Oops...

Ihr Browser unterstützt die Website leider nur teilweise und stellt diese falsch dar.

Wenn Sie auch die optimale Darstellung erhalten möchten, müssen Sie Ihren Browser aktualisieren, oder in manchen fällen wechseln.
Der Button führt Sie zu einer Übersicht in der Sie erfahren was Sie momentan verpassen! Außerdem gibt es Hilfe und Links zu allen aktuellen Browsern, die die Website unterstützen.

mehr Informationen

vielleicht später...

Diese Website benutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität zu bieten. Durch das Verwenden dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir auf Ihrem Gerät Cookies verwenden dürfen. mehr Infos OK

Zertifikatskurs „Wirtschaft und Ethik“: Nachhaltigkeit

Gepostet am 11. Februar 2019 | Wirtschaft, Wirtschaft und Ethik

Am ersten Februarwochenende war es wieder so weit: das zweite Seminar unserer Reihe „Wirtschaft und Ethik“ stand an. Organisiert und durchgeführt werden diese insgesamt 4 Wochenendworkshops von der Evangelischen Akademie der Pfalz.

Dieses Mal ging es nach Oberwesel im Mittelrheintal. Unsere hoch motivierte Nonnenwerther Gruppe kam nach 90-minütiger Zugfahrt und einem steilen Fußweg zur auf einem Berg gelegenen Jugendherberge am späten Freitagnachmittag an. Doch Zeit zum Ausruhen gab es nicht, das Programm war straff.

Nach der Begrüßung durch Sebastian Burger, dem Dozenten der Akademie und Leiter dieses Workshops, kam schon nach dem Abendessen der Vortrag des ersten Gastredners. Daniel Hammer, Professor der Goethe-Universität Frankfurt, zeigte uns anhand sehr aufschlussreicher Schaubilder, wie prekär es um das Thema „globale Armut“ steht. Noch lange diskutierten wir mit der anderen Schülergruppe des Raiffeisen-Campus aus Dernbach über Lösungsansätze.

Auch der Samstag war, abgesehen von kleinen Pausen, streng durchgetaktet. Ein Problem war dies jedoch nicht, da die Vorträge alle hoch interessant waren und man gerne zugehört hat. Nach einem anregenden Input von Tanja Neumann und Alexandra Schulte to Bühne vom sneep e.V. zur sozialen Verantwortung von Unternehmen, kamen auch praktische Übungen und Aufgaben nicht zu kurz. So z.B. ein Monopoly ähnliches Planspiel („Weltivity“) mit wirklichkeitsgetreuen Aufgaben und Ereignissen. Ziel war es dabei, eine globale Armutskatastrophe zu verhindern. Unter Zeitdruck und mit höchster Anstrengung gelang es uns in letztem Moment diese abzuwenden.

Gezielt auf uns junge Verbraucher wurden wir noch über Möglichkeiten aufgeklärt, unser Konsumverhalten nachhaltig zu gestalten. Dazu hörten wir einen Vortrag von unserem Leiter Sebastian Burger, der uns das Thema „fair-trade“ mit allen negativen und positiven Facetten näherbrachte.

Nach Mittagessen und kurzer Pause standen wir selbst auf dem Programm: mit unserer Präsentation über Armut griffen wir noch einmal viele Aspekte des Vortages auf. Interessant war, dass sich unser Verständnis innerhalb dieses eines Tages schon grundlegend verändert hatte.

So sensibilisiert übernahmen wir in einem Planspiel die Rollen von Wirtschaftsvertretern und Kleinbauern. Ziel war es, eine konkrete Lösung in einem Wasserprivatisierungskonflikt zu finden. Leider ist es uns auch unter größten Bemühungen nicht gelungen, einen fairen Kompromiss auszuhandeln. Dies zeigte uns auf eindrückliche Art und Weise die Realitätsbezogenheit des Spiels.

Sonntagmorgen stand noch eine Präsentation zum Thema Naturkautschuk an, ein Thema, das in der Öffentlichkeit wenig Präsenz hat. Auch hier konnte man viel Neues mitnehmen. Irene Knoke vom Südwindinstitut für Ökonomie und Ökumene zeigte uns, dass man auch beim Reifenkauf auf Nachhaltigkeit achten kann. Oft erfolgt der Anbau des wertvollen Rohstoffs unter menschenunwürdigen Bedingungen. Leider gibt es – anders als bei Nahrungsmitteln – noch keine adäquate Zertifizierung.

Am Sonntagnachmittag traten wir dann die Heimreise an und resümierten das Wochenende noch einmal. Bis zur Zertifikatsverleihung stehen noch zwei weitere Seminare an, auf die wir uns schon alle freuen.

Im ersten Moment mag der Gedanke, vier Wochenenden zu „opfern“ vielleicht nicht verlockend sein, doch ich kann jedem, der in den nächsten Jahren die Möglichkeit hat teilzunehmen, nur dringend dazu raten! Man sammelt wirklich Erfahrungen und Wissen fürs Leben.


Text: Philipp Amendt, Tim Springer, Antonio Ziesche (MSS 10)
Fotos: Sebastian Burger (Evangelische Akademie der Pfalz)