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EU-Wahl rückt näher: Interessante Podiumsdiskussion mit ehemaliger EU-Kommissarin Monika Wulf-Mathies

Gepostet am 20. Mai 2019 | Sozialkunde, Wir in Europa

Die mit großer Spannung erwartete Europawahl rückt näher: Vom 23. bis 26. Mai wählen die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union zum neunten Mal das Europäische Parlament (in Deutschland am 26. Mai). Anlässlich dieses Ereignisses konnte das Franziskus Gymnasium Nonnenwerth Monika Wulf-Mathies, die von 1995 bis 1999 deutsche EU-Kommissarin war, für eine Podiumsdiskussion zur Europawahl am Mittwoch, dem 15. Mai 2019, gewinnen. In einer spannenden und interessanten Veranstaltung gab sie den anwesenden Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 11 viele Einblicke in die Arbeit der EU-Kommission und diskutierte mit ihnen über mögliche Perspektiven für die Zukunft Europas.

Zu Beginn stellten Laura Litz und Juri Loosen (beide 9a) Ergebnisse von selbst durchgeführten Umfragen bei Jugendlichen bei uns und an unserer Partnerschule in Riga vor. Ein Gruppe von Nonnenwerthern der 9. Klassen war gerade erst am Sonntag von ihrem einwöchigen Austausch bei den lettischen Gastfamilien zurückgekehrt. Es war interessant, dass die Jugendlichen der Herderschule in Riga sich sehr viel positiver über Europa äußerten als die Schülerinnen und Schüler bei uns, die eher die gegenwärtigen Probleme der EU in den Blick nahmen.

Anschließend stellte sich Frau Wulf-Mathies vor und beschrieb ihren Weg von der Gewerkschaftsarbeit zur EU-Kommissarin. Dabei machte sie sich vor allem für Gleichberechtigung sowie für die europäischen Idee stark.

Als Nächstes berichtete sie von der Arbeit in der EU-Kommission. Sie zeigte dabei auf, dass die EU viel mehr erreicht habe als „nur“ die großen Projekte, wie z.B. die Einführung des Euro und die Ermöglichung unproblematischen Reisens.

Die beiden hervorragend vorbereiteten Moderatorinnen Clara Hiller (LK Sozialkunde MSS 11) und Julia Pechtel (LK Sozialkunde MSS 12) befragten Frau Wulf-Mathies anschließend zu vielen aktuellen Themen, wie dem Brexit, dem Erstarken nationalistischer und populistischer Parteien in vielen europäischen Staaten, der Migrationsdebatte und vor allem der Frage danach, wie die EU der Zukunft aussehen soll. Zum EU-Austritt der Briten stellte Wulf-Mathies fest, das einzig Positive daran sei, dass nun viele EU-Gegner in anderen Ländern angesichts des chaotischen Prozesses verstummen würden. Für die Zukunft solle man an der Utopie eines europäischen Bundesstaates festhalten, wenngleich eine Realisierung in naher Zukunft nicht wahrscheinlich sei.

 

Vincent Ruckelshauß (MSS 11), der ebenfalls auf dem Podium Platz genommen hatte, stellte als weiteren Impuls Ergebnisse seiner Facharbeit vor, bei der er die Öffentlichkeitsarbeit der EU unter die Lupe genommen hatte. Sein Fazit: Die EU unternimmt zwar viel, um insbesondere Jugendliche für Europa zu begeistern, die Angebote erreichen allerdings die Zielgruppe nur bedingt und in den verschiedenen Mitgliedsstaaten höchst unterschiedlich. Frau Wulf-Mathies pflichtete ihm in seiner Analyse bei und betonte, es sei deshalb wichtig, dass die EU ihre Erfolge auch z.B. per Social Media besser vermarktet.

Abschließend forderte sie die Schülerinnen und Schüler dazu auf, politisch aktiv zu werden und sich z.B. bei Demonstrationen zu engagieren.

Nach zwei informativen Stunden verabschiedeten Schulleiterin Andrea Monreal und die Organisatorin der Veranstaltung Astrid Heilmann-Cappel Frau Wulff-Mathies und bedankten sich mit Nonnenwerther Inselhonig und einem Aquarell aus Assisi für ihren Besuch.

Stimmen aus dem Publikum zur Podiumsdiskussion:

„Ich fand die Veranstaltung sehr interessant und bin froh, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, mit Frau Wulff-Mathies zu diskutieren. Das macht schließlich nicht jede Schule. Alles in allem fand ich die Veranstaltung gelungen und finde, dass Clara und Vincent ihren Job als Moderatoren sehr gut gemacht haben.“

„Obwohl es kompliziert, ist 4  Jahrgangsstufen mit unterschiedlichem Niveau von Grundkursen und Leistungskursen sowie mit individuellen Grundkenntnissen an einer Podiumsdiskussion teilnehmen zu lassen, ist es wichtig, dass der Wert der EU bei allen deutlich geworden ist.“

„Ich fand die Diskussion interessant und die Fragen waren gut ausgewählt. Jedoch finde ich das Frau Wulf-Mathis sich in ihren Antworten hätte kürzer fassen können.“

„Ich fand es sehr gut, dass wir das Angebot bekommen haben an dieser Diskussion teilzunehmen. Man hat einen intensiveren Einblick in die Arbeit und Funktion der EU-Kommission bekommen. Meiner Meinung nach haben besonders die Moderatoren einen sehr guten Job gemacht.“


Text: Naomi Tamir (MSS 10), Sören Ahlhaus
Fotos: Sören Ahlhaus, Titel: FGN, pixabay.com