man dergestalt durch den ersten Teil des Bigbandprogramms marschiert war, gab es eine kleine Abschiedsvorstellung der MSS 12. Das Abiturkollektiv präsente „All I Want For Christmas“ und „My Way“. Ein besonderer Moment war eine einstudierte Umbesetzung: Chorsänger und Instrumentalisten tauschten beim zweiten Stück die Rollen, was in den Worten „Wir wollten allen mal zeigen, was wir so drauf haben“ (Honnefer Abend-Post) seinen Ausdruck fand.

„Cool“ ging es weiter. Der Bernstein-Klassiker aus „West Side Story“ war bei einem Jazz-Workshop im Frühjahr einstudiert worden und wurde mit dem Solisten Lukas Mößle als Einstieg in den zweiten Teil genutzt. Feierlich dann der nächste Titel: Constanze Ottersbach präsentierte die Ballade „The Christmas Song“ zum berühmten Ella Fitzgerald Arrangement und einem Solo von Viktoria Manns. Der letze Beitrag war dann gleichzeitig ein Bekenntnis zu Advent und Weihnachtszeit, indem „I Can’t Stop Loving You“ im Original-Arrangement von Quincy Jones etwas umgewidmet wurde und nicht nur die Solisten Gerhard Halene und Thorsten Fuchs, sondern das gesamte Ensemble musikalisch jubeln durften.

Im Finale sangen und spielten alle Ensembles, sowie das Publikum zusammen „O du fröhliche“, bevor dann die heiß erwartete Zugabe „What a wonderful world“ die Zuhörer in die kalte Winternacht bes(ch)wingt entließ.


Text: Iris Flögerhöfer
Fotos: Astrid Heilmann-Cappel