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Weihnachtskonzerte – Teil 1: Klassische Ensembles

Gepostet am 16. Dezember 2019 | Inselleben, Musik

Die Digitalisierung vorantreiben, Schülerinnen und Schüler im Umgang mit neuen Medien schulen, Schulen besser und schneller mit neuesten Medien ausstatten… Da ist es zweifellos ein Geschenk, einmal abseits der zweifelsohne notwendigen Fokussierung auf die digitale Welt einen ganzen Abend wunderschöner Musik zu genießen, live gespielt, geblasen und gesungen- beim alljährlichen Weihnachtskonzert von Nonnenwerth am Freitag, dem 13. Dezember.

Es wäre unmöglich, in einer relativ kurzen Besprechung alle vorgetragenen Einzelwerke zu nennen, deshalb sollen die Leistungen der jeweiligen Ensembles zusammengefasst dargestellt werden.

Dem Chor unter Leitung von Andrea Monreal und Iris Flögerhöfer, begleitet von Sabina Büsch am Klavier, gelang es, jedem der vorgetragenen Werke ganz eigene Aura und Charakter zu verleihen. „Christmas in Kilarny“ kam spritzig und schwungvoll als Irischer Folksong rüber, den Rhythmus prägnant und virtuos pointiert von Schlagzeuger Arthur Claus.

In feinem Kontrast dazu der schwebende Klang weit gespannter, glockenreiner Linien bei „Petit enfant“, fein kontrapunktiert von Umspielungen der Flöte, gekonnt gespielt von Julia Hagge.

Die Inselstreicher unter sicherer Leitung von Johanna Bolwin eröffneten den festlichen Abend mit dem 1. Satz aus dem Brandenburgischen Konzert Nr.3 von J.S. Bach in einem Arrangement von R. Meyer und verbreiteten mit ihrem Spiel gleich barock-festlichen Glanz.

Ein Höhepunkt des Auftritts der Inselstreicher war „Last Christmas“ von George Michael. Mit schmissigem Schwung und gekonnten synkopischen Akzenten interpretierten sie das Stück unterstützt von Schlagzeuger Lorenz Bauer. Im Telemann-Konzert D-Dur, das den Auftritt der Inselstreicher beschloss, spielte sich das Quartett Johanna Bolwin, Miriam Leyendecker, Moritz Hamelmann und Theresa Bauer im Allegroteil gekonnt die thematischen Motive zu.

Der junge Pianist Jangkai Yang (Klasse 6) verblüffte mit seinem Klaviersolo „Sarabande“ des großen polnischen Pianisten/Komponisten I. Paderewski. Jankai hat eine überzeugende Technik und eine große Gestaltungskraft.

Vieles ist aus dem Auftritt der älteren Orchestermusiker, der Camerata Nonnenwerth unter Natalia Kazakova und Katharina Peters zu loben. Die Gesangssolistin Kira Giebels (Sopran), begleitet von der Camerata, beeindruckte in „Gold von den Sternen“ aus dem Musical „Mozart“ mit klaren, sauberen Tönen und perfekter Textverständlichkeit.

Der Satz „Pling Plang Plung“ von Leroy Andersen stellt technisch hohe Anforderungen an die Spieler. Mit raffiniertem Witz und Brillianz versetzten die extrem raschen und deshalb ungemein schweren Pizzicati, aus denen der Satz besteht, die Zuhörer in Staunen. Ein wahrer Ohrwurm, den man noch auf dem Heimweg hie und da summen hörte, ist die „Serenade Triste“ von R. Cohen. Wunderbar arrangiert von Natalia Kazakova und ihrer Tochter spielte der moderne Satz mit Anklängen an Schostakovitsch und Dvorak. Als erstmalige Neuauflage wurde der Auftritt von Natalia Kazakova als Sängerin an der Seite von Jeanette Latus in „Believe“ aus „Polar Express“ begeistert gefeiert. Besonderen Respekt verdient an dieser Stelle auch Marc Braun, Schüler des Musik-Leistungskurses in der MSS 11. Er schuf u.a. das Arrangement zu diesem Song, das sich durch eine besondere Behandlung der Cello- Partien auszeichnet. Marc Braun, selbst guter Cellist, verteilte die Cellisten auf drei Partiturstimmen, wobei jede Cello-Stimme den technischen Stand jedes Spielers berücksichtigte.

Aus dem Orchester, der Camerata Nonnenwerth, sei eine Spielerin besonders herausgehoben, Cellistin Madita Spieß, Schülerin von Frau Kazakova, die aus ihrem Wettbewerbsprogramm den Satz „Capriccio“ von G. Goltermann, ein Werk aus dem 19. Jh. vortrug. Auf ihrem 180 Jahre alten Cello bewies sie einmal mehr ihre, wie schon einer der Juroren urteilte „superflinken Finger“, war perfekt in hohen Lagen, verstand es aber ebenso, den lyrischen Passagen einen wunderschönen, runden und weichen Klang zu verleihen.

Last – but not least präsentierte sich der Leistungskurs Musik der MSS 11 mit einem anspruchsvollen, a capella gesungenen Stück von Simon and Garfunkel „The Sound of Silence“. Das Publikum hielt den Atem an und belohnte die sechs jungen Leute mit viel Applaus.

Man muss um den Stress, den enormen Druck, die kleineren und größeren Pannen vor allem in den letzten Tagen der Vorbereitung wissen, um die Erleichterung aller Beteiligten und ihre große Freude über diesen überaus gelungenen Konzertabend nachzuvollziehen. Das Publikum würdigte die enormen Anstrengungen, die mannigfachen Perlen schöner Musik mit frenetischem Beifall und „Standing Ovations“. Anschließend sangen alle begeistert mit beim großen Finale, dem Lied „Adeste Fideles“, das noch einmal alle Anwesenden, MusikerInnen, Dirigentinnen und Publikum in einem großen Klang vereinigte.


Text: Sabina Büsch
Fotos: Jacqueline Schneider