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Wer sind wir!? – Zusammen stark sein!

Gepostet am 14. Juli 2021 | Schulseelsorge

Es ist leider ein evolutionsbedingter Mechanismus, welcher die Menschen, die in eine Krise geraten, in ein Tunnelblick versetzt, damit die Krise möglichst fokussiert bewältigt werden kann. Es hat den Vorteil, dass man schnell handelt – und man beim Reagieren nicht lange nachdenken muss, was bei einer akuten Gefahr lebensrettend sein kann.

Der Tunnelblick-Mechanismus bringt aber auch einen großen Nachteil mit sich. Er schränkt die Sicht der Handlungsmöglichkeiten und der außerhalb des Tunnels liegenden Tatsachen ein, die für eine langfristig richtige Entscheidung von enormer Bedeutung sein könnten.

Wenn wir uns jetzt die Frage stellen würden: Wer sind wir am Franziskus Gymnasium Nonnenwerth? Was würden wir jetzt in dieser derzeit für uns alle schwierigen Situation antworten? Würden wir uns dem Leitbild unserer Schule, dem Heiligen Franziskus, verbunden wissen?

  • Sind wir Christen – unterwegs als Glaubende, Fragende und Suchende –, die eine im franziskanischen Geist wurzelnde Schule miteinander gestalten?
  • Verstehen wir den Menschen als Gottes Ebenbild, der für sein privates und gesellschaftliches Leben und Wirken ebenso verantwortlich ist wie für die ihm von Gott anvertraute Schöpfung?
  • Was bedeutet es für uns, auf der Grundlage der franziskanischen Lebensphilosophie, in gegenseitiger Wertschätzung und Verantwortlichkeit gegenüber allen an unserem Schulleben Beteiligten zu handeln?

Der Heilige Franziskus hat seinen Tunnelblick immer wieder aufgebrochen. Als er im Krieg, in Lebensgefahr war und in Gefangenschaft im Glauben an Gott festhielt; als er sein Streben nach Reichtum und Ansehen aufgab, indem er symbolisch alles Materielle seinem Vater zurückgab; und als er in der Kirchenkrise mit keinesfalls naiven, sondern echten christlichen Werten den geistigen Neuaufbau der Kirche seinerzeit mitgestaltete.

Aus der unerschütterlichen Glaubenskraft des Heiligen Franziskus, die in seinem bekannten Sonnengesang am schönsten sichtbar wird, erwuchs eine einzigartige Sichtweise, die einen „kritischen Kontrapunkt zu vielen Verhaltensweisen unserer heutigen Gesellschaft, Welt und Kirche“ setzt.“ [1]

In gemeinsamer Ko-Kreation gilt es, die Eigenwürde in allen Geschöpfen immer wieder neu zu entdecken. Es gilt das „Gratis“ und das „Umsonst“ in Gottes Schöpfung als eine Alternative zur Mentalität der Machtausübung, des Gebrauchs und des Nutzens durch eine starke Gemeinschaft in der Gesellschaft zu etablieren und glaubwürdig vorzuleben. [2]

[1] Johannes Baptist Freyer, in: „Gottessehnsucht – Einübungen in die franziskanische Spiritualität“

[2] Vgl. Ebd.


Text: Marius Trzaski
Foto: pixabay.com; Titel: FGN / pixabay.com